Jakwert, Josef

 

* 22. Juli 1914, Krickau

+ 21. Oktober 2003, Kulmbach

 

Josef Jakwert leistete 1936 bis 1938 seinen Wehrdienst bei der 14. / Infanterie-Regiment 7 ab. Am 27. August 1939 wurde er in die 76. Infanterie-Division einberufen und nahm mit dieser am Westfeldzug teil. Zum Unteroffizier befördert, nahm er ab Juni 1941 am Ostfeldzug teil und wurde 1942 zum Feldwebel befördert. In Stalingrad schwer verwundet, wurde er in die Heimat ausgeflogen und nach seiner Genesung im April 1943 zum Offiziersanwärter ernannt. Nach dem Besuch der Fahnenjunker-Schule kam er im Oktober 1943 als Fahnenjunker-Oberfeldwebel und Zugführer zur Panzerjäger-Kompanie 361. Im April 1944 konnte er bei Brody einen russischen Angriff zurückschlagen und dabei 7 feindliche Panzer abschießen. Einen weiteren Panzer vernichtete er im Nahkampf und befreite so den Divisionsstab aus der feindlichen Umklammerung. Für diese Leistung wurde ihm am 14. Mai 1944 als Oberfeldwebel das Ritterkreuz verliehen. Am 1. Oktober 1944 wurde er zum Leutnant befördert und Zugführer in der 2. / Panzerjäger-Abteilung 1562. Mit dieser kämpfte er Ende 1944 am Narew und 1945 in Ostpreußen. Für die Verteidigung des Flugplatzes Zinten bei Königsberg wurde er am 24. Februar 1945 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Bei diesem Abwehrkampf wurde er zum dritten mal verwundet und nach seiner Genesung noch als Oberleutnant an die Panzerjägerschule Milowitz bei Prag kommandiert. Insgesamt erzielte er 51 Panzerabschüsse an der Ostfront.

 

Ritterkreuz (14. Mai 1944) Eichenlaub (24. Februar 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011