Hotzy, Otto

 

* 24. April 1887, Wien

+ 1. Februar 1953, Hadersdorf am Kamp in Niederösterreich

 

 

Otto Hotzy trat am 18. August 1907 als Kadett-Offiziersstellvertreter in das Infanterie-Regiment Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfälisches) Nr. 15 ein. Am 1. April 1908 wurde er in das Landwehr-Infanterie-Regiment 18 versetzt und dort am 13. November 1908 zum Fähnrich und am 1. Mai 1909 zum Leutnant befördert. Am 20. September 1909 folgte die Versetzung in das Infanterie-Regiment von Grolmann (1. Posensches) Nr. 18. Am 1. Mai 1909 zum Leutnant befördert, diente er ab dem 1. Januar 1913 als Regiments-Pionier-Offizier beim Stab des Regiments und wurde am 1. Mai 1914 zum Oberleutnant befördert. Am 2. August 1914 zog er mit seinem Regiment ins Feld an die Ostfront, wo er bereits am 6. September 1914 bei Gorczekow in russische Gefangenschaft geriet. Am 14. Juni 1918 wurde er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Am 17. Juni 1918 zum Hauptmann befördert, wurde Otto Hotzy noch auf dem Weg zurück nach Deutschland in Bosnien zur Partisanenbekämpfung eingesetzt. Ab dem 19. November 1918 diente er als Kompanie-Offizier im Volkswehr-Bataillon XV. Am 29. Oktober 1919 wurde er zum Schützen-Regiment 1 und am 13. Juli 1920 zum Radfahr-Bataillon 3 versetzt, folgte am 1. September 1920 die Übernahme in das österreichische Bundesheer. Ende September 1920 wurde er in das Infanterie-Regiment 6 versetzt und dort am 8. Juli 1921 zum Major befördert.  Am 1. März 1923 wurde ihm der Titel des Stabshauptmanns verliehen (am 7. August 1926 wieder aufgehoben). Ab dem 1. August 1928 war er Kompanie-Kommandant im Infanterie-Regiment 6 und ab dem 1. Januar 1932 Offizier z.b.V. beim Stab des Regiments. Am 30. Dezember 1932 in die 5. Kompanie versetzt, folgte am 1. März 1933 die Versetzung in den Stab des Infanterie-Regiments 6. Am 18. Dezember 1934 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant und ab dem 1. Juni 1937 war er Kommandant des IV. Bataillons des Regiments. Am 15. März 1938 wurde er in die Wehrmacht übernommen und am 1. August 1938 in den Stab des Infanterie-Regiments 84 versetzt. Am 10. November 1938 folgte die Versetzung in den Stab des Infanterie-Regiment 28. Am 20. April 1939 wurde er zum Oberst befördert. Am ersten Tag der Mobilmachung, dem 26. August 1939, wurde Otto Hotzy Kommandeur des Infanterie-Regiments 472. Mit dem Regiment nahm er am Polenfeldzug teil. Während des Westfeldzuges verblieb das Regiment in der Saarpfalz zur Sicherung der deutschen Westgrenze und kehrte im Juli 1940 nach Polen zurück. Am 14. September 1940 wurde er bei einem PKW-Unfalls schwer verletzt und nach einem Lazarett-Aufenthalt in die Führerreserve versetzt. Am 19. August 1941 übernahm er das Kommando über das Infanterie-Ersatz-Regiment 239. Ab dem 19. Dezember 1941 kommandierte er das Infanterie-Regiment 556, welches in Lothringen aus Ersatztruppenteilen aufgestellt wurde. Am 5. Januar 1942 erkrankte er so schwer, dass er in das Infanterie-Ersatz-Regiment 239 versetzt werden musste. Am 1. April 1942 wurde er zum Generalmajor befördert und in die Führerreserve versetzt. Am 11. Mai 1942 folgte die Kommandierung zum Militärbefehlshaber Frankreich und ab dem 10. Juli 1942 die Verwendung als Feldkommandant 811. Ab de 9. Januar 1943 war er Feldkommandant 619 in Mosyr, bis er am 7. Dezember 1943 erneut in die Führerreserve versetzt wurde. Am 15. Januar 1944 wurde er mit der Wahrung der Geschäfte des Feldkommandanten 725 betraut und am 3. April 1944 zum Feldkommandanten 725 befördert. Am 13. November 1944 in die Führerreserve versetzt, folgte am 31. März 1945 seine Verabschiedung aus dem Militärdienst.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10847 Hei - Kar

Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955

http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/HOTZY_OTTO.html