Frey, Albert

 

* 16. Februar 1913, Heidelberg

+ 1. September 2003, ???

 

Albert Frey trat im Dezember 1933 in Ellwangen in die SS-Standarte "Deutschland" der SS-Verfügungstruppe ein. Als SS-Oberscharführer wurde er 1937 an die SS-Junkerschule Braunschweig kommandiert, wo er als Lehrgangsbester am 12. März 1938 zum SS-Untersturmführer befördert wurde. Als Zugführer wurde er zur Leibstandarte SS "Adolf Hitler" kommandiert. Am 20. April 1939 wurde er zum SS-Obersturmführer befördert. Als Zugführer in der 9. Kompanie der Leibstandarte nahm er am Polenfeldzug teil. Während des Westfeldzuges war er Chef der 9. Kompanie. Am 9. November 1940 wurde er dann zum SS-Hauptsturmführer befördert. Als Chef der 1. Kompanie der Leibstandarte nahm er am Balkanfeldzug teil. Nach Beginn des Rußland-Feldzuges wurde er im Juli 1941 Kommandeur des III. Bataillons. Mit seinem Bataillon hatte er entscheidenden Anteil an der Bildung des deutschen Brückenkopfes über den Mius nördlich von Taganrog. In dem Brückenkopf wurde das Bataillon durch drei russische Panzerzüge schwer getroffen. Trotz schwerster Verluste konnten die drei Panzerzüge vernichtet werden. Für die Leistungen des Bataillons wurde Frey am 3. März 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 20. April 1942 wurde er dann zum SS-Sturmbannführer befördert. Im Juli 1942 übernahm er dann das I. Bataillon des neu aufgestellten I. Bataillon des SS-Panzergrenadier-Regiments 1. Für seine Leistungen während der der Schlacht zwischen Donez und Dnjepr Anfang 1943 wurde er am 3. März 1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Kurze Zeit später wurde er zum Kommandeur des SS-Panzergrenadier-Regiments 1 ernannt und am 21. Juni 1943 zum SS-Obersturmbannführer befördert. Nach einem kurzen Einsatz in Italien wurde er an der Ostfront Führer einer Kampfgruppe, bestehend aus seinem Regiment, einer Panther-Abteilung, einer Sturmgeschütz-Abteilung und einer Artillerie-Abteilung, die im Raum Kiew kämpfte. Für die Abwehr-Erfolge seiner Kampfgruppe erhielt er am 27. Dezember 1943 das Eichenlaub verliehen. Im März 1944 wurde ihm die Führung der 1. SS-Panzerdivision "Leibstandarte SS Adolf Hitler" übertragen, die im Raum Kamenez-Podolsk eingesetzt war. Ab Juni 1944 stand die Division an der Invasionsfront in Frankreich. Am 20. Juli 1944 wurde Albert Frey beim Abschuß seines Panzers schwer verwundet, so dass er sein Kommando abgeben musste. Am 1. August 1944 wurde er zum SS-Standartenführer befördert und in die Führerreserve der 6. SS-Panzerarmee versetzt. Bei Kriegsende war er Verbindungs-Offizier zur Gauleitung "Oberdonau". Bei der Kapitulation tauchte Frey unter, um so der Gefangenschaft zu entgehen. Anschließend flüchtete er ins Ausland.

 

Ritterkreuz (3. März 1943) Eichenlaub (20. Dezember 1943)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011