Freiherr von Ledebur, Leopold

 

* 7. Januar 1868, Spandau

† 13. Oktober 1951, Hannover

 

Leopold von Ledebur trat am 22. März 1888 als Sekondeleutnant in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Garde-Regiment zu Fuß. Bei diesem wurde er dann nach dem Besuch der Kriegsschule am 27. Januar 1895 zum Premierleutnant befördert. Durch die Umbenennung seines Dienstgrades wurde er am 1. Januar 1899 zum Oberleutnant befördert. 1899 wurde er dann in den Großen Generalstab kommandiert. Anfang 1902 wurde er dann zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er dann als Kompaniechef in seinem Regiment eingesetzt. 1909 kam er dann als Adjutant zur 29. Infanterie-Division, wo er am 27. Januar 1910 zum Major befördert wurde. Ab 1912 wurde er dann als Bataillonskommandeur im Oldenburgisches Infanterie-Regiment Nr. 91 eingesetzt. Als solcher kam er dann bei Ausbruch des 1. Weltkrieges an die Front. Dort wurde er bereits nach wenigen Wochen schwer verwundet. Erst im Januar 1915 wurde er als Kommandeur vom 3. Hannoversches Infanterie-Regiment "von Voigts-Rhetz" Nr. 79 wieder an die Front versetzt. Als solcher wurde er dann am 27. Januar 1915 zum Oberstleutnant befördert. Auch bei seiner Beförderung zum Oberst am 25. Februar 1918 war er noch Kommandeur seines 3. Hannoversches Infanterie-Regiment "von Voigts-Rhetz" Nr. 79. Am 29. August 1918 wurde ihm der Pour le mérite verliehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er anfangs als Kommandeur beim Reichswehr-Infanterie-Regiment 110 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann zum Kommandeur des 16. Infanterie-Regiment in Oldenburg ernannt. Am 3. August 1921 wurde er dann zum Kommandant von Breslau ernannt. Als solcher wurde er am 28. September 1921 zum Generalmajor befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Juli 1921 festgelegt. Am 1. Mai 1923 wurde er zum Infanterieführer II in Schwerin ernannt. Als solcher wurde er am 1. März 1924 zum Generalleutnant befördert. Am 1. Januar 1925 wurde er dann zum Kommandeur der 6. Division der Reichswehr in Münster ernannt. Als solcher wurde er gleichzeitig zum Befehlshaber vom Wehrkreis VI. Am 29. Februar 1928 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als General der Infanterie verliehen. Am 20. April 1937 wurde ihm das Recht verliehen, die Uniform des Infanterie-Regiment 16 mit den Generalsabzeichen zu tragen. Am 1. Juli 1938 wurde er zum General der Infanterie z.V. ernannt und zur Verfügung des Heeres gestellt. Er wurde aber nicht mehr verwendet.