Kuppinger, Ernst

 

* 8. Juli 1914, Neulußheim / Nordbaden

+ 3. August 1995, Neulußheim / Nordbaden

 

Ernst Kuppinger leistete von Oktober 1936 bis Oktober 1938 seinen Wehrdienst bei der 14. Kompanie des Infanterie-Regiments 110 ab, wurde am 14. Oktober 1937 zum Reserveoffiziersanwärter ernannt und am 1. April 1939 zum Leutnant der Reserve befördert. Am 28. August 1939 wurde er als Zugführer in die 2. / Infanterie-Regiment 110 einberufen, mit der er am Westfeldzug teilnahm. Im November 1940 wurde er in das Infanterie-Regiment 110 versetzt und wurde am 1. April 1941 Chef der 7. / Infanterie-Regiment 258. Mit diesem nahm er ab Juni 1941 am Rußlandfeldzug teil, wo er am 23. Dezember 1941 schwer verwundet wurde. Am 1. Februar 1942 zum Oberleutnant der Reserve befördert, wurde er in das Infanterie-Ersatz-Bataillon 256 versetzt und kam Mitte November 1942 als Chef der 1. Kompanie wieder zum Infanterie-Regiment 258. Am 1. Juni 1943 wurde er aktiver Offizier und zum Hauptmann befördert. Am 19. September 1943 wurde er erneut schwer verwundet und nach seiner Genesung Anfang September 1944 zum Grenadier-Regiment 352 versetzt. Am 21. Oktober 1944 wurde Ernst Kuppinger Chef des II. Bataillons des Regiments und kämpfte mit diesem Bataillon an der Westfront. Für den Ausbruch seines Bataillons aus einer Umklammerung im Raum Aachen im November 1944 wurde er am 24. Dezember 1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 21. Februar 1945 wurde er Kommandeur des Füsilier-Bataillons 246 und bewährte sich mit diesem im Februar 1945 an der Mosel. Am 1. April 1945 geriet er in französische Gefangenschaft und wurde am 5. April 1945 noch mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Am 30. April 1946 wurde er aus der Gefangenschaft entlassen.

 

Ritterkreuz (24. Dezember 1944) Eichenlaub (5. April 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011