Kuntzen, Adolf-Friedrich

 

* 26. Juli 1889, Magdeburg

† 10. Juli 1964, Hannover

 

Adolf Kuntzen trat am 10. März 1909 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 1. Leib-Husaren-Regiment Nr. 1. In diesem wurde er am 22. August 1910 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 22. August 1908 datiert. Auch 1914 gehörte er zum 1. Leib-Husaren-Regiment Nr. 1, mit dem er dann auch in den Ersten Weltkrieg zog. Er wurde bei diesem als Ordonanzoffizier und später als Regimentsadjutant bis Anfang 1917 eingesetzt, wobei er am 25. Februar 1917 zum Oberleutnant befördert wurde. Danach wurde er in verschiedenen Stäben eingesetzt. Am 18. Dezember 1917 wurde er zum Rittmeister befördert. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Er wurde dabei anfangs zur Führergehilfenausbildung in das Reichswehrministerium kommandiert. Im Übergangsheer wurde er im Frühjahr 1920 als Hilfsoffizier unter der Belassung der bisherigen Uniform beim Wehrkreiskommando I in Königsberg eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dadurch zum Stab der 1. Division der Reichswehr. Er wurde jetzt aber schon zum Reichswehrministerium kommandiert. Im Frühjahr 1921 wurde er dann in das 10. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt, blieb aber weiter zum RWM abkommandiert. Am 1. Oktober 1921 wurde er in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Am 1. April 1922 wurde er dann für die nächsten Jahre in den Generalstab der 3. Division der Reichswehr in Berlin versetzt. Am 1. Oktober 1925 wurde er dann als Chef der 2. Eskadron vom 8. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Oels versetzt. Am 1. Oktober 1928 wurde er in den Stab vom 3. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Rathenow versetzt. Von diesem wurde er für ein Studienjahr an die Berliner Universität kommandiert. Am 1. Oktober 1929 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Major erneut in das Reichswehrministerium versetzt. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Februar 1928 festgesetzt. Dort wurde er jetzt in der Wehrmacht-Abteilung (W) eingesetzt. Am 1. Oktober 1931 wurde er dann als Adjutant zum Chef der Heeresleitung versetzt. Dort wurde er am 1. Dezember 1932 zum Oberstleutnant befördert. Ab Sommer 1933 wurde er dann im Heeres-Personalamt (PA) eingesetzt. Dort wurde er als Abteilungsleiter am 1. November 1934 zum Oberst befördert. Am 1. März 1938 wurde er zum Generalmajor befördert und z.b.V. beim Oberbefehlshaber des Heeres gestellt. Am 10. November 1938 wurde er dann zum Kommandeur der 3. leichten Division in Cottbus ernannt. Mit dieser nahm er dann am Polenfeldzug teil. Dabei wurden ihm bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Nach dem Feldzug überwachte er die Umgliederung seiner Division zur 8. Panzer-Division. Am 1. April 1940 wurde er zum Generalleutnant befördert. Als solcher führte er dann die 8. Panzer-Division im Westfeldzug. Dabei wurde ihm am 3. Juni 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Im Februar 1941 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Er wurde dafür fast sofort mit der Führung vom Generalkommando LVII. Armeekorps (motorisiert) beauftragt. Am 1. April 1941 wurde er zum General der Panzertruppen befördert. Als solcher wurde er jetzt auch zum Kommandierenden General vom LVII. Armeekorps (motorisiert) ernannt. Mitte November 1941 musste sein Kommando abgeben, übernahm es nach einer kurzen Erholung am 12. Januar 1942 wieder, um es Ende des Monats Januar 1942 endgültig abzugeben. Er wurde erneut in die Führerreserve versetzt. Am 1. April 1942 wurde er zum Kommandierenden General des Höheres Kommando z.b.V. XXXII ernannt. Durch die Umbenennung seines Stabes wurde er Ende Mai 1942 zum Kommandierenden General des LXXXI. Armeekorps ernannt. Mit diesem wurde er jetzt die nächsten Jahre in Nordfrankreich eingesetzt. Erst Anfang September 1944 gab er sein Kommando ab und wurde wieder in die Führerreserve versetzt, aber nicht mehr verwendet. Am 31. Dezember 1944 wurde er endgültig aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

 

Ritterkreuz (3. Juni 1940)