Hansen, Christian

 

* 10. April 1885, Schleswig

† 7. August 1972, Garmisch-Partenkirchen

 

Christian Hansen trat am 1. März 1903 in das Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 ein. Bei diesem Regiment wurde er am 18. August 1904 zum Leutnant befördert wurde. Im gleichen Regiment wurde er am 18. August 1912 zum Oberleutnant befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er in den verschiedensten Stabsstellen eingesetzt. Am 8. November 1914 wurde er zum Hauptmann befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er mit beiden Eisernen Kreuzen ausgezeichnet. Danach wurde er in die Reichswehr übernommen. Zuerst wurde er im Stab der 6. Division der Reichswehr eingesetzt. 1922 wurde er zum Chef der 3. Batterie vom 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment ernannt. Am 1. Februar 1925 gab er seine Batterie ab und wurde das nächste halbe Jahr beim Stab der 1. Division der Reichswehr eingesetzt. Danach folgten einige Verwendungen im Stabsdienst. Am 1. Februar 1926 wurde er zum Major befördert. Ab 1928 wurde er dann wieder beim 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment eingesetzt. 1929 war er dann Chef der 2. Batterie vom 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment. 1930 war er dann beim Stab des Gruppenkommando 1 im Einsatz. Am 1. Dezember 1930 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Er wurde jetzt in das 5. (Hess.-Württ.) Artillerie-Regiment versetzt. Ab dem 1. Oktober 1932 wurde er für ein Jahr als Lehrgangsleiter bei der Artillerie-Schule Jüterbog verwendet. Am 1. April 1933 wurde er zum Oberst befördert. Am 1. Oktober 1933 wurde er zum Kommandeur vom 1. (Preuß.) Artillerie-Regiment ernannt. Dieses Kommando behielt er bis zum 6. Oktober 1936 inne. Dabei wurde er am 1. April 1936 zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er an diesem 6. Oktober 1936 zum Kommandeur der 25. Infanterie-Division in Ludwigsburg ernannt. Als solcher wurde er am 1. März 1938 zum Generalleutnant befördert. Bei Beginn des 2. Weltkriegs bezog er mit seiner Division Stellungen im Westen. Am 15. Oktober 1939 gab er dann sein Kommando ab. Er wurde gleichzeitig zum Kommandierenden General des X. Armeekorps ernannt. Als solcher nahm er dann am Westfeldzug teil und wurde mit den Spangen zu beiden Eisernen Kreuzen ausgezeichnet. Außerdem wurde er am 1. Juni 1940 zum General der Artillerie befördert. Ab Juni 1941 nahm er mit seinem X. Armeekorps am Russlandfeldzug teil. Mit diesem war er am Angriff auf Nordrussland beteiligt. Am 3. August 1941 wurde er bereits mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 20. April 1943 wurde ihm auch noch das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Erst am 30. Oktober 1943 gab er das Kommando über sein Korps ab. Er wurde dafür mit der Führung der 16. Armee beauftragt. Am 4. November 1943 wurde er dann zum Oberbefehlshaber der 16. Armee ernannt. Anfang Juli 1944 musste er krankheitsbedingt sein Kommando abgeben und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 31. Dezember 1944 wurde er in den Ruhestand versetzt.

 

Ritterkreuz (3. August 1941)