Reichsfreiherr von Edelsheim, Maximilian

 

* 6. Juli 1897, Berlin

† 26. April 1994, Konstanz

 

Maximilian von Edelsheim trat bei Ausbruch des 1. Weltkrieges im August 1914 als kriegsfreiwilliger Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 2. Garde-Ulanen-Regiment in Berlin. Ab Februar 1915 wurde er bei diesem Regiment an der Front eingesetzt. Am 15. Dezember 1915 wurde er beim 2. Garde-Ulanen-Regiment zum Leutnant befördert. Das Patent wurde später auf den 21. Mai 1916 datiert. Das Rangdienstalter wurde später auf den 1. September 1915 festgelegt. Anfang 1917 wurde er in das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 59 versetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch weitere Auszeichnungen verliehen. Nach einer Zeit beim Freikorps Hülsen wurde er in das Reichsheer übernommen. Beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er zum 4. (Preuß.) Reiter-Regiment. Auch bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr blieb er weiter bei diesem Regiment. Er wurde bei diesem dann viele Jahre als Eskadronoffizier eingesetzt. Ab Anfang der zwanziger Jahre gehörte er mehrere Jahre zur Ausbildungs-Eskadron vom 4. (Preuß.) Reiter-Regiment in Potsdam. Im Sommer 1925 wurde er bei dieser auch zum Oberleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1925 festgelegt. Im Frühjahr 1928 gehörte er noch immer zur Ausbildungs-Eskadron vom 4. (Preuß.) Reiter-Regiment. Am 1. April 1929 wurde er dann in den Regimentsstab vom 2. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Osterode in Ostpreußen versetzt. Zum 1. April 1931 folgte dort seine Beförderung zum Rittmeister. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1931 für mehrere Jahre zum Chef der 4. Eskadron vom 4. (Preuß.) Reiter-Regiment in Perleberg ernannt. Bei der Erweiterung der Reichswehr wurde er dann am 1. Oktober 1934 zum Eskadronchef im Reiter-Regiment Potsdam ernannt. Am 15. Oktober 1935 wurde er Adjutant der 4. Reiter-Brigade in Potsdam. Dort wurde er am 1. März 1936 zum Major befördert. Durch die Umbenennung des Stabes kam er dann am 1. April 1936 zum Höheren Kavallerie-Offizier 4. Am 12. Oktober 1937 wurde er zum zum Höheren Kavallerie-Offizier 2 in Darmstadt versetzt. Im Sommer 1938 wurde er in das Kavallerie-Regiment 6 versetzt, wo er als Führer der II. Abteilung eingesetzt wurde. Am 10. November 1938 wurde er zum Kommandeur der Radfahr-Abteilung 1 in Tilsit ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1939 zum Oberstleutnant befördert. Die Abteilung führte er zum Beginn des 2. Weltkrieges in den Polenfeldzug. Dort wurden ihm bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Im Frühjahr 1940 führte er die Abteilung in den Westfeldzug. Ab dem 22. Juni 1941 nahm er am Russlandfeldzug teil. Für die Leistungen der Abteilung als Vorausabteilung wurde er am 30. Juli 1941 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 1. Oktober 1941 wurde er zum Oberst befördert und zum Kommandeur vom Reiter-Regiment 22 ernannt. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Dezember 1940 festgelegt. Anfang Januar 1942 wurde sein Regiment zum Schützen-Regiment 26 umbenannt, er blieb weiter der Kommandeur. Auch bei der Umbenennung des Regiments zum Panzer-Grenadier-Regiment 26 Anfang Juli 1942 blieb er weiter der Regimentskommandeur. Er führte das Regiment dann bis nach Stalingrad, wo er am 7. November 1942 mit der Führung der 20. Panzer-Grenadier-Brigade beauftragt wurde. Am 23. Dezember 1942 wurde er für die Leistungen des Panzergrenadier-Regiment 26 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Im November 1942 gab er sein Kommando ab und wurde aus dem Kessel von Stalingrad ausgeflogen. Er wurde jetzt in die Führerreserve versetzt. Er besuchte dann ab Mitte Januar 1943 für etwa vier Wochen den 1. Divisionsführerlehrgang in Döberitz. Danach erhielt er im Frühjahr 1943 in Frankreich die Aufgabe eine neue 24. Panzer-Division aufzustellen. Er wurde dann auch mit der Führung der Division beauftragt. Am 1. Juni 1943 wurde er zum Generalmajor befördert. Damit wurde er jetzt zum Kommandeur der 24. Panzer-Division ernannt. Ab September 1943 führte er die Division dann in Italien in den Einsatz. Noch im Herbst 1943 verlegte er wieder an die Ostfront. Am 21. Februar 1944 wurde er erstmals namentlich im Wehrmachtsbericht genannt: "Im Südabschnitt der Ostfront haben sich die bayerische 97. Jägerdivision unter Führung des Generalmajors Rabe v. Papenheim und die ostpreußische 24. Panzerdivision unter Führung des Generalmajors und Reichsfrhr. v. Edelsheim besonders ausgezeichnet." Am 1. März 1944 folgte seine Beförderung zum Generalleutnant. Am 1. August 1944 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Am 20. August 1944 wurde er mit der Führung vom XXIV. Panzerkorps beauftragt. Am 28. August 1944 wurde er erstmals in den Ergänzungen zum Wehrmachtsbericht genannt: "In den seit Ende Juli andauernden Kämpfen an San und Weichsel hat sich die bereits vielfach bewährte ostpreußische 24. Panzerdivision unter Führung von Generalleutnant Reichsfreiherr von Edelsheim erneut in Angriff und Abwehr hervorragend geschlagen." Am 22. September 1944 übernahm er die Führung des XXXXVIII. Panzerkorps. Am 17. Oktober 1944 wurde er dann erneut namentlich in der Ergänzung zum Wehrmachtsbericht genannt: "An der erfolgreichen Abwehr der nunmehr seit 5 Wochen währenden feindlichen Angriffe in den Ostbeskiden haben die tapferen Verbände des 24. Panzerkorps unter Führung des Generalleutnants von Le Suire und des Generalleutnants Freiherr von Edelsheim entscheidenden Anteil." Am 23. Oktober 1944 wurde er für die erwähnten Leistungen mit den Schwertern zum Ritterkreuz mit Eichenlaub ausgezeichnet. Am 1. Dezember 1944 wurde er schließlich zum General der Panzertruppen befördert. Damit wurde er dann zum Kommandierenden General des XXXXVIII. Panzerkorps ernannt. Anfang Mai 1945 übergab er die Führung über das Generalkommando an Generalleutnant Wolf Hagemann. Er selbst war jetzt mit der Führung der kapitulierenden Truppenteile der 12. Armee beauftragt. Am 7. Mai 1945 geriet er bei Tangermünde in amerikanische Gefangenschaft. Aus dieser wurde er im Frühjahr 1947 wieder entlassen.

 

Ritterkreuz (30. Juli 1941) Eichenlaub (23. Dezember 1942) Schwerter (23. Oktober 1944)