Berthold, Gerhard

 

* 12. März 1891, Schneeberg, Sachsen

† 14. April 1942, Korolewka bei Juchnow (gefallen)

 

Gerhard Berthold trat am 1913 als Fahnenjunker in die Königlich Sächsische Armee ein. Am 17. Juni 1914 wurde er im 3. Königlich Sächsisches Infanterie-Regiment "König Ludwig III von Bayern" Nr. 102 zum Leutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 24. Juni 1912 festgelegt. Während des 1. Weltkrieges wurde er in verschiedenen Funktionen in seinem 3. Königlich Sächsisches Infanterie-Regiment "König Ludwig III von Bayern" Nr. 102 eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet. Ihm wurden neben beiden Eisernen Kreuze noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dort diente er beim Übergangsheer im Reichswehr-Infanterie-Regiment 24. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in das 10. (Sächs.) Infanterie-Regiment übernommen. Bei diesem wurde er dann Ende 1920 zum Oberleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 20. Juni 1918 datiert. Ende 1921 wurde er dann in das 11. (Sächs.) Infanterie-Regiment versetzt. Dort wurde er jetzt als Kompanieoffizier eingesetzt. Im Frühjahr 1924 gehörte er zur 12. (MG.) Kompanie vom 11. (Sächs.) Infanterie-Regiment in Leipzig. Im Frühjahr 1925 gehörte er zur 4. Eskadron vom 3. (Preuß.) Reiter-Regiment in Stendal. Im Frühjahr 1926 gehörte er zum Regimentsstab vom 11. (Sächs.) Infanterie-Regiment in Leipzig. Am 1. Dezember 1926 wurde er zum Hauptmann befördert. Anfang 1927 wurde er zum Stab der 1. Division der Reichswehr nach Königsberg versetzt. Im Frühjahr 1928 und 1929 gehörte er dann zur Ausbildungs-Eskadron vom 2. (Preuß.) Reiter-Regiment in Allenstein. 1929 wurde sein Rangdienstalter auf den 1. Januar 1926 korrigiert. Am 1. April 1930 wurde er dann in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er in der Wehrmachts-Abteilung (W) eingesetzt. Am 1. Mai 1932 wurde er dann zum Chef der 1. Kompanie vom 10. (Sächs.) Infanterie-Regiment in Dresden ernannt. Am 1. April 1933 wurde er zum Major befördert. Bei der Erweiterung der Reichswehr war er am 1. Oktober 1934 noch immer Kompaniechef im Infanterie-Regiment Dresden. Am 1. Juli 1935 wurde er dann in den Generalstab des Heeres versetzt. Dort wurde er am 1. Oktober 1935 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Oktober 1937 wurde er dann zum 1. Generalstabsoffizier (Ia) vom VIII. Armeekorps in Breslau ernannt. Als solcher wurde er am 1. März 1938 zum Oberst i.G. befördert. Am 10. November 1938 wurde er abgelöst und dafür in den Regimentsstab vom Infanterie-Regiment 17 nach Braunschweig versetzt. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er dann am 26. August 1939 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 82 ernannt. Dieses Regiment führte er dann zuerst im Polenfeldzug ins Gefecht. Bereits dabei wurden ihm beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Am 1. Dezember 1939 gab er sein Kommando ab und wurde dafür zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 17 ernannt. Dieses sollte er dann die nächsten anderthalb Jahre kommandieren. Er führte das Regiment dann zuerst im Frühjahr 1940 in den Westfeldzug. Zum Beginn des Sommers 1941 führte er sein Regiment dann im Ostfeldzug beim Angriff auf Mittelrussland. Am 15. August 1941 musste er sein Kommando abgeben und übernahm dafür die Führung über die 31. Infanterie-Division. Mit seiner Beförderung zum Generalmajor am 1. September 1941 wurde er dann auch zum Kommandeur der 31. Infanterie-Division ernannt. Am 4. Dezember 1941 wurde ihm als Divisionskommandeur das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 20. Januar 1942 wurde er kurzzeitig auch mit der Führung vom XXXXIII. Armeekorps beauftragt. Danach übernahm er wieder sein Kommando über die 31. Infanterie-Division. Am 14. April 1942 ist er bei der Winterschlacht um die Saizewa-Gora bei Juchnow in der Nähe der Rollbahn Roslawl-Juchnow gefallen. Posthum wurde er dann ein Jahr später noch zum Generalleutnant befördert, wobei sein Rangdienstalter auf den 1. April 1942 festgelegt wurde.

 

Ritterkreuz (4. Dezember 1941)