Dickfeld, Adolf

* 20. Februar 1910, Jüterbog DickfeldA-1.jpg (35136 Byte)

Adolf Dickfeld studierte Radiotechnologie, bevor er am 1. März 1937 der Luftwaffe beitrat. Bei Ausbruch des Krieges war er Pilot bei der III./JG  52. Am 16. August 1941 gelang ihm sein 10. Luftsieg. Bei Jahresende waren es bereits 37. Am 8. Mai 1942 gelang es ihm, elf Luftsiege auf einmal zu erringen, am 14. Mai errang er 10 Luftsiege und am 18. Mai 9 Luftsiege. Für 101 Luftsiege erhielt er am 19. Mai 1942 das Eichenlaub verliehen, außerdem wurde er zum Oberleutnant befördert. Nach längerer Abwesenheit kehrte er im August 1942 an die Front zurück. Als er das JG 52 im September wieder verließ, hatte er 128 Luftsiege errungen. Er wurde zum JG 2 nach Nord-Afrika kommandiert und übernahm dort die II. Gruppe. Dort gelangen ihm weittere fünf Luftsiege gegen westliche Gegner. Am 8. Januar 1943 wurde er bei einem Startunfall in Kairouan schwer verwundet. Am 17. April 1943 wurde Dickfeld Kommandeur der II. Gruppe des Jagdgeschwaders 11, das zur Reichsverteidigung in Nord-Deutschland lag. Am 18. Mai 1943 wurde er zum Major befördert. Kurz darauf wurde er bei einem Angriff auf schwere Bomber abgeschossen und verwundet. Nach seiner Wiedergenesung wurde er zum General für Führernachwuchs im Reichsluftfahrt-Ministerium und Reichs-Inspekteur der Flieger-Hitler-Jugend. Doch Alfred Dickfeld lag der Stabsdienst nicht, so dass er wieder an die Front versetzt wurde. Er flog Bü 181 mit Raketen gegen russische Panzer. Anschließend flog er die He 162, mit der er einen Luftsieg errang. Bei Kriegsende hatte er in 1.072 Einsätzen 136 Luftsiege errungen.

Ritterkreuz (19. März 1942) Eichenlaub (19. Mai 1942) 

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011