von Blomberg, Werner
| * 2. September 1878, Stargard † 14. März 1946, Nürnberg |
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Werner von Blomberg trat als Offizierssohn am 13. März 1897 nach dem Besuch der Haupt-Kadettenanstalt in Groß-Lichterfelde als Sekondeleutnant in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 1. Hannoversches Füsilier-Regiment Nr. 73. In diesem wurde er dann auch zum Leutnant befördert. 1904 heiratete er eine Offizierstochter, aus dieser Ehe gingen 5 Kinder hervor. Im Herbst 1904 wurde er zur Kriegsakademie kommandiert. Am 18. Mai 1907 wurde er zum Oberleutnant befördert. 1908 wurde er dann für drei Jahre zum großen Generalstab kommandiert. Dort wurde er am 20. März 1911 zum Hauptmann befördert. Erst Anfang 1914 erhielt er wieder ein Truppenkommando als Chef einer Kompanie vom Infanterie-Regiment Nr. 130. Bei Ausbruch wurde er dann zum Ia der 19. Reserve-Division ernannt. Diese Position behielt er dann für fast zwei Jahre, wobei ihm auch beide Eisernen Kreuze verliehen wurden. Er wurde dabei auch am 22. März 1916 zum Major befördert. Im Sommer 1916 wurde er dann zum Ia des XVIII. Reserve-Korps ernannt. Im Herbst dieses Jahres wurde ihm das Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern verliehen. Ab Februar 1917 wurde er dann zum Ia der 7. Armee ernannt. Im Juni 1918 wurde ihm der Pour le mérite verliehen. Im gesamten Krieg wurden ihm noch viele weitere Orden verliehen. Seine beiden Brüder sind in diesem Krieg gefallen. Nach dem Krieg wurde er als Major in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin versetzt. Dort wurde er am 1. Oktober 1920 zum Oberstleutnant befördert. Mitte Juni 1921 wurde er dann als Nachfolger von Oberst Erich Wöllwarth zum Chef des Stabes der 5. Division der Reichswehr ernannt. Im Januar 1925 wurde er dann wieder in das Reichswehrministerium versetzt. Dort wurde er zum Chef der Heeres-Ausbildungsabteilung (T 4) ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1925 zum Oberst befördert. Am 1. April 1927 wurde er zum Chef vom Truppenamt (TA) ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1928 zum Generalmajor befördert. Am 1. Oktober 1929 wurde er unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalleutnant als Nachfolger von Generalleutnant Friedrich Freiherr von Esebeck zum Kommandeur der 1. Division der Reichswehr in Königsberg ernannt. Damit wurde er gleichzeitig auch zum Befehlshaber vom Wehrkreis I ernannt. 1932 gehörte er zur deutschen Delegation bei der Abrüstungskonferenz in Genf. Ebenfalls 1932 starb seine Frau. Ende Januar 1933 musste er sein Kommando an Generalleutnant Walther von Brauchitsch abgeben. Nur wenige Stunden vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde von Blomberg am 30. Januar 1933 von Paul von Hindenburg aus der Reichswehr verabschiedet. Ihm wurden gleichzeitig die Charakter als General der Infanterie verliehen. Am gleichen Tag wurde er dann zum Reichswehrminister ernannt. Entgegen der Erwartung schloss er sich aber eng mit Hitler zusammen. Bereits Mitte Mai 1933 wurde er geheim zum Reichsverteidigungsminister und Befehlshaber der gesamten Wehrmacht ernannt. Am 31. August 1933 wurde er zum Generaloberst befördert. Proteste gegen die Ermordung der Generale von Schleicher und von Bredow im Zusammenhang mit dem "Röhm-Putsch" und gegen die Entfernung jüdischer Offiziere wurden von ihm unterdrückt. Nach dem Tod von Hindenburg veranlasste von Blomberg die persönliche Vereidigung der Reichswehr auf Hitler. Am 1. Juni 1935 wurde er dann zum Oberbefehlshaber über die gesamte Wehrmacht ernannt. Am 20. April 1936 wurde von Blomberg an Hitlers Geburtstag zum ersten Generalfeldmarschall der Wehrmacht befördert. Am 1. Juni 1936 wurde er dann zum Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht ernannt. Am 30. Januar 1937 wurde ihm das Goldene Parteiabzeichen der NSDAP verliehen. 1937 wurde er auch zum Chef des Infanterie-Regiment 73 ernannt. Im Januar 1938 heiratet er mit den Trauzeugen Hitler und Göring eine ehemalige Prostituierte, was ihm dann wegen verschärfter Heiratsvorschriften für Wehrmachtsangehörige zum Verhängnis wurde. Am 26. Januar 1938 ist er von seinen Posten zurückgetreten. Als letzte Bezeugung der Loyalität gegenüber Hitler schlug er diesen selbst als seinen Nachfolger vor. Der ganze Vorgang ist auch als Blomberg-Fritsch-Affäre in die Geschichte eingegangen.
Obwohl Blomberg nach 1938 nicht mehr verwendet wurde, wurde er nach dem Kriegsende 1945 von den Alliierten als Kriegsverbrecher verdächtigt und verhaftet. Für den Hauptkriegsverbrecherprozess in Nürnberg wurde von Blomberg als Zeuge vor das Internationale Militärtribunal zitiert und inhaftiert. Im März 1946 ist er in Nürnberg in einem amerikanischen Militärlazarett gestorben.