Laux, Paul

 

* 11. November 1887, Weimar

† 2. September 1944, Riga (seinen Verletzungen erlegen)

 

Paul Laux trat am 20. Februar 1907 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 10. Königlich Sächsisches Infanterie-Regiment Nr. 134 nach Plauen. Bei diesem wurde er am 14. August 1908 zum Leutnant befördert. Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde er als Bataillonsadjutant im 10. Königlich Sächsisches Infanterie-Regiment Nr. 134 eingesetzt. Am 28. November 1914 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 1. August 1916 wurde er zum Hauptmann befördert. Er wurde jetzt im Generalstab verwendet. Zum Ende des Krieges wurde er dann zum Bataillonskommandeur ernannt. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Sächsischen Militär St. Heinrichs-Ordens und beiden Eisernen Kreuzen noch jede Menge andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 als Generalstabsoffizier beim Befehlshaber der Infanterie der Reichswehr-Brigade 19 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann als Kompaniechef zum 11. (Sächs.) Infanterie-Regiment. Im Frühjahr 1923 wurde er dann in den Stab des III. Bataillons vom 11. (Sächs.) Infanterie-Regiment nach Leipzig versetzt. Am 1. Oktober 1923 wurde er dann für zwei Jahre in den Stab vom Artillerieführer IV nach Dresden versetzt. Am 1. Oktober 1925 wurde er dann für ein weiteres Jahr in den Stab vom Infanterieführer IV in Dresden versetzt. Am 1. Oktober 1927 wurde er dann für vier Jahre in den Stab der 4. Division der Reichswehr in Dresden versetzt. Dort wurde er am 1. April 1929 zum Major befördert. Am 1. Oktober 1930 wurde er dann für vier Jahre in den Stab vom Artillerieführer VI nach Münster in Westfalen versetzt. Am 1. August 1933 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr kam er dann im Jahr 1934 mit dem Stab nach Hannover wo dieser weiter mit der Tarnbezeichnung Artillerieführer VI bezeichnet wurde. Vermutlich wurde er dort als 1. Generalstabsoffizier (Ia) der zukünftigen 19. Infanterie-Division eingesetzt. Am 1. Juli 1935 wurde er zum Oberst befördert. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1935 abgelöst und dafür zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment Marienburg ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 24 in Braunsberg ernannt. Am 1. Oktober 1937 gab er sein Kommando ab. Er wurde jetzt als Offizier z.b.V. dem Oberbefehlshaber des Heeres unterstellt. Am 1. April 1938 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 10. November 1938 wurde er dann zum Infanteriekommandeur 10 in Passau ernannt. Damit unterstanden ihm die Infanterieeinheiten der 10. Infanterie-Division. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er dann zum Oberquartiermeister der 1. Armee ernannt. In dieser Funktion wurde er während des Polen- und Frankreichfeldzuges eingesetzt. Dabei wurden ihm beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Nach dessen Ende wurde er am 5. Oktober 1940 abgelöst und dafür zum Kommandeur der neuen 126. Infanterie-Division ernannt. Am 1. Januar 1941 wurde er zum Generalleutnant befördert. Zum Beginn des Sommers 1941 führte er seine Division im Ostfeldzug beim Angriff auf Nordrussland. Für die besonderen Leistungen seiner Division bei den Abwehrkämpfen am Wolchow wurde er am 14. Dezember 1941 als Generalleutnant mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Ab dem 10. Oktober 1942 führte er das "Korps Laux". Am 28. November 1942 wurde er mit der Führung vom II. Armeekorps beauftragt. Am 1. Dezember 1942 wurde er zum General der Infanterie befördert. Als solcher wurde er jetzt auch zum Kommandierenden General des II. Armeekorps ernannt. Mit diesem Generalkommando stand er im Winter 1942/43 in schweren Abwehrkämpfen im Frontbogen bei Demjansk. Für seine Führungsleistung wurde er am 17. Mai 1943 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 1. April 1944 gab er sein Kommando ab. Am 11. Mai 1944 übernahm er erneut als Kommandierender General das II. Armeekorps. Am 2. Juli 1944 gab er erneut sein Kommando ab. Dafür wurde er an diesem Tag zum Oberbefehlshaber der 16. Armee ernannt. Am 29. August 1944 ist er bei einem Erkundungsflug abgestürzt und am 2. September 1944 im Feldlazarett 158 in Riga seinen Verletzungen erlegen.

 

Ritterkreuz (14. Dezember 1941) Eichenlaub (17. Mai 1943)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011
Dermont Bradley, Markus Rövekamp, Ernes Henriot: Deutschlands Generale und Admirale: Teil IV /Band 7: Die Generale des Heeres 1921-1945. Knabe - Luz, Biblio-Verlag