von Böckmann, Herbert

 

* 24. Juli 1886, Bremen

† 10. März 1974, Baden-Baden

 

Herbert von Böckmann trat am 14. März 1905 mit dem Charakter als Fähnrich in die Württembergische Armee ein. Er kam dabei zum Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109. In diesem wurde er am 18. August 1906 zum Leutnant befördert. Am 1. Oktober 1913 wurde er zur Kriegsakademie kommandiert. Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde sein Lehrgang abgebrochen. Er wurde dann als Oberleutnant und Pilot eingesetzt. Im Herbst 1915 wechselte er dann in den Generalstab. Dort wurde er am 22. März 1916 zum Hauptmann befördert. Er wurde dann den restlichen Krieg in verschiedenen Generalstäben eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde er neben beiden Eisernen Kreuzen noch mit einigen anderen Orden ausgezeichnet. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er dann in das Reichsheer übernommen. Dabei kam er dann zuerst zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 5. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann als Kompaniechef zum 9. (Preuß.) Infanterie-Regiment. Am 1. Oktober 1921 gehörte er dann als Generalstabsoffizier zum Stab vom Gruppenkommando 1 in Berlin. Ein Jahr später wurde er dann in das Reichswehrministerium versetzt. Im Frühjahr 1923 wurde er dann in den Generalstab vom Infanterieführer I nach Allenstein versetzt. Im Herbst 1925 wurde er dann als Chef der 2. Kompanie vom 14. (Badisches.) Infanterie-Regiment in Meiningen ernannt. Als solcher wurde er dann am 1. Februar 1929 zum Major befördert. Im Frühjahr 1929 wurde er dann in das Reichswehrministerium versetzt. Dort wurde er anfangs in der Völkerbunds-Abteilung (Gruppe Heer) (VH), später VGH, eingesetzt. Am 1. Oktober 1932 wurde er dann in den Stab der 3. Division der Reichswehr versetzt. Dort wurde er am 1. Juni 1933 zum Oberstleutnant befördert. Während der Phase der Erweiterung der Reichswehr wurde er im Reichswehrministerium eingesetzt. Dort wurde er am 1. Juni 1935 eingesetzt. Am 1. Oktober 1935 wurde er zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment Allenstein ernannt. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er dann am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom 2. (Preuß.) Infanterie-Regiment in Allenstein ernannt. Im Herbst 1938 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür jetzt zum Chef des Generalstabes vom I. Armeekorps ernannt. Anfang 1939 wurde er dann zum Generalmajor befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. August 1938 festgelegt. Kurz vor dem Beginn des 2. Weltkrieges wurde er dann zum Chef des Generalstabes der 3. Armee ernannt. Dabei wurden ihm bereits beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Durch die Umbenennung des Stabes wurde er Anfang Oktober 1939 zum Chef des Stabes vom Grenz-Abschnittskommando Nord ernannt. Noch im gleichen Monat wurde er dann zum Kommandeur der 11. Infanterie-Division ernannt. Seine Division führte er dann zuerst im Westfeldzug in den Kampf. Danach wurde er am 1. August 1940 wurde er zum Generalleutnant befördert. Zu Beginn des Ostfeldzuges führte er dann seine Division beim Angriff auf Nordrussland. Am 4. Dezember 1941 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Ende Januar 1942 gab er sein Kommando ab. Er wurde dann in die Führerreserve versetzt. Im Frühjahr 1942 wurde er dann mit der Führung vom L. Armeekorps beauftragt. Dabei wurde er dann am 1. April 1942 zum General der Infanterie befördert. Damit wurde er dann auch zum Kommandierenden General des L. Armeekorps ernannt. Im Sommer 1942 gab er sein Kommando ab und wurde erneut in die Führerreserve versetzt. Am 31. März 1943 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

 

Ritterkreuz (4. Dezember 1941)