Dommeratzky, Otto

 

* 3. Mai 1916, Löderburg / Sachsen

† 13. Oktober 1944, Westfront (gefallen)

 

Otto Dommeratzky trat 1936 in die Luftwaffe ein und flog bei Kriegsbeginn in der II. / Lehr-Geschwader 2. Er flog über Polen und nahm am Westfeldzug teil. Im Herbst 1940 flog er über England und ab Juni 1941 in Rußland. Im Januar 1942 kam er zur 8. Staffel des Schlacht-Geschwaders 1 und zeichnete sich bei der Panzerbekämpfung besonders aus. Am 21. September 1942 wurde er mit dem Ehrenpokal der Luftwaffe ausgezeichnet, am 3. Oktober 1942 erhielt er das Deutsche Kreuz in Gold. Nach 425 Feindflügen und 20 Luftsiegen wurde ihm am 5. Januar 1943 als Oberfeldwebel das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Zum Leutnant befördert, wurde er im Frühjahr 1944 zur 6. Staffel des Schlacht-Geschwaders 2 versetzt und flog vorwiegend Jagdschutz für die Panzerjäger von Hans-Ulrich Rudel. Am 13. Oktober 1944 wurde er auf einem unbewaffneten Überführungsflug über Slawital von amerikanischen Jägern abgeschossen. Da er seinen 1. Wart mit in der Maschine hatte und dieser keinen Fallschirm trug, versuchte er eine Notlandung, was allerdings mißlang. Beide Männer kamen dabei ums Leben. Insgesamt hatte er 600 Feindflüge absolviert und 38 Luftsiege errungen. Posthum wurde er am 25. November 1944 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

Ritterkreuz (5. Januar 1943) Eichenlaub (25. November 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011