Heß, Richard

 

* 25. Mai 1872, 

† 1946, Russland

 

Richard Heß wurde am 23. März 1891 in der Königlich Preußischen Armee zum Sekondeleutnant befördert. Am 13. September 1899 wurde er zum Oberleutnant befördert. Anfang 1904 folgte seine Beförderung zum Hauptmann. Vor dem 1. Weltkrieg gehörte er im Sommer 1914 zum Magdeburgisches Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold von Bayern“ Nr. 4. Am 18. November 1914 wurde er zum Major befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch mit vielen anderen Orden ausgezeichnet. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er beim Stab vom Befehlshaber der Artillerie der Reichswehr-Brigade 1 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zum Stab vom Artillerieführer I nach Königsberg. Bei diesem wurde er dann Ende 1920 zum Oberstleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Oktober 1920 festgelegt. Am 1. Januar 1922 wurde er zum Oberst befördert. Als solcher wurde er am 1. Februar 1923 als Nachfolger von Oberst Curt von Dewitz zum Kommandeur vom 2. (Preußisches) Artillerie-Regiment in Schwerin ernannt. Diese Position behielt er dann für die nächsten Jahre. 1925 ist er aus dem Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde ausgetreten. Am 31. Januar 1927 gab er sein Kommando über das 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment an Oberst Otto von Hüpeden ab. Er wurde dafür am 1. Februar 1927 unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor in den Stab vom Gruppenkommando 2 nach Kassel versetzt. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. November 1926 festgelegt. Am 1. April 1927 wurde er als Nachfolger von Generalmajor Curt von Dewitz zum Kommandeur der Artillerieschule in Jüterbog ernannt. Als solcher wurde er dann am 1. Januar 1929 zum Generalleutnant befördert. Am 30. September 1929 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde er von der Roten Armee verhaftet und nach Russland verschleppt. In dieser Gefangenschaft ist er dann 1946 verstorben.