Jodl, Ferdinand

 

* 10. Mai 1896, Landau in der Pfalz

† 9. Juni 1956, Essen

 

Ferdinand Jodl trat nach seiner Kadettenausbildung am 15. August 1914 trat er dann als Fähnrich in die königlich bayerische Armee ein. Dabei kam er zum 4. Königlich Bayerisches Feldartillerie-Regiment. Im Frühjahr 1915 kam er zu seinem Regiment an die Front. Bei diesem Regiment wurde er am 19. September 1914 zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 10. Februar 1914 festgelegt. Später wurde das Rangdienstalter auf den 1. September 1915 korrigiert. Zu dieser Zeit hatte man ihm bereits das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Er wurde in der Folgezeit auf verschiedenen Positionen in seinem Regiment eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde er bis zum Ende des Krieges auch noch mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse und anderen Orden ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde er nach einer gewissen Zeit beim Freikorps in das Reichsheer übernommen. Im Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er dabei im Reichswehr-Artillerie-Regiment 21 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres kam er dann zum 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment. Bei diesem wurde er dann die nächsten Jahre als Batterieoffizier eingesetzt. Zumindest zwischen 1924 und dem 30. September 1926 gehörte er zur 6. Batterie vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Landberg am Lech. Im Sommer 1925 wurde er bei dieser zum Oberleutnant befördert, wobei das Rangdienstalter auf den 1. April 1925 festgelegt wurde. Am 1. Oktober 1926 wurde er dann zur 7. (Bayer.) Fahr-Abteilung nach München versetzt. Er wurde bei dieser dann am 1. April 1927 zum Adjutant ernannt. Am 1. Oktober 1927 wurde er dann zur Führergehilfenausbildung zum Stab der 6. Division der Reichswehr nach Münster versetzt. Am 1. Oktober 1929 wurde er zur 1. Batterie vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Münster versetzt. Von dort wurde er zur Kommandantur Berlin kommandiert, bevor er am 1. Oktober 1930 in das Reichswehrministerium (RWM) in Berlin kommandiert wurde. Verzeichnet wurde er jetzt bei der 4. Batterie vom 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment in Münster. Am 1. Februar 1931 wurde er zum Hauptmann befördert. Am 1. April 1932 wurde er dann auch offiziell in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt in der Abteilung Fremde Heere (T 3) vom Truppenamt (TA) eingesetzt. Im Sommer 1934 wurde er dann zum Batteriechef im 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment ernannt. Bei der Erweiterung der Reichswehr am 1. Oktober 1934 wurde er dann dadurch zum Batteriechef im Artillerie-Regiment Nürnberg ernannt. Im Sommer 1935 wurde er dann als Taktiklehrer zur Kriegsakademie nach Berlin versetzt. Als solcher wurde er am 1. Januar 1936 zum Major befördert. Am 1. August 1938 wurde er dann zum Ia vom Generalkommando XII. Armeekorps ernannt. In dieser Funktion wurde er am 1. Januar 1939 zum Oberstleutnant i.G. befördert. Als solcher wurde er dann bei Beginn des 2. Weltkrieges an der Westfront eingesetzt. Danach nahm er in dieser Funktion auch im Frühjahr 1940 am Westfeldzug teil. Bereits jetzt wurden ihm beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Am 1. Juni 1940 wurde er dann zum Chef des Generalstabes vom XII. Armeekorps ernannt. Am 25. Oktober 1940 wechselte er dann als Chef des Generalstabes zum Generalkommando XXXXIX. Gebirgs-Armeekorps. Mit diesem war er stark eingebunden in die Vorbereitung zur Besetzung von Gibraltar. Am 1. November 1940 wurde er dort zum Oberst i.G. befördert. Am 6. Januar 1942 wurde er abgelöst. Er wurde jetzt zum Chef des Generalstabes der Armee Lappland ernannt. Am 1. Februar 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Durch die Umbenennung des Stabes wurde er dann im Juni 1942 zum Chef des Generalstabes der 20. Gebirgs-Armee ernannt. Am 11. April 1943 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Am 1. September 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 1. März 1944 wurde er abgelöst und in die Führerreserve versetzt. Am 21. April 1944 wurde er mit der Führung des XIX. Gebirgs-Armeekorps beauftragt. Am 1. September 1944 wurde er zum General der Gebirgstruppe befördert. Ab Ende November 1944 wurde er durch die Umbenennung seines Stabes zum Oberbefehlshaber der Armee-Abteilung Narvik ernannt. Am 13. Januar 1945 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Mit der Kapitulation geriet er dann in Gefangenschaft. Aus dieser wurde er im Sommer 1947 wieder entlassen.

 

Ritterkreuz (13. Januar 1945)