Koch-Erpach, Rudolf

 

* 9. April 1886, München

† 27. November 1971, Karlsruhe

 

Rudolf Koch trat am 22. Juli 1904 als Fahnenjunker in die Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Königlich Bayerisches Ulanen-Regiment „König“. Nach dem Besuch der Kriegsschule München wurde er am 6. März 1906 zum Leutnant befördert. Als solcher wechselte er im Frühjahr 1910 zum 6. Königlich Bayerisches Chevaulegers-Regiment „Prinz Albrecht von Preußen“. Am 25. Juni 1913 wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1913 wurde er zur Bayerischen Kriegsakademie kommandiert. Bei Beginn des 1. Weltkrieges rückte er als Ordonanzoffizier im III. Armeekorps an die Front. Er wurde in diesem Krieg in verschiedenen Generalstäben auf verschiedenen Positionen eingesetzt. Zum 28. November 1914 wurde er zum Rittmeister befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen auch noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er dann als Verbindungsoffizier im Reichswehrministerium in Berlin zum Einsatz. Auch bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er weiter dort eingesetzt. Am 1. Oktober 1923 wurde er für die nächsten Jahre zum Chef der 6. Eskadron vom 17. (Bayer.) Reiter-Regiment in Straubing ernannt. Als solcher wurde er am 1. November 1924 zum Major befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. März 1924 festgelegt. Im Frühjahr 1927 wurde er dann in den Stab der 7. Division der Reichswehr nach München versetzt. Im Frühjahr 1929 gehörte er zum Stab vom Artillerieführer VII in München. Am 1. September 1929 wurde er zum Kommandeur des 17. (Bayer.) Reiter-Regiment in Bamberg ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1929 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. April 1932 wurde er zum Oberst befördert. Am 1. Oktober 1932 wurde er in den Stab vom 7. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Breslau versetzt. Am 1. November 1932 wurde er zum Chef des Stabes der 1. Kavallerie-Division in Frankfurt an der Oder ernannt. Am 1. April 1934 wurde er zum Kommandeur vom Kavallerie-Kommando Breslau ernannt. Am 1. Januar 1935 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er dann im Mai 1935 für den verunglückten Generalmajor Heinrich Höring zum Artillerieführer III in Oppeln ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er dadurch am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur der 8. Infanterie-Division ernannt. Am 1. April 1937 wurde er zum Generalleutnant befördert. Er führte seine Division bei Beginn des 2. Weltkrieges zuerst in den Polenfeldzug. Danach stand er im Frühjahr 1940 beim Westfeldzug an der Spitze der 8. Infanterie-Division. Bereits zu diesem Zeitpunkt hat er beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen erhalten. Für die Leistungen der Division im Westfeldzug wurde er am 24. Juni 1940 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Im Oktober 1940 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür zum Kommandeur vom Höheres Kommando LX ernannt. Am 1. Dezember 1940 wurde er zum General der Kavallerie befördert. Am 1. März 1941 gab er das Kommando wieder ab. Am 1. April 1941 wurde er dann zum Kommandierenden General vom Höheres Kommando XXXV im Generalgouvernement ernannt. Nach nur einem Monat gab er das Kommando wieder ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Mitte Juli 1941 wurde er dann zum Kommandeur des Verbindungsstab Breslau ernannt. Am 1. Mai 1942 wurde er wieder in die Führerreserve versetzt. Am 1. Mai 1942 wurde er zum Kommandierenden General des Stellvertretenden Generalkommando VIII. Armeekorps in Breslau ernannt. Als solcher wurde er auch zum Befehlshaber vom Wehrkreis VIII ernannt. Am 24. November 1944 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Silber verliehen. Mitte Februar 1945 wurde er durch die Mobilmachung seines Generalkommandos zum Kommandierenden General des LVI. Panzerkorps ernannt. Im April 1945 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Er wurde dabei in den Stab vom Oberbefehlshaber West versetzt. Am 6. Mai 1945 wurde er für die letzten Tage des Krieges, als Ersatz für den in Gefangenschaft geratenen General der Infanterie Hermann Foertsch, noch mit der Führung der 1. Armee beauftragt. Bei Kriegsende kam er dann in Gefangenschaft. Aus dieser wurde er 1948 wieder entlassen.

 

Ritterkreuz (24. Juni 1940)