von Goßler, Konrad

 

* 8. November 1881, Zichtau (Kreis Gardelegen)

† 9. September 1939, Berlin-Grunewald

 

Konrad von Goßler trat 1902 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 1. Brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 2. In diesem wurde er am 18. August 1902 zum Leutnant befördert. Im Herbst 1908 wurde er dann zum Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 5 versetzt. Bei diesem wurde er am 18. August 1910 zum Oberleutnant befördert. Im 1. Weltkrieg wurde er dann in den verschiedensten Generalstäben eingesetzt. Am 8. Oktober 1914 wurde er zum Rittmeister befördert. Bis zum Kriegsende wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch viele weitere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er dabei im Generalstab der 1. Kavallerie-Division in Frankfurt an der Oder eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann als Generalstabsoffizier zum Stab der 3. Kavallerie-Division in Weimar. Ab dem 1. November 1922 wurde er zum Eskadronchef im 14. Reiter-Regiment ernannt. Am 1. April 1923 wurde er zum Major befördert. Er war jetzt Chef der 1. Eskadron in Ludwigslust. Am 1. Oktober 1924 wurde er dann in den Generalstab der 5. Division der Reichswehr nach Stuttgart versetzt. In diesem wurde er die nächsten Jahre eingesetzt. Am 1. Februar 1929 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Oktober 1929 wurde er zum Chef des Stabes der 2. Kavallerie-Division in Breslau ernannt. Am 1. April 1931 wurde er zum Kommandeur vom 7. (Preuß.) Reiter-Regiment in Breslau ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1931 zum Oberst befördert. Am 1. Oktober 1932 wurde er dann in das Reichswehrministerium versetzt. Dort wurde er dann zum Leiter der Heeres-Abteilung (T 1) ernannt. Am 1. Februar 1934 wurde er als Nachfolger von Oberst Erwin von Witzleben zum Infanterieführer VI in Hannover ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1934 zum Generalmajor befördert. Diese Position als jetzt getarnter Infanterieführer VI hatte er auch noch bei der Erweiterung der Reichswehr am 1. Oktober 1934 inne. Am 1. Februar 1935 wurde er dann zum Artillerieführer VI ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände der Wehrmacht wurde er am 15. Oktober 1935 durch die Umbenennung seines Stabes zum Kommandeur der 19. Infanterie-Division ernannt. Als solcher wurde er am 1. Januar 1936 zum Generalleutnant und am 1. Februar 1938 zum General der Kavallerie befördert. Am 1. März 1938 gab er das Kommando an Generalmajor Günther Schwantes ab und wurde zum Oberkommando des Heeres nach Berlin versetzt. Dort wurde er zum Inspekteur der Inspektion Kavallerie (In 3) ernannt. Im November 1938 gab er seinen Posten ab und wurde zur Verfügung des Oberbefehlshaber des Heeres gestellt. Am 31. März 1939 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Kurz nach Beginn des 2. Weltkrieges ist er gestorben.