Hilpert, Carl

 

* 12. September 1888, Nürnberg + Dezember 1948, russ. Gef. HilpertC-1.jpg (18655 Byte)

 

Carl Hilpert trat 1907 in das königlich bayerische Infanterie-Regiment 14 in Nürnberg ein. Hier wurde er 1909 zum Leutnant befördert und im Ersten Weltkrieg im Westen zum Oberleutnant. Nach Kriegsende wurde Carl Hilpert in die Reichswehr übernommen  und im Infanterie-Regiment 21 Kompaniechef und Regimentsadjutant. Von 1922 bis 1925 war er im Reichswehr-Ministerium tätig und kam anschließend nach Stuttgart in den Generalstab des Wehrkreiskommandos V. Hier übernahm er u.a. die Ausbildung der jungen Fühergehilfen. 1928 wurde er zum Major befördert und in den Generalstab zum Infanterie-Führer VII nach München versetzt. 1932 wurde er zum Oberstleutnant befördert und 1935 Kommandeur der Infanterie-Regiments 35 in Tübingen. Hier wurde er auch zum Oberst befördert. 1937 kehrte er als Chef des Generalstabes des IX. Armeekotrps in Kassel wieder in den Generalstab zurück. Hier wurde er 1939 zum Generalmajor befördert. Bei Kriegsbeginn wurde Hilpert Stabschef der Armeeabteilung A. Nach der Auflösung der Armeeabteilung A war Generalmajor Hilpert ab dem 25. Oktober 1939 vorübergehend im Stab des Grenzabschnitts Süd-Krakau tätig, ehe er im Februar 1940 als Chef des Generalstabes der im Westen eingesetzten 1. Armee wurde. Hilpert wurde am 1. Oktober 1940 zum Generalleutnant befördert und folgte am 26. Oktober 1940 Feldmarschall von Witzleben, der den Befehl über die Heeresgruppe D übernahm, als Chef des Stabes. 1942 brachte Generalleutnant Hilpert die Versetzung als Führer des LIV. AK an die Ostfront, dann übernahm er im August das XXII. AK, nachdem er am 1.   September1942 zum General der Infanterie befördert worden war. Im Januar 1943 hatte er mit seinem zur "Korpsgruppe Hilpert" verstärkten Korps schwere Abwehrkämpfe an den Ssinjawinohöhen vor Leningrad zu bestehen. Anschließend bewährte er sich im Sommer 1943 erneut bei der Abwehr weit überlegener sowjetischer Kräfte zwischen Wolchow und Schlüsselburg als Kommandierender General des XXXXIV. AK. Für diese Leistung erhielt er am 22. August 1943 das Ritterkreuz verliehen. Am 1. April 1944 übernahm er den Befehl über das I. Armeekorps, das er im Sommer 1944 aus der drohenden Umklammerung bei Polozk führte. Heirfür wurde ihm am 8. August 1944 das Eichenlaub verliehen. Im September 1944 wurde Hilpert Kommandierender General der 16. Armee. Im März 1945 wurde er schließlich Kommandeur der Heeresgruppe Kurland. Am 1. Mai 1945 wurde er noch zum Generaloberst befördert, bevor er am 8. Mai 1945 seine Truppen in die russische Gefangenschaft führte. Auch hier versuchte er noch, sich für seine Soldaten einzusetzen, was ihm im April 1946 die Überstellung in ein Moskauer Gefängnis einbrachte. Nach Aussagen von Kameraden soll er hier an Weihnachten 1948 verstorben sein.

Ritterkreuz ( 22. August 1943) Eichenlaub (8. August 1944)