Kemnade, Friedrich

 

* 12. Dezember 1911, Schwarmstedt

+ 29. Januar 2008, Hamburg

 

Friedrich Kemnade trat am 1. April 1931 in die Reichsmarine ein, wo er 1935 zum Leutnant zur See befördert wurde. 1936 wurde er Kommandeur der 1. Schnellbootsflottille. Bei Kriegsbeginn war er 1. Torpedo-Offizier und Adjutant auf dem Kreuzer Emden. Am 2. Oktober 1939 wurde er zum Kapitänleutnant befördert. Ab Mitte Mai 1940 war Friedrich Kemnade Chef der 3. Schnellbootsflottille und führte diese in Nord- und Ostsee, im Kanalgebiet und ab 1942 im Mittelmeer. Für die Erfolge der Flottille wurde ihm am 2. Februar 1942 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen, am 23. Juli 1942 folgte das Ritterkreuz. Am 1. April 1943 folgte die Beförderung zum Korvettenkapitän, am 27. Mai 1943 wurde ihm als Chef der 3. Schnellbootsflottille das Eichenlaub verliehen. Gleichzeitig erhielt er das Schnellbootskriegsabzeichen mit Brillianten. Ab Juli 1943 war er Referent in der Seekriegsleitung. Nach der Kapitulation wurde er Verbindungsoffizier des OKM zur alliierten Marinekommission. Am 27. Februar 1946 wurde er dann aus der Gefangenschaft entlassen.

Nach dem Krieg wurde Kemnade erst Vertreter, dann Bezirksdirektor und schließlich Direktionsassistent der Allianz-Versicherung. Ab 1952 führte er seine eigene Filiale. Am 1. April 1956 trat er in die neu gegründete Bundesmarine ein. 1958 wurde er Kommandeur der Schnellboote. Nach diversen Kommandos wurde er am 30. September 1970 als Flottenadmiral in den Ruhestand verabschiedet.

 

Ritterkreuz (23. Juli 1942) Eichenlaub (27. Mai 1943)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011