Gercke, Hubert

 

* 1. April 1881, Nikolaiken (Ostpreußen)

† 7. Dezember 1942, Görlitz

 

Hubert Gercke trat am 22. März 1899 als Fahnenjunker in die Kaiserliche Armee ein. Er kam dabei zum Ostpreußisches Jäger-Bataillon "Graf Yorck von Wartenburg" Nr. 1. Am 18. August 1900 wurde er in diesem zum Leutnant befördert. Er war der ältere Bruder des späteren General der Infanterie Rudolf Gercke. Als Adjutant wurde er am 18. Oktober 1909 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1913 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann im Stab des Bataillons eingesetzt. Im 1. Weltkrieg wurde er dann in verschiedenen Truppenkommandos eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde er neben beiden Eisernen Kreuzen und dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern noch mit weiteren Auszeichnungen bedacht. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er zuerst zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 39. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann als Kompaniechef zum 2. (Preuß.) Infanterie-Regiment. Nach dem 1. Oktober 1921 wurde er in den Stab vom I. Bataillon des 2. (Preuß.) Infanterie-Regiment versetzt. Dort wurde er am 1. Juli 1922 zum Major befördert. Als solcher wurde er 1925 zum Kommandeur des I. Bataillons vom 2. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Ortelsburg ernannt. Am 1. Oktober 1927 wurde er als Lehrer an die Infanterieschule Dresden versetzt. Dort wurde er am 1. Februar 1928 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Februar 1931 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Oberst zum Kommandeur vom 6. Infanterie-Regiment in Lübeck ernannt. Am 1. Oktober 1933 wurde er zum Generalmajor befördert. Ende Januar 1934 gab er das Kommando über das Regiment ab. Er wurde jetzt zum Artillerieführer II nach Stettin versetzt. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht. wurde er am 1. Oktober 1934 zum Artillerieführer II ernannt. Als solcher wurde er m 1. Juni 1935 zum Generalleutnant befördert. Bei der Enttarnung der Verbände am 15. Oktober 1935 wurde er dann automatisch zum Kommandeur der 2. Infanterie-Division ernannt. Am 31. März 1937 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines General der Infanterie verliehen. Später wurde er wieder zur Verfügung des Heeres gestellt. Mitte Mai 1940 wurde er mit der Aufstellung einer Infanteriedivision der 10. Welle beauftragt. Am 22. Mai 1940 wurde er zum Kommandeur der 278. Infanterie-Division ernannt. Bereits Mitte Juli 1940 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 10. Januar 1941 wurde er dann zum Kommandeur der Division z.b.V. 401 ernannt. Anfang des Jahres gab er dieses Kommando wieder ab. Er wurde dafür am 10. Januar 1940 zum Kommandeur der Kriegsgefangenen Wehrkreis I ernannt. Nach nur einen Monat gab er diesen Posten bereits wieder ab. Er wurde dafür am 10. Februar 1942 mit der Führung der Division Nr. 148 beauftragt. Am 1. April 1942 wurde er zum General der Infanterie z.V. befördert. Am 2. April 1942 gab er die Führung der Division wieder ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 30. Juni 1942 wurde er endgültig aus der Wehrmacht entlassen.