Kumm, Otto

 

* 1. Oktober 1909, Hamburg

+ 23. März 2004

 

Otto Kumm trat am 1. April 1934 in die SS-Verfügungstruppe ein und kam zum I./SS-Standarte Germania in Hamburg. Er war vorher schon Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 421230), seine Mitgliedsnummer in der SS lautet 18727. Im Juli 1935 übernahm er als Obersturmführer die 4. (MG) Kompanie der Standarte und im September 1936 wurde er zum SS-Hauptsturmführer befördert. Im Dezember 1936 wechselte er zur SS-Standarte "Deutschland" nach München, wo er Chef der 2. Kompanie wurde. Im März 1938 wurde er dann Kompaniechef in der SS-Standarte "Der Führer", die er im Polenfeldzug führte. Im April 1940 wurde er Bataillonsführer einer schweren Kompanie, die er in Holland befehligte. Am 1. Oktober 1940 folgte seine Beförderung zum SS-Sturmbannführer. Ab Juni 1941 nahm er am Rußlandfeldzug teil. Am 12. Juli 1941 wurde er Kommandeur des SS-Regiments "Der Führer" und am 1. Oktober 1941 zum SS-Obersturmbennführer befördert. Am 29. November 1941 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Im Januar 1942 wehrte sein Regiment vier Wochen lang starke russische Angriffe ab, indem es eine russische Vormarschstraße sperrte und den bereits durchgebrochenen russischen Gegner bei Cholm abschnitt. Für die Leistungen seines Regiments wurde er am 16. Februar 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. In der Frühjahrsschlacht um Charkow bewährte sich das Regiment "Der Führer" erneut. Für die kampfentscheidenden Erfolge des Regiment wurde ihm am 6. April 1943 als SS-Obersturmbannführer und Kommandeur des SS-Panzergrenadier-Regiments "Der Führer" das Eichenlaub verliehen. Am 20. April 1943 folgte die Beförderung zum SS-Standartenführer. Im Sommer 1943 wurde er dann Chef des Stabes des V. SS-Gebirgskorps und am 30. Januar 1944 zum SS-Oberführer befördert. Kurze Zeit später wurde er Kommandeur der 7. SS-Gebirgs-Division "Prinz Eugen". Auf dem Balkan wurde er am 9. November 1944 zum SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS befördert. Nach den verlustreichen Kämpfen auf dem Balkan und dem Rückzug nach Ungarn wurde er am 6. Februar 1945 Kommandeur der 1. SS-Panzerdivision "Leibstandarte-SS Adolf Hitler". Am 17. März 1945 wurden ihm für seine Leistungen bei den Rückzugskämpfen auf dem Balkan die Schwerter verliehen. Am 8. Mai 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft.

Nach dem Krieg wurde er Produktionsleiter in einer Druckerei. Außerdem war er Gründungsmitglied der HIAG.

 

Ritterkreuz (16. Februar 1942) Eichenlaub (6. April 1943) Schwerter (17. März 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011