Gaedcke, Ludwig Heinrich (Heinz)

 

* 16. Januar 1895, Guben

+ 21. Dezember 1992, Waldesch

 

 

Ludwig Heinrich Gaedcke trat am 1. August 1925 in das Leib-Grenadier-Regiment König Friedrich Wilhelm III (1. Brandenburgisches) Nr. 8 ein. In diesem Regiment diente er die kommenden zehn Jahre und wurde am 1. September 1926 zum Fähnrich, am 1. August 1927 zum Oberfähnrich, am 1. Dezember 1927 zum Leutnant, am 1. Mai 1930 zum Oberleutnant und am 1. Mai 1935 zum Hauptmann befördert. Am 1. Oktober 1935 wurde er auf die Kriegsakademie und ab dem 12. Oktober 1937 in die Operations-Abteilung des Generalstabes des Heeres kommandiert. Am 1. April 1939 wurde er dann in den Generalstab des Heeres versetzt. Am 4. Juni 1940 folgte die Versetzung als Ia in den Generalstab der 25. Infanterie-Division. Hier wurde er am 1. Oktober 1940 zum Major und am 1. April 1942 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Februar 1942 wurde er in die Führerreserve versetzt und am 1. März 1943 zusammen mit seiner Beförderung zum Oberst Hörsaalleiter und Taktiklehrer an der Kriegsakademie. Am 7. März 1942 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Vom 5. Oktober bis 5. November 1943 war er mit der Wahrung der Geschäfte des Chefs des Generalstabes des XXIV. Panzerkorps beauftragt. Im Anschluss wurde er bis zum 25. Februar 1944 zur Vertretung des Chefs des Generalstabes des XI. Armeekorps kommandiert. Am 7. April 1944 wurde er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Nach dem Ausbruch aus dem Kessel von Tscherkassy in die Führerreserve versetzt, folgte am 20. Juli 1944 die Kommandierung zur Vertretung des Chefs des Generalstabes der 4. Armee. Ab dem 15. August 1944 diente er als Chef des Generalstabes der 6. Armee. Am 9. November 1944 zum Generalmajor befördert, geriet er bei Kriegsende in Gefangenschaft, aus der er am 7. November 1947 entlassen wurde.

Am 16. Juni 1956 trat Gaedcke als Brigadegeneral in die Bundeswehr ein und wurde Kommandeur der Heeres-Unteroffiziers-Schule I in Hannover. Ab dem 1. April 1957 war er Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Am 1. Januar 1958 folgte die Beförderung zum Generalmajor und am 1. Januar 1961 die zum Generalleutnant. Gleichzeitig am 1. Januar 1961 wurde er Kommandierender general des III. Korps in Koblenz. Am 31. März 1965 ist er aus dem Militärdienst ausgeschieden.

Ritterkreuz (7. April 1944)

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 3 Dahlmann - Fritzlaff, Biblio-Verlag 1994
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/GAEDCKE_LUDWIG.html