Bork, Max Hermann Ferdinand

 

* 1. Januar 1899, Post Lasdehnen, Kreis Pillkallen (Ostpr.)

† 4. Juli 1973, Twielenfleth, Kreis Stade

 

Max Hermann Bork trat am 31. Juli 1916 als Fahnenjunker in die Kaiserlichen Armee ein. Er kam dabei zum 9. Westpreußisches Infanterie-Regiment Nr. 176. Nach etwa einem Jahr kam er dann kurz vor der Beförderung zum Fähnrich an die Front. Für die restliche Zeit vom 1. Weltkrieg diente er ausschließlich bei seinem Regiment. Am 20. November 1917 wurde er zum Leutnant ohne Patent befördert. Später wurde sein Patent auf den 12. September 1916 datiert. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet. Ihm wurden auch beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Krieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Bei der Bildung des 200.000 Mann-Übergangsheeres der Reichswehr im Frühjahr 1920 gehörte er zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 18. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann als Leutnant in das 6. Infanterie-Regiment übernommen. Sein Rangdienstalter wurde jetzt auf den 1. August 1917 festgelegt. Am 1. April 1921 wurde er dann in das 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment versetzt. In diesem diente er dann die nächsten Jahre als Kompanieoffizier. Im Frühjahr 1924 und 1925 gehörte er zur 1. Kompanie vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Marienburg. Am 31. Juli 1925 wurde er zum Oberleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1925 festgelegt. Am 1. Oktober 1925 wurde er dann in die 16. Kompanie vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment ebenfalls in Marienburg versetzt. 1926/27 wurde er dann in die 15. Kompanie vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment ebenfalls in Marienburg versetzt. Nach einem Jahr wurde er dann in die 3. Kompanie vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment ebenfalls in Marienburg versetzt. Am 1. Oktober 1928 wurde er dann zum Adjutant des I. Bataillons vom 3. (Preuß.) Infanterie-Regiment ebenfalls in Marienburg ernannt. Am 1. Oktober 1930 wurde er dann in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort gehörte er jetzt zur Abteilung Fremde Heere (T3). Von dort wurde er jetzt zur Führergehilfenausbildung in den Stab der 3. Division der Reichswehr kommandiert. Am 1. Oktober 1932 wurde er dann in das 3. (Preuß.) Reiter-Regiment versetzt. Von diesem wurde er zur Kommandantur Berlin kommandiert. Am 1. April 1933 wurde er dann auch zum Hauptmann befördert. Am 1. August 1933 wurde er in den Stab der 6. Division der Reichswehr nach Münster versetzt. Bei der Erweiterung der Reichswehr kam er dann am 1. Oktober 1934 zum Befehlshaber im Wehrkreis VI, er trug inzwischen bereits die Uniform eines Führungsstabsoffiziers. Durch dessen Umbenennung im Frühjahr 1935 gehörte er dann zum Generalkommando VI. Armeekorps. Bei der Enttarnung der Verbände kam er dann am 15. Oktober 1935 als Kompaniechef zum Infanterie-Regiment 23. Am 1. August 1936 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Major i.G. zum 1. Generalstabsoffizier (Ia) der 9. Infanterie-Division ernannt. Nach dem Anschluss Österreichs im Frühjahr 1938 wurde er am 1. April 1938 zum Ia der 45. Infanterie-Division in Linz ernannt. Am 24. November 1938 wurde er dann in die 5. Abteilung unter dem Oberquartiermeister I (OQu I) vom Oberkommando des Heeres versetzt. Dort wurde er dann zum Führergeburtstag 1939 zum Oberstleutnant i.G. befördert, wobei sein Rangdienstalter auf den 1. April 1939 festgelegt wurde. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er dann in Stab des Chefs des Transportwesens im Oberkommando des Heeres (OKH) versetzt. Dort wurde ihm dann bereits nach dem Polenfeldzug die Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse verliehen. Mitte Januar 1940 wurde er dann zum Chefs der Feldtransportabteilung beim Chef der Transportwesens im OKH ernannt. Für seine Leistungen im Westfeldzug erhielt er dann seine Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse. Am 1. August 1941 wurde er zum Oberst i.G. befördert. Mitte Januar 1942 wurde er abgelöst und dafür zum Chef des Generalstabes vom LIII. Armeekorps im Mittelabschnitt der Ostfront ernannt. Am 16. August 1942 wurde ihm das Deutsches Kreuz in Gold verliehen. Mitte Februar 1943 wurde er abgelöst und in die Führerreserve versetzt. Am 10. März 1943 wurde er zum Chef des Generalstabes der 6. Armee ernannt. Als solcher wurde er Führergeburtstag 1943 zum Generalmajor befördert, wobei sein Rangdienstalter auf den 1. April 1943 festgelegt wurde. Mitte April 1944 wurde er abgelöst und erneut in die Führerreserve versetzt. Nach wenigen Tagen wurde er zur Einarbeitung zum Wehrkreiskommando vom Generalgouvernement kommandiert. Am 5. Mai 1944 wurde er dann zum Chef des Stabes vom Wehrkreiskommando Generalgouvernement ernannt. Am 21. April 1944 wurde er für seine vorherige Tätigkeit erstmals zum Ritterkreuz vorgeschlagen, was aber Anfang Juni 1944 abgelehnt wurde. Am 1. Juli 1944 wurde er zum Generalleutnant befördert. Mitte August 1944 wurde er abgelöst und erneut in die Führerreserve versetzt. Mitte September 1944 wurde er dann zum Kommandeur der neuen 47. Volks-Grenadier-Division ernannt. Damit wurde er auch zum Kommandant von Nordjütland ernannt. Für seine vorherige Tätigkeit beim Abwehr mehrerer Angriffe auf die Flanken der 1. Armee Mitte März 1945 wurde er erneut zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes vorgeschlagen. Am 31. März 1945 wurde er dann mit der Führung vom XIII. Armeekorps beauftragt. Bis zum Kriegsende wurde er nochmals zum Ritterkreuz vorgeschlagen, aber wegen Formfehlern und den Wirren der letzten Kriegstage es aber nicht verliehen bekam. Er ist aber in den ersten Jahren mit dem Verleihungsdatum vom 11. Mai 1945 für eine Tat als Divisionskommandeur der 47. Volks-Grenadier-Division verzeichnet. Mitte April 1945 gab er sein Kommando ab und übernahm dafür das Kommando über das Korps Bork. Mit diesem wurde er dann im Südabschnitt eingesetzt. Dort erteilte er Anfang Mai 1945 den Befehl zur Verteidigung von Salzburg. Die Annahme des Befehls wurde aber vom Kampfkommandant verweigert. Bei Kriegsende kam er dann in westalliierte Gefangenschaft. Erst im Frühjahr 1948 wurde er aus dieser entlassen.

 

Ritterkreuz (11. Mai 1945)