Fritz, Herbert

 

* 27. Oktober 1916, Düsseldorf

+ unbekannt

 

 

Herbert Fritz trat am 4. November 1937 in die 5. Kompanie des Infanterie-Regiments 13 ein. Am 1. Oktober 1938 wurde er zum Gefreiten befördert und zum Reserve-Offiziersanwärter ernannt. Am 1. Juni 1939 folgte die Beförderung zum Unteroffizier. Bei Kriegsbeginn war er Gruppenführer in seiner Kompanie. Am 1. Oktober 1939 wurde er MG-Zugführer und zum Feldwebel befördert. Am 18. Januar 1940 wurde Fritz in den Stab des Infanterie-Regiments 13 versetzt, am 2. Februar 1940 kam er in die 4. Kompanie des Regiments. Am 17. Februar 1940 wurde er zum Leutnant der Reserve befördert und nahm ab Mai 1940 am Westfeldzug teil. Am 25. Oktober 1940 wurde das Infanterie-Regiment 13 zum Gebirgsjäger-Regiment 13, Herbert Fritz dienste somit in der 4. / Gebirgsjäger-Regiment 13. 1941 nahm er am Balkanfeldzug und ab Juni 1941 am Rußlandfeldzug teil. Am 15. Februar 1942 wurde er zum Oberleutnant befördert und Führer der 3. Kompanie des Gebirgsjäger-Regiments 13. Am 14. Februar 1942 wurde ihm das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Am 1. April 1942 wurde er Chef der 2. Kompanie und am 1. Januar 1943 Chef der 17. (Stabs-) Kompanie des Gebirgsjäger-Regiments 13. Am 15. Mai 1943 zum Hauptmann befördert, nahm er vom 13. September bis zum 9. Oktober 1943 am Bataillonsführer-Lehrgang bei der Bataillons-Abteilungs-Führerschule teil. Am 26. Januar 1944 wurde er Führer des I. Bataillons. Am 26. und 27. Januar führte Herbert Fritz das Bataillon zum Angriff auf den Ort Wysselki, der nach Durchbrechen der russischen Frontlinie am 27. Januar genommen werden konnte. Damit war die Voraussetzung für das Einschließen russischer Truppenteile um Gaissin geschaffen. Hierfür wurde Herbert Fritz am 17. März 1944 das Ritterkreuz verliehen. Am 1. Mai 1944 wurde er Kommandeur des I. Bataillons. Am 10. Mai 1944 wurde er an der Front verwundet und in das Feld-Lazarett 6/532 eingeliefert. Am 20. Juli 1944 kam er in das Reserve-Lazarett I in Ludwigsburg. Am 9. November 1944 zum Major befördert, wurde er nach seiner Genesung 1945 Sachbearbeiter für Jäger- und Gebirgsjäger-Einheiten beim General der Infanterie und beim Chef des Generalstabes des Heeres.

Am 16. März 1958 trat Herbert Fritz als Major in die Bundeswehr ein und wurde S 3 ab der Infanterieschule in Mittenwald. Am 1. August 1960 zum Oberstleutnant befördert, wurde er Kommandeur des Gebirgsjäger-Bataillons 231 in Bad Reichenhall. Am 1. April 1963 wurde er Lehrgruppen-Kommandeur an der Schule für Innere Führung in Koblenz und am 1. April 1964 zum Oberst befördert. Am 1. Oktober 1967 wurde er Kommandeur der Gebirgsjäger-Brigade 22 in Mittenwald. Am 1. Oktober 1970 folgte die Beförderung zum Brigadegeneral und die Ernennung zum General für Ausbildung beim Heeresamt Köln. Vom 1. Oktober 1971 bis 31. März 1972 war er im Bundeswehramt Beauftragter für Erziehung und Bildung beim Generalinspekteur der Bundeswehr. Anschließend wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

Ritterkreuz (17. März 1944)