Kirschner, Joachim

 

* 7. Juni 1920, Niederlössnitz / Sachsen

+ 17. Dezember 1943, Metkovic / Serbien

 

Joachim Kirschner trat am 26. August 1939 in die Luftwaffe ein. Er kam zur 2. Kompanie des Flieger-Ausbildungs-Regiments 51 und anschließend zur Flugzeugführerschule Dresden-Klotzsche. Ab dem 1. Juli 1940 wurde er an der Jagdfliegerschule 5 ausgebildet und am 1. Februar 1941 zum Leutnant befördert. Am 9. Mai 1941 wurde er zur Ergänzungsgruppe 3 versetzt, von wo er im Dezember 1941 als Flugzeugführer zur 5. Staffel des Jagdgeschwaders 3 kam. Im August 1942 wurde er Führer der 5. Staffel. Am 21. Dezember 1942 wurde er nach 51 Luftsiegen mit dem Ehrenpokal der Luftwaffe und dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet, am 23. Dezember 1942 folgte das Ritterkreuz. Am 1. Februar 1943 wurde er zum Oberleutnant befördert, am 5. Juli 1943 errang er seinen 150. Luftsieg. Nach seinem 170. Luftsieg wurde er am 2. August 1943 als Oberleutnant mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Am 18. Oktober 1943 wurde er als Hauptmann Kommandeur der IV. Gruppe des Jagdgeschwaders 27 in Griechenland. Am 17. Dezember 1943 wurde er über Kroatien von einer Spitfire abgeschossen. Es gelang ihm, sich mit dem Fallschirm zu retten. Am Boden allerdings wurde er von Partisanen erschossen. Auf über 600 Feindflügen hatte er 188 Luftsiege errungen.

 

Ritterkreuz (23. Dezember 1942) Eichenlaub (2. August 1943)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011