Lübbe, Vollrath

 

* 4. März 1894, Klein Lunow (Mecklenburg)

† 4. April 1969, Hannover

Vollrath Lübbe wurde am 4. März 1894 in Klein Lunow in Mecklenburg geboren. Er gehörte als Kadett von 1906 bis 1913 dem königlich sächsischen Kadettenkorps an. Danach besuchte er bis 1914 die Kriegsschule in Hersfeld und kam am 24. Februar.1914 als Leutnant in die Königlich Sächsische Armee. Bei dieser kam er dabei zum 4. Königlich Sächsischen Infanterie-Regiment Nr. 103 nach Bautzen. Mit diesem nahm er bis zum Jahr 1918 am 1. Weltkrieg teil. Dabei wurde er auch mehrmals verwundet, was sich in der Auszeichnung mit dem Verwundetenabzeichen in Silber widerspiegelte. Er bekleidete dort unter anderem den Posten eines Zug- und Kompanieführers, bzw. eines Adjutanten. Am 18. August 1917 wurde er zum Oberleutnant befördert. Nach Ende des 1. Weltkrieges wurde er dann als Oberleutnant in die Reichswehr übernommen. Dort gehörte er bis 1925 dem 10. (Sächsisches) Infanterie-Regiment in Dresden an. Im Frühjahr 1924 gehörte er zur 13. (Minenwerfer) Kompanie. Am 1. April 1925 wurde er zum Hauptmann befördert und wechselte danach bis 1934 als Kompaniechef zum 9. (Preußischen) Infanterie-Regiment nach Potsdam. Dort übernahm er anfangs die 9. Kompanie. Ab 1928 war er dann Chef der 13. (Minenwerfer) Kompanie vom 9. (Preuß.) Infanterie-Regiment. Als solcher wurde er am 1. Februar 1934 zum Major befördert. Am 1. Januar 1935 wurde er als Taktiklehrer an die Kriegsschule Dresden versetzt. In dieser Position wurde er am 1. Oktober 1936 zum Oberstleutnant befördert. Im Jahre 1937 wurde er zum Kommandeur vom I. Bataillon des Infanterie-Regiment 103 in Jena ernannt. Am 1. November 1938 wurde das Bataillon zum I. Bataillon vom Kavallerie-Schützen-Regiment 7 umbenannt. Am 24. November 1938 übernahm er als Kommandeur das Schützen-Regiment 13 in Mährisch-Schönberg. Im April 1939 verlegt das Regiment nach Olmütz. Am 1. Juni 1939 wurde er zum Oberst befördert. Mit seinem Regiment nimmt er am Polen-, West- und Balkan-Feldzug teil. Er führte das Regiment auch noch bei Beginn des Ostfeldzuges. Ab dem 12. August 1941 übernimmt er als Kommandeur die 2. Schützen-Brigade im Russlandfeldzug. Nach Verwundung des Kommandeurs der 2. Panzer-Division, Generalleutnant Freiherr von Esebeck, übernimmt Oberst Lübbe im am 5. September 1942 die Führung dieser Division. Am 1. Oktober 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Die offizielle Ernennung zum Kommandeur der 2. Panzer-Division wurde ihm am 20. Oktober 1942 überreicht. Am 1. April 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Für die Führung seiner Division wurde er am 18. August 1943 als Generalleutnant mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 1. Februar 1944 wurde er wegen Krankheit in die Führer-Reserve versetzt. Dann wurde er am 5. April 1944 als Nachfolger von Generalleutnant Erich Schopper zum Kommandeur der 81. Infanterie-Division ernannt. Am 10. Juli 1944 wurde er wegen Krankheit erneut in die Führerreserve versetzt. Am 9. Oktober 1944 wurde er zum Kommandeur der 462. Volks-Grenadier-Division ernannt. Er wurde im Oktober 1944 auch zum Kommandanten von Metz ernannt. Ab dem 12. November 1944 übernahm er das Kommando über die 49. Infanterie-Division. Am 27. Dezember 1944 übernahm er das Kommando über die Division Nr. 433 und kommt mit dieser an der Ostfront im Raum Frankfurt/Oder zum Einsatz. In diesem Raum wurde er am 2. Februar 1945 verwundet und geriet am 5. Februar 1945 bei Kriescht in Brandenburg, in sowjetische Gefangenschaft. Er wurde zunächst in das Lager Nr. 27 nach Krassnogorsk gebracht. Später kam er dann in das Lager Nr. 48 nach Cerny. Später kam er dann in die Moskauer Gefängnisse Nr. 1 und 2. Dort wurde er am 8. Juni 1950 zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Am 11. Oktober 1955 wurde er in die Heimat entlassen.

 

Ritterkreuz (18. August 1943)