Bühlingen, Kurt

 

* 13. Dezember 1917, Granschütz / Sachsen + 11. August 1985, Nidda / Hessen  

 

Kurt Bühlingen trat im Oktober 1936 in die Fliegerersatzabteilung Oschatz in Sachsen ein. Er begann seine Karriere als 1. Wart und wurde bei Kriegsbeginn in die Jagdwaffe versetzt. Nach seiner Ausbildung zum Jagdflieger wurde er zum Obergefreiten befördert und im Juni 1940 zum Jagdgeschwader 2 an den Kanal versetzt. Am 4. September 1940 gelang ihm als Unteroffizier über England sein erster Luftsieg. Am 4. September 1941 wurde nach 21 Luftsiegen mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 15. April 1942 wurde er als Leutnant Chef der 4. Staffel im Jagdgeschwader 2. Im November 1942 verlegte er mit dieser nach Afrika. Von Dezember 1942 bis Mitte März 1943 gelangen ihm 40 Luftsiege über britische Flugzeuge. Am 3. Februar 1942 errang er dabei seinen 50. Luftsieg. Am 25. Juni 1942 wurde ihm das Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Wieder an den Kanal zurückgekehrt, übernahm er am 1. April 1943 als Hauptmann die II. Gruppe des Jagdgeschwaders 2. Nach 96 Luftsiegen wurde ihm am 2. März 1944 als Major das Eichenlaub verliehen. Am 28. April 1944 wurde er schließlich Kommodore des Jagdgeschwaders 2. Am 5. Juli 1944 errang er seinen 100. Luftsieg. Nach seinem 104. Luftsieg erhielt er am 14. August 1944 als Major das Eichenlaub mit Schwertern verliehen und wurde zum Oberstleutnant befördert. Im Mai 1945 geriet er in sowjetische Gefangenschaft, aus der er im Dezember 1949 entlassen wurde. Auf über 700 Feindflügen hatte er 112 Luftsiege errungen. Alle Luftsiege hatte er gegen westliche gegnererrungen, 24 Luftsiege waren gegen viermotorige Bomber errungen worden.

 

Ritterkreuz (4. September 1941) Eichenlaub (2. März 1944) Schwerter (14. August 1944)