von Heygendorff, Ralph

 

* 15. August 1897, Dresden 

+ 10. Dezember 1953, Remscheid

 

Ralph von Heygendorff trat am 22. August 1914 als Fahnanjunker in das 1. kgl. sächs. Leib-Grenadier-Regiment 100 ein. Am 17. Oktober 1914 wurde er zum Fahnenjunker-Kursus nach Döberitz kommandiert Am 2. März 1915 wurde er dann als Zugführer zum Regiment ins Feld geschickt und am 16. April 1915 zum Leutnant befördert. Am 16. Januar 1916 wurde er zum Infanterie-Regiment 193 versetzt und am 1. Juli 1916 Adjutant und Kompaniechef beim Feld-Rekrutendepot der 23. Infanterie-Division. Nach weiteren Versetzungen wurde von Heygendorff zur 46. Landwehr-Infanterie-Brigade versetzt und dort stellvertretender Adjutant. Auch nach dem Krieg blieb er bei dieser Einheit, die nun 46. Freiwilligen-Landwehr-Infanterie-Brigade hieß. Am 1. Juli 1919 wurde er Adjutant beim Infanterie-Führer 28 und am 15. August 1919 zwecks Demobilisierung aus Litauen zum Truppenübungsplatz Zeithain abtransportiert. Dort wurde er dann aber in die Reichswehr übernommen und am 27. September 1919 Ordonnanz-Offizier beim Wehrkreis-Kommando IV.   Am 21. November 1919 folgte seine Versetzung zum Infanterie-regiment 24 versetzt. Am 20. Oktober 120 wurde er in diesem Regiment zum Adjutanten des II. Bataillons ernannt und am 1. Januar 1921 Adjutant des Ausbildungs-Bataillons des Infanterie-Regiments 10.   Am 1. Oktober 1923 folgte seine Kommandierung zur Führergehilfen-Ausbildung beim Stab der 4. Division und im Anschluß zur II. Abteilung des Artillerie-Regiments 4. Nach verschiedenen Dienststellungen im Infanterie-Regiment 10 ab dem 1. Oktober 1925 wurde er am 1. Oktober 1930 in das Reichswehrministerium versetzt und am 1. Februar 1933 Regimentsadjutant im Infanterie-Regiment 10. Am 1. Dezember 1935 erneut zum Reichswehrministerium kommandiert, wurde er am 1. März 1936 zum Major befördert und am 6. Oktober 1936 Adjutant beim Generalkommando des VIII. Armeekorps. Am 1. April 1939 zum Oberstleutnant befördert, wurde Ralph von Heygendorff 1. Gehilfe des Militärattachés in Moskau und ab dem 15. August 1940 Adjutant beim Generalkommando des stellvertretenden VII. Armeekorps. Am 22. Mai 1941 wurde er als Oberst in die Abteilung Ausland ins OKW versetzt und am 8. März 1942 in die Führerreserve des OKH. Von hier aus wurde er am 5. Mai 1942 zur Bataillonsführerschule nach Mourmelon kommandiert, um am 16. Juli 1942 Kommandeur des Infanterie-Regiments 181 zu werden. Am 21. September 1942 wurde er Kommandeur der Ostlegion und am 20. April 1943 Kommandeur der Freiwilligen-Stammdivision. Am 1. Juni 1943 folgte die Beförderung zum Generalmajor befördert und am 1. Februar 1944 Kommandeur der Freiwilligen-Verbände des OKH. Am 21. Mai 1944 übernahm er das Kommando über die 162. turkvölkische Infanterie-Division. Am 1. Juli 1944 in die Führerreserve versetzt, wurde er am 5. Juli 1944 Kommandeur der 237. Infanterie-Division und am 12. Juli 1944 Kommandeur der 162. turkvölkischen Infanterie-Division. Am 4. Mai 1945 geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er am 5. Dezember 1947 entlassen wurde.