Werner Ewald

* 23.Oktober 1914, Manschnow, Kreis Lebus/Brandenburg

+ 5.Oktober 1993, Bonn

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Am 15. April 1936 als Fahnenjunker in die deutsche Wehrmacht eingetreten, diente Werner Ewald zunächst als bei der Nachrichtentruppe, im Luftnachrichtenregiment 1 in Dresden und Bernau. Dort wurde er am 1. Januar 1938 zum Leutnant befördert.
Als Nachrichtenoffizier kam er am 1. Juli 1939 zum II Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 2 nach Stendal und wurde im Oktober 1939 im Polenfeldzug eingesetzt. Im März 1940 zum Oberleutnant befördert stand er dann in der Festung Holland im Einsatz.
Mit dem Fallschirmjägerregiment 2 flog Ewald von Bulgarien aus zum Einsatz am Kanal von Korinth. Hier war er unter Oberst Sturm sehr erfolgreich und wurde mit dem EK 2 ausgezeichnet.
Auch im Angriff gegen die Inselfestung Kreta kämpfte er als Kompanieführer an der Front und errang das Eiserne Kreuz 1.Klasse, das ihm am 29. Mai 1941 verliehen wurde.
Im November 1941 wurde Werner Ewald zum Chef der 5. Kompanie das Fallschirmjägerregiments 2 ernannt und kämpfte mit seinem Verband am Mius und am Wolchow. Kurzzeitig mit der stellvertretenden Führung des III Bataillons betraut, wurde er am 1. Oktober 1942, mit der Beförderung zum Hauptmann, Führer des II Bataillon seines Regiments.
Im Südabschnitt der Ostfront stand er unter Führung von Oberst Kroh im schweren Abwehrkampf und erhielt am 29. März 1944 das Deutsche Kreuz in Gold.
Am 11. August 1944 wurde Werner Ewald Kommandeur seines Bataillons und kämpfte erst im Vorfeld der Festung Brest, dann in der Festung selbst. Hier warf er einen amerikanischen Angriff im Nordwesten der Stadt zurück und zeichnete sich bis zur Kapitulation von Brest am 20. September 1944 immer wieder aus.
Am 12. September 1944 erhielt Ewald das Ritterkreuz und wurde wegen Tapferkeit vor dem Feind zum Major befördert. Mit allen in der Festung gebliebenen Soldaten ging Werner Ewald in US-Gefangenschaft, aus der er am 23.Mai 1946 entlassen wurde.
Am 21. März 1956 trat Major Werner Ewald der neugegründeten Bundeswehr bei und leistete Dienst in den Aufnahmestellen Köln, Bremen und Wilhelmshaven.
Ab 1957 war er stellvertretender Kommandeur des Luftlande-Jägerbataillons 9, und ab 1959 Kommandeur der Flugmelde-Abteilung 341 in Osnabrück.
Am 10. Dezember 1959 folgte seine Beförderung zum Oberstleutnant.
Als Führer der Dienststelle des Kommandos der Luftwaffe in Porz-Wahn wurde er am 24. Oktober 1967 zum Oberst befördert. Seine letzte Dienststelle war das Bundeswehramt Bonn Bad Godesberg.

Ritterkreuz (12. September 1944)

Text: Dirk Müller , Quellen: „Verleugnete Vaterschaft“ (Kurowski), Geschichte des Fallschirmjägerregt.2, Foto: Bildpostkarte