Leicht, Helmut

 

* 2. November 1916, Ludwigsburg / Württemberg

+ 26. Juni 1944, Witebsk (vermisst)

 

Helmut Leicht trat am 6. April 1936 in die Luftkriegsschule 4 in Berlin-Gatow ein und kam am 1. Juli 1937 als Leutnant zur I. Gruppe des Stuka-Geschwaders 165, die im Mai 1939 zur I. / Stuka-Geschwader 77 wurde. Mit der 1. Staffel nahm er am Polen- und Westfeldzug teil und wurde am 6. Februar 1941 Staffelkapitän der Ergänzungsstaffel des Stuka-Geschwaders 77. Am 28. Juni 1941 kehrte er zur 1. Staffel zurück und wurde bei seinem ersten Einsatz über Rußland schwer verwundet. Nach seiner Genesung war er vom 3. Januar 1942 bis zum 10. Januar 1943 Staffelkapitän der 2. Staffel des Stuka-Geschwaders 77 und vertretungsweise auch Kommandeur der I. Gruppe. Nach rund 400 Feindflügen wurde ihm am 3. September 1942 als Hauptmann das Ritterkreuz verliehen. Vom 11. Januar bis zum 22. April 1943 war er beim Stab des IV. Fliegerkorps und übernahm im April 1943 die II. Gruppe des Stuka-Geschwaders 77. Am 1. Oktober 1943 zum Major befördert, wurde er am 9. November 1943 schwer verwundet. Nach seiner Genesung übernahm er am 5. Mai 1944 wieder Kommandeur der II. / Stuka-Geschwader 77, die im Mai 1944 zur III. / Schlachtgeschwader 10 wurde. Am 26. Juni 1944 kehrte er von seinem 900. Feindflug im Raum südöstlich Witebsk nicht zurück. Posthum wurde ihm am 24. April 1944 das Eichenlaub verliehen.

Ritterkreuz (3. September 1942) Eichenlaub (24. Oktober 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011