Knuth, Hans

 

* 11. Dezember 1875, Rutenberg

† 12. März 1945, bei Bad Polzin in Pommern (erschossen)

 

Hans Knuth trat am 27. März 1895 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Westpreußisches Feldartillerie-Regiment Nr. 36. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 18. August 1896 zum Sekondeleutnant befördert. Als solcher wechselte er am 1. Oktober 1899 zum Feldartillerie-Regiment „Hochmeister“ Nr. 72. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er für zwei Jahre zum Militär-Reitinstitut kommandiert. Am 1. April 1904 wurde er zum Adjutant der I. Abteilung im Feldartillerie-Regiment „Hochmeister“ Nr. 72 ernannt. Am 1. Oktober 1905 wurde er für fast drei Jahre zur Kriegsakademie kommandiert. Am 1. April 1909 wurde er dann zum Großen Generalstab kommandiert. Mit seiner Beförderung zum Hauptmann am 22. März 1911 wurde er dann auch in den Großen Generalstab versetzt. Am 1. Oktober 1912 wurde er dann in den Generalstab vom VII. Armeekorps versetzt. Bei diesem rückte er dann bei Beginn des 1. Weltkrieges an die Front. Ab Herbst 1914 wurde er dann in verschiedenen Generalstäben eingesetzt. Am 22. März 1916 wurde er zum Major befördert. Am 27. August 1917 wurde ihm das Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern verliehen. Ende 1917 wurde er dann in die Türkei kommandiert. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er im Übergangsheer im Frühjahr 1920 beim Stab vom Wehrkreiskommando VI eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dadurch in den Generalstab der 6. Division der Reichswehr in Münster übernommen. Ende Dezember 1920 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Oktober 1920 festgelegt. Am 1. April 1921 wurde er in den Regimentsstab vom 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Frankfurt an der Oder versetzt. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann in den Stab der 1. Kavallerie-Division in Frankfurt versetzt. Am 1. Mai 1923 wurde er zum Kommandeur der II. Abteilung vom 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Frankfurt ernannt. Am 1. April 1925 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberst wieder in den Regimentsstab vom 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment versetzt. Im Sommer 1927 wurde er dann in den Regimentsstab vom 5. Artillerie-Regiment nach Ulm kommandiert. Am 1. Juli 1927 wurde er zum Kommandeur vom 5. Artillerie-Regiment in Ulm ernannt. Am 31. Januar 1929 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines Generalmajor verliehen. 1939 trat er wieder zur Verfügung des Heeres. Am 11. Februar 1940 wurde er zum Kommandeur vom Feldzeug-Kommando XI ernannt. Am 25. September 1940 gab er dieses Kommando wieder ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 20. Januar 1941 wurde er zum Kommandant des Rückwärtigen Armeegebiets 583 (Korück 583) ernannt. Am 1. Februar 1941 wurde er zum Generalmajor z.V. befördert. Bei Beginn des Ostfeldzuges wurde er dann mit seinem Stab bei der 18. Armee eingesetzt. Mitte November 1941 verwahrte sich Knuth gegen die Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener. Er führte sogar einen Ruhetag für die Gefangen im Armeegebiet ein. Am 1. April 1942 wurde er zum Generalleutnant z.V. befördert. Am 20. Juni 1943 gab er sein Kommando ab. Am 31. Dezember 1943 wurde er endgültig aus dem aktiven Dienst der Wehrmacht verabschiedet. Nach dem Einmarsch der Roten Armee wurde Generalleutnant a.D. Knuth nach wenigen Tagen erschossen.