Hitter, Alfons

 

* 4. Juni 1892, Hochstatt / Elsaß

† 11. März 1968, Bonn

 

Alfons Hitter war während des Ersten Weltkriegs Leutnant der Reserve im Fußartillerie-Regiment 10. Nach dem Krieg wurde er aus der Armee entlassen, trat aber am 1. Mai 1922 als Leutnant wieder in die Reichswehr ein. Er kam dabei in das 6. (Preuß.) Artillerie-Regiment 6. Am 1. Dezember 1936 zum Major befördert, wurde er Kommandeur der I. Abteilung des Artillerie-Regiments 62. Am 1. März 1937 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant. Bei Kriegsbeginn war er Kommandeur des Artillerie-Regiments z.b.V. 613, wo er am 1. März 1940 zum Oberst befördert wurde. Am 1. Dezember 1940 übernah er das Kommando über das Artillerie-Regiment 178, mit dem er ab Juni 1941 in Rußland kämpfte. Mit seinem Regiment zeichnete er sich besonders während der Schlacht um Wjasma besonders aus, so daß er am 14. Dezember 1941 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Am 1. Februar 1942 zum Artillerie-Kommandeur 112 ernannt, übernahm er am 2. Mai 1942 die Führung der 206. Infanterie-Division. Am 1. August 1942 wurde er dann Kommandeur der Division und gleichzeitig zum Generalmajor befördert. Am 1. März 1943 folgte die Beförderung zum Generalleutnant. Für die Abwehrleistungen seiner Division wurde er am 15. Dezember 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 11. Februar 1944 wurde er erneut namentlich im Wehrmachtsbericht genannt: "Im mittleren Frontabschnitt hat sich die unter dem Befehl des Generals der Infanterie Jordan kämpfende niedersächsische 131. Infanteriedivision unter Generalleutnant Hitter besonders ausgezeichnet." Am 4. Juni 1944 folgte die Verleihung des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Am 28. Juni 1944 geriet er nach der Einnahme von Witebsk durch die Rote Armee in Gefangenschaft, aus der er im Oktober 1955 entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (14. Dezember 1941) Eichenlaub (4. Juni 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011
Dermont Bradley, Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale des Heeres 1921-1945 Band 5: Von Haack - Hitzfeld, Biblio-Verlag 1999