Danhauser, Paul
| * 2. August 1892, Regensburg + 11. Dezember 1974 | ![]() |
Paul Danhauser trat in das Kgl. Bayrische Infanterieregiment 15 ein und wurde 1913 zum Leutnant befördert. Während des I. Weltkriegs war er Kompaniefüher und wurde nach dem Krieg in die Reichswehr übernommen. Dort war er Regimentsadjutant, Kompaniechef und Bataillonskommandeur und wurde außerdem über einen längeren Zeitraum im Kriegsministerium tätig. Als Oberst befehligte er das IR 427 und erhielt als dessen Kommandeur am 10. Februar 1942 das Ritterkreuz. Er hatte sein Regiment und andere Truppenteile aus einem Kessel geführt und so der Vernichtung entzogen. Hierfür wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Später führte Danhauser die 256. und die 271. Infanterie-Division, bis er nach einer schweren Krankheit das Wehrkreiskommando XII übernahm. Bei Kriegsende war er Generalmajor und Feldzeugmeister des Heeres im OKH.
Nach dem Krieg wurde Paul Danhauser Polizeikommissar in Weimar. 1947 wurde er verhaftet, aber freigesprochen. Allerdings wurde er aus dem Polizeidienst freigesprochen. Das Angebot, eine Kompanie der Volkspolizei zu übernehmen, lehnte er mit der Aussage: "Ich habe angeblich bereits einem falschen Herrn gedient, nochmal geschieht dies nicht!" ab. 1950 floh Danhauser in den Westen.
Ritterkreuz (10. Februar 1942)