Dieckmann, August

 

* 29. Mai 1912, Cadenberg b. Hannover + 10. Oktober 1943, Dnjepr (gef) DieckmannA-1.jpg (18060 Byte)

 

August Dieckmann trat 1934 nach seiner Lehre zum Kaufmann in die SS-Verfügungstruppe ein und wurde 1936 zum Untersturmführer befördert. In den Jahren 1938/39 absolvierte er einen Heeres-Infanterie-Kurs sowie einen Pionierlehrgang. Bei Kriegsbeginn war er Hauptsturmführer und Kompaniechef im I. Bataillon des SS-Regiments Deutschland der SS-Verfügungstruppe. Nach dem Westfeldzug, in dem er sich mit seiner Einheit auszeichnete, wurde Dieckmann Führer eines Stamm-Bataillons, das in die SS-Division Wiking eingegliedert wurde. Während dieser Zeit war Dieckmann Waffenausbilder an der Junkerschule Braunschweig. Beim Überfall auf die Sowjetunion war Dieckmann Führer des eines Bataillons des SS-Regiments Germania. Im August 1941 wurde er leicht verwundet, blieb aber bei seinem Bataillon. Im Winter 1941/42 führte er die Gruppe Dieckmann, die im Rahmen der SS-Division Wiking an den Brennpunkten eingesetzt wurde. Am 26. dezember 1941 wurde er zum Sturmbannführer befördert und am 24. April 1942 erhielt er für die Abwehrerfolge seiner Gruppe das Ritterkreuz verliehen. Im Sommer 1942 zeichnete sich Dieckmanns Bataillon als Vorausabteilung der Division bei der Rückeroberung der Stadt Rostow aus. Bei der Abwehrschlacht um Charkow gelang es Dieckmanns Männern, inerhalb eines Monats über 100 feindliche Panzer zu vernichten und meherer russische Regimenter aufzureiben. Hierfür erhielt er am 16. April 1943 das Eichenlaub verliehen. Im März 1943 wurde Dieckmann Kommandeur des Regiments Westland. Am 16. August 1943 stieß Dieckmann mit seinem Panzerspähwagen mitten in einen russischen Panzerangriff, um die LAge zu erkunden. Beiseiner Rückkehr konnte er so sein Regiment optimal einsetzen. Am 2. September 1943 wurde Dieckmann durch einen Granatsplitter am Kopf und am Rücken verwundet, blieb aber noch drei Tage bei seiner Einheit, bis sich die Lage geklärt hatte. Am 21. Juni 1943 wurde Dieckmann zum Obersturmbannführer ernannt. Im Oktober 1943 erhielt Dieckmann den Befehl, für den Übergang über den Dnjepr die Insel in der Flußmitte zu nehmen. Nachdem der erste Angriff abgeschlagen worden war, führte Dieckmann seine Männer vier weitere Tage gegen die russischen Befestigungen. Am 10. Oktober 1943 wurde er dabei getötet. Posthum erhielt er die Schwerter verliehen.

 

Ritterkreuz (24. April 1942) Eichenlaub (16. April 1943) Schwerter (10. Oktober 1943) posthum