von Hartlieb genannt Walsporn, Max

 

* 20. Oktober 1883, Hienheim, Kreis Kelheim (Bayern)

† 25. Juli 1959, Starnberg

 

Max von Hartlieb genannt Walsporn trat am 1. Oktober 1904 als Einjährig Freiwilliger in die Württembergische Armee ein. Er kam dabei zum 9. Württembergisches Infanterie-Regiment Nr. 127. Anfang Februar 1905 entschied er sich dann für die Offizierslaufbahn und wurde zum Fahnenjunker ernannt. Am 15. Juni 1905 wurde er zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 27. Januar 1906 zum Leutnant befördert. Als solcher wurde er dann als Kompanieoffizier im 9. Württembergisches Infanterie-Regiment Nr. 127 eingesetzt. Am 1. September 1909 wurde er für etwas mehr als ein Jahr zum Königlich Preußisches Eisenbahn-Regiment Nr. 1 kommandiert. Am 1. Oktober 1910 kehrte er wieder zum 9. Württembergisches Infanterie-Regiment Nr. 127 zurück. Am 1. März 1912 wurde er dann für anderthalb Jahre zum Militärgymnasium kommandiert. Dabei wurde er am 18. Juli 1913 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1913 kehrte er wieder zum 9. Württembergisches Infanterie-Regiment Nr. 127 zurück und wurde gleichzeitig zum Regimentsadjutant ernannt. Auch bei Ausbruch des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 blieb er weiter als solcher eingesetzt. Am 27. Februar 1915 wurde er in dieser Funktion zum Hauptmann befördert. Am 1. Januar 1916 wurde er dann als solcher zum Ersatztruppenteil vom 9. Württembergisches Infanterie-Regiment Nr. 127 versetzt. Ende Oktober 1916 kehrte er dann als MG-Offizier zum Regimentsstab vom 9. Württembergisches Infanterie-Regiment Nr. 127 zurück an die Front. Ende des Jahres 1916 übernahm er dann auch als Kommandeur das II. Bataillon seines Regiments. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuze noch einige weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem ersten Weltkrieg wurde er dann ab Dezember 1918 als Kompaniechef im I. Bataillon vom Württembergisches Sicherheitsregiment 3 in Ulm eingesetzt. Im Mai 1919 wurde er dann als Hauptmann mit seiner Kompanie in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er jetzt als Kompaniechef im I. Bataillon vom Reichswehr-Schützen-Regiment 26 eingesetzt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er weiter als Kompaniechef in diesem Regiment eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres wurde er dann als Kompaniechef in das 13. (Württembergisches) Infanterie-Regiment übernommen. Am 1. Oktober 1921 wurde er dann zum Sanitäts-Kraftfahrpersonal der 5. Sanitäts-Abteilung nach Stuttgart kommandiert. Im Sommer 1922 wurde er dann zur 5. Kraftfahr-Abteilung versetzt. Bei dieser wurde er dann ab dem 1. Oktober 1923 als Kompaniechef der 2. (Württemb.) Kompanie in Ulm eingesetzt. Am 1. April 1926 wurde er in den Abteilungsstab der 5. Kraftfahr-Abteilung in Stuttgart-Cannstatt eingesetzt. Am 1. April 1927 wurde er dann zum 3. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt. Etatmäßig gehörte er jetzt bei diesem zur 1. Eskadron in Stendal. Von dort wurde er als Ausbilder für Kraftfahrangelegenheiten zur Kavallerieschule kommandiert. Dabei wurde er am 1. Juli 1927 auch zum Major befördert. Als solcher wurde er dann am 1. April 1928 für ein halbes Jahr zur Kommandantur vom Truppenübungsplatz Sennelager versetzt. Am 1. Oktober 1928 wurde er dann zum Regimentsstab vom 11. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Neustadt in Oberschlesien versetzt. Am 1. Oktober 1929 wurde er dann in den Stab der I. Abteilung vom 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Stettin versetzt. Am 1. Oktober 1930 wurde er dann zum Kommandeur der 2. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung in Stettin ernannt. Als solcher wurde er dann die nächsten Jahre eingesetzt. Dabei wurde er am 1. Januar 1932 zum Oberstleutnant befördert. Zum Jahreswechsel 1933/34 gab er sein Kommando über die 2. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung an Oberstleutnant Kurt Brennecke ab. Dafür wurde er jetzt erneut in das RWM nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt als Offizier z.b.V. bei der Inspektion der Kraftfahrtruppen (In 6) eingesetzt. Dabei wurde er am 1. April 1934 zum Oberst befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment Meiningen in Meiningen ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände im Oktober 1935 gab er dieses Kommando bereits wieder ab und wurde dafür zum Kommandeur der 2. Panzer-Brigade ebenfalls in Meiningen ernannt. Dieses Kommando behielt er dann für die nächsten Jahre. Als solcher wurde er zum 1. April 1937 zum Generalmajor befördert. Im Frühjahr 1938 verlegte er mit seinem Stab nach Wien. Im Herbst 1938 gab er sein Kommando über die 2. Panzer-Brigade ab. Dafür wurde er jetzt zum Kommandeur der  5. Panzer-Brigade in Bamberg ernannt. Zum 1. April 1939 wurden ihm die Charakter als Generalleutnant verliehen. Am 1. August 1939 wurde er zum Generalleutnant befördert. Als Kommandeur der 5. Panzer-Brigade wurde er dann bei Beginn des 2. Weltkrieges im Polenfeldzug eingesetzt. Danach gab er Mitte Oktober 1939 sein Kommando ab. Dafür wurde er zum Kommandeur der 5. Panzer-Division ernannt. Diese führte er dann im Frühjahr 1940 in den Westfeldzug. Nach etwa zwei Wochen gab er sein Kommando über die 5. Panzer-Division bei Dünkirchen an Generalleutnant Joachim Lemelsen ab. Er wurde dafür in die Führerreserve versetzt. Im Juni 1940 wurde er dann zum Kommandeur der Division Nr. 179 in Weimar ernannt. Mitte Januar 1942 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er jetzt zum Kommandant des rückwärtigen Armeegebiets 585 (Korück 585) ernannt. Seinen Stab führte er dann im Südabschnitt der Ostfront unter der 6. Armee. Am 19. Mai 1942 wurde er verwundet und musste sein Kommando als Korück 585 abgeben. Er wurde daraufhin erneut in die Führerreserve versetzt. Sein Dienst wurde daraufhin durch das Stellvertretende Generalkommando XIII. Armeekorps in Nürnberg geregelt. Am 1. Februar 1943 wurde er dann zum Kommandant der Oberfeldkommandantur Krakau (OFK Krakau) ernannt. Anfang Juli 1943 wurde er dann durch die Umbenennung seines Stabes zum Kommandant der Oberfeldkommandantur 226 (OFK 226) ernannt. Mitte Oktober 1944 wurde er dann durch die erneute Umbenennung seines Stabes zum Kommandeur der Division z.b.V. 602 ernannt. Bei der Kapitulation der Wehrmacht Anfang Mai 1945 geriet er dann in westalliierte Gefangenschaft. Aus dieser wurde er 1947 wieder entlassen.