Koehler, Karl-Erik

 

* 3. Dezember 1895, Mannheim

† 8. Dezember 1958, Rheine

 

Karl-Erik Koehler trat am 2. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum 2. Großherzoglich Hessisches Leib-Dragoner-Regiment Nr. 24. Anfang Dezember 1914 wurde er dann in das 2. Brandenburgisches Ulanen-Regiment „Graf Haeseler“ Nr. 11 versetzt. Im März 1915 schlug er bei diesem Regiment dann auch als Fahnenjunker die Offizierslaufbahn ein. Im Juni 1915 wurde er zum Fähnrich befördert. Am 30. November 1915 wurde er zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 24. März 1915 datiert. Später wurde sein Rangdienstalter auf den 1. September 1915 korrigiert. Er blieb im ganzen Krieg beim 2. Brandenburgisches Ulanen-Regiment „Graf Haeseler“ Nr. 11. Er wurde dabei auch einmal verwundet. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er in die Reichswehr übernommen. Er kam dabei als Eskadronoffizier zum 11. (Preuß.) Reiter-Regiment. Im Sommer 1922 wurde er als Eskadronoffizier in das 7. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt. Im Frühjahr 1924 gehörte er dann vom Regimentsstab vom 7. (Preuß.) Reiter-Regiment in Breslau. Im Frühjahr 1925 gehörte er dann zur Ausbildungs-Eskadron vom 7. (Preuß.) Reiter-Regiment in Breslau. Dort wurde er im Sommer 1925 zum Oberleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1925 datiert. Im Frühjahr 1926 gehörte er dann zur 4. Eskadron vom 7. (Preuß.) Reiter-Regiment in Lüben. In dieser wurde er dann über mehrere Jahre verzeichnet. Am 1. Oktober 1927 wurde er für zwei Jahre zur Führergehilfenausbildung kommandiert. Am 1. April 1930 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Rittmeister in die 3. Eskadron vom 7. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Lüben versetzt. Am 1. Oktober 1930 wurde er dann in den Regimentsstab vom 7. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Breslau versetzt. Am 1. Oktober 1931 wurde er in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt im Wehramt (WehrA) eingesetzt. Auch bei der Umbildung zum Reichskriegsministerium im Frühjahr 1935 blieb er weiter dort eingesetzt. Bei der Enttarnung der Verbände nach der Erweiterung der Reichswehr wurde er am 15. Oktober 1935 zum 1. Generalstabsoffizier (Ia) der 4. Infanterie-Division in Dresden ernannt. Am 1. November 1935 wurde er zum Major i.G. befördert. Als solcher wurde er die nächsten Jahre im Divisionsstab unter Generalleutnant Erich Raschick tätig. Am 1. August 1938 wurde er zum Oberstleutnant i.G. befördert. Am 10. November 1938 verließ er gemeinsam mit dem Kommandeur die Division. Er wurde jetzt im Oberkommando des Heeres eingesetzt. Dort wurde er im Allgemeines Heeresamt (A H A) eingesetzt. Am 15. Februar 1940 wurde er zum Chef des Stabes vom Allgemeines Heeresamt ernannt. Am 1. August 1940 wurde er zum Oberst i.G. befördert. Am 1. März 1941 wurde er zum Chef des Generalstabes vom Befehlshaber des Ersatzheeres ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1942 zum Generalmajor befördert. Das Rangdienstalter wurde später auf den 1. Dezember 1942 festgelegt. Am 30. März 1943 wurde er mit der Führung der 306. Infanterie-Division in Südrussland beauftragt. Am 1. Juni 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Als solcher wurde er jetzt zum Kommandeur der 306. Infanterie-Division ernannt. Am 4. Februar 1944 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Anfang April 1944 wurde er für etwa zwei Wochen als Vertretung für General Bruno Bräuer zum Kommandant der Festung Kreta ernannt. Danach kam er dann wieder zur Führerreserve. Am 4. Mai 1944 wurde ihm für seine vorherige Tätigkeit als Divisionskommandeur das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 10. August 1944 wurde er mit der Führung vom XXXIII. Armeekorps beauftragt. Damit wurde er auch als Befehlshaber Mittelnorwegen bezeichnet. Am 9. November 1944 wurde er zum General der Kavallerie befördert. Damit wurde er jetzt auch zum Kommandierenden General vom XXXIII. Armeekorps in Norwegen ernannt. Im April 1945 wurde er dann zum Kommandierenden General des XX. Armeekorps ernannt. Mit diesem wurde er bei den Endkämpfen der 12. Armee eingesetzt. Dabei gelang im unter anderem die Räumung der Beelitzer Heilstätten. Im Mai 1945 geriet er dann in Gefangenschaft.

 

Ritterkreuz (4. Mai 1944)