Egger, Reinhard

 

* 11. Dezember 1905, Klagenfurt / Österreich

+ 10. Juni 1987, Seeboden / Österreich

 

Reinhard Egger trat am 18. April 1929 in das österreichische Alpenjäger-Regiment 11 ein, kam am 14. März 1938 als Feldwebel zum deutschen Heer und wurde am 1. Januar 1939 im Infanterie-Regiment 91 zum Leutnant befördert. Nach dem Polen- und Westfeldzug meldete er sich am 18. Juni 1940 freiwillig zur Fallschirmtruppe und wurde in die 10. Kompanie des Fallschirmjäger-Regiments 1 versetzt. Am 20. Mai 1941 sprang er als Kompaniechef bei Iraklion ab. Nach achttägigem Kampf um die Stadt konnte er diese mit seinem Männern stürmen, wobei er sich mehrfach persönlich auszeichnete. Am 9. Juli 1941 wurde ihm hierfür das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 1. Oktober 1941 zum Hauptmann befördert, kämpfte er mit seiner Kompanie vor Leningrad. Am 1. April 1942 folgte die Beförderung zum Major. Von Oktober 1942 bis Ende März 1943 war er Kommandeur des I. / Fallschirmjäger-Regiments 4. Ab Juli 1943 kämpfte er in Italien, wo ihm in der Cassino-Stellung am 24. Februar 1944 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen wurde. Am 1. Mai 1944 zum Oberstleutnant befördert, wurde ihm am 24. Juni 1944 als Führer des Fallschirmjäger-Regiments 4 das Eichenlaub des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 31. Juli 1944 geriet er in den Apennin in alliierte Gefangenschaft.

 

Ritterkreuz (9. Juli 1941) Eichenlaub (24. Juni 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011