Eckhardt, Heinrich

 

* 3. November 1896, Böddiger / Kreis Melsungen

+ 15. Mai 1945 , Winterberg

 

Heinrich Eckhardt trat am 1. April 1914 als Einjährig-Freiwilliger in das Infanterie-Regiment 167 ein. Am 2. Dezember 1914 wurde er verwundet und zum Ersatz-Bataillon des Regiments versetzt. Von April bis Mai 1915 wurde er zum Offiziers-Aspiranten-Kursus im Sennelager kommandiert. Am 5. Mai 1915 zum Vizefeldwebel und am 22. Mai 1915 zum Leutnant der Reserve befördert, wurde er am 22. August 1915 zum Infanterie-Regiment 54 versetzt. Am 8. März 1919 trat er in das Freikorps Eulenburg ein. Am 1. Oktober 1920 wurde Heinrich Eckhardt als aktiver Leutnant in das Infanterie-Regiment 15 über, am 28. Januar 1921 kam er in das Infanterie-Regiment 3. Am 1. Mai 1923 wechselte er in den Stab des Regiments, wo er am 1. Januar 1925 zum Oberleutnant befördert wurde. Am 1. Juli 1926 wurde er Zugführer im Infanterie-Regiment 3. Im Oktober 1926 besuchte er eine Führergehilfen-Ausbildung beim Stab der 1. Division, ein Jahr später eine Führergehilfen-Ausbildung beim Stab der 2. Division. Am 1. Oktober 1928 wurde er dann in den Stab des Infanterie-Regiments 7 versetzt und am 1. Januar 1929 Kompaniechef in diesem Regiment. Am 1. April 1929 zum Hauptmann befördert, kam er am 1. Oktober 1934 zum Stab der Heeresdienststelle Breslau. Am 1. Mai 1935 wurde er Major beim Stab des Generalkommandos des VIII. Armeekorps und am 1. August 1935 zum Major befördert. Am 12. Oktober 1937 wurde er Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 38, an 1. April 1938 zum Oberstleutnant befördert und am 6. Februar 1940 Kommandeur des Regiments. Am 1. April 1941 zum Oberst befördert, wurde er am 20. Mai 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 25. April 1943 wurde er in die Führerreserve versetzt und am 17. Juli 1943 mit der Führung der 211. Infanterie-Division beauftragt. Am 1. Oktober 1943 wurde er Kommandeur der Division und gleichzeitig zum Generalmajor befördert. Am 1. April 1944 folgte die Beförderung zum Generalleutnant. Am 3. November 1944 wurde er mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 8. Mai 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft, in der er am 15. Mai 1945 verstorben ist.

 

Ritterkreuz (20. Mai 1942) Eichenlaub (3. November 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011