Harmel, Heinz

 

* 29. Juni 1906, Metz + 2. September 2000, Krefeld harmel.jpg (20175 Byte)

 

Heinz Harmel trat 1926 als Einjährig-Freiwilliger in das Infanterie-Regiment 6 ein. Nach Ablauf seiner Laufzeit verlängerte er, wurde Unteroffizier und 1928 als Oberfeldwebel der Reserve entlassen. Im Anschluß wurde Harmel Industriearbeiter, bevor er 1935 als einfacher Soldat der SS-Verfügungstruppe beitrat. Auf Grund seiner Ausbildung wurde er schnell zum Offizier befördert, bei Kriegsausbruch war er bereits Hauptsturmführer und Kompaniechef im SS-Regiment "Deutschland".Während des Westfeldzuges war Harmel Chef der 9. Kompanie und während des Balkanfeldzuges wurde Harmel am 12. April 1941 zum Kommandeur des II. Bataillons des SS-regiments "Der Führer" ernannt. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion wurde Harmel am im Winter 1941/42 Kommandeur des SS-Grenadier-Regiments "Deutschland". Im Juni 1942 wurde Harmel zum Obersturmbannführer ernannt. Am 19. Februar 1943 stieß er mit einem Bataillon und einer Panzerkompanie seines Regiments in den Ort Otrada Pereschtschepino vor und vernichtete dort ein russisches Regiment. Durch den weiteren Vorstoß auf Dimitrijewka-Golubowka machte er den Angriff seiner Division auf Pawlograd möglich. Hierfür wurde ihm am 31. März 1943 das Ritterkreuz verliehen. Am 30. Juli 1943 konnte Harmel mit dem I. Bataillon seines Regiments einen russischen Einbruch bei Stepanowka abriegeln. Bei desem Angriff, bei dem es auch zu Nahkämpfen kam, fuhr sein Schützenpanzer zweimal auf eine Miene, ohne daß Harmel verwundet worden wäre. Für das Abriegeln der Front wurde ihm am 7. September 1943 das Eichenlaub verliehen.  Am 20. April 1944 wurde Harmel zum Oberführer der Waffen-SS ernannt. Außerdem wurde er Kommandeur der neuen SS-Panzerdivision "Frundsberg". Nach der alliierten Invasion in der Normandie wurde die Division nach Frankreich verlegt und an der Invasionsfront eingesetzt. Nach dem Durchbruch der Alliierten und der Einkesselung deutscher Truppen bei Falaise gelang es Harmel, seine Division aus dem Kessel zu befreien. Im September 1944 wurde er für die Kämpfe in Frankreich und Belgien zum Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS befördert. Nach der Schlacht um Arnheim wurde Harmel am 15. dezember 1944 die Schwerter verliehen. Anfang 1945 wurde die die SS-Panzerdivision "Frundsberg" nach Osten verlegt und dort im März 1945 eingekesselt. Entgegen des Haltebefehles brach Harmel mit seiner Division nach Westen aus. Für diese Eigenmächtigkeit wurde er seines Kommandos enthoben und zum Kommandeur der SS-Junkerschule Klagenfurt ernannt. Dort bildete er auf eigene Faust eine motorisierte Kampfgruppe und rückte mit dieser an die Front ab. Er geriet im Mai 1945 in britische Gefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er Handelsvertreter.

 

Ritterkreuz (31. März 1943) Eichenlaub (7. September 1943) Schwerter (15. Dezember 1944)