Back, Hans-Ulrich

 

* 26. August 1896, Saarbrücken

† 14. Februar 1976, Hagen

Hans-Ulrich Back trat am 4. August 1914 als Freiwilliger Fahnenjunker in die Türkische Armee ein. Am 19. Oktober 1914 wurde er zum Fahnenjunker im 1. Hannoverisches Infanterie-Regiment Nr. 74 der Kaiserlichen Armee ernannt. Am 30. Juli 1915 wurde er zum Leutnant befördert. Beim 1. Hannoverisches Infanterie-Regiment Nr. 74 kam er dann auch an die Front. Im Krieg wurde er mehrmals verwundet, wofür im das Verwundetenzeichen in Silber verliehen wurde. Außerdem wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch weitere Auszeichnungen für seine Leistungen im Ersten Weltkrieg verliehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er nach einer kurzen Zeit beim Freikorps in das Reichsheer übernommen. Dabei wurde er dann beim Übergangsheer im Frühjahr 1920 beim Reichswehr-Infanterie-Regiment 19 eingesetzt. Am 30. Juni 1920 wurde er aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Oberleutnant verliehen. Kurz darauf wechselte er zur Polizei über. Bei dieser wurde er dann am 20. Juni 1921 zum Oberleutnant der Polizei befördert. Am 30. Juni 1926 wurde er zum Hauptmann der Polizei befördert. Im Herbst 1935 wechselte er dann wieder zur Wehrmacht über. Er kam dabei zum Infanterie-Regiment 60. Am 1. Januar 1936 wurde er in diesem zum Major befördert. Am 12. Oktober 1937 wechselte er zum Kavallerie-Schützen-Regiment 4 über. Am 1. Februar 1938 wurde er dann zum Kommandeur des I. Bataillon vom Schützen-Regiment 2 ernannt. Am 1. Februar 1939 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Vor Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 wurde er mit der Führung vom Schützen-Regiment 2 beauftragt. In dieser Funktion führte er das Regiment dann in den Polenfeldzug. Dabei wurde ihm die Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Danach übernahm er dann wieder sein I. Bataillon. Im Frühjahr 1940 führte er das Bataillon in den Westfeldzug. Am 5. August 1940 wurde ihm das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Am 9. August 1940 wurde er zum Kommandeur vom neuen Schützen-Regiment 304 ernannt. Dieses Regiment führte er dann im Frühjahr 1941 im Balkanfeldzug. Im Sommer 1941 griff er mit seinem Regiment auch im Ostfeldzug beim Angriff auf Südrussland ein. Nach einer kurzen Auffrischung in Frankreich kam das Regiment dann im Herbst im Mittelabschnitt der Ostfront zum Einsatz. Am 1. Januar 1942 wurde er dann zum Oberst befördert. Am 23. Juli 1942 gab er die Führung seines Regiments ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Mitte September 1942 wurde er zum Kommandeur der 11. Panzer-Grenadier-Brigade ernannt. Anfang November 1942 gab er die Führung ab und wurde erneut in die Führerreserve versetzt. Am 15. November 1942 wurde er zum Kommandeur der Schnellen Truppen XVII ernannt. Am 1. November 1943 übernahm er die Führung der 16. Panzer-Division. Am 31. Januar 1944 wurde er namentlich im Wehrmachtsbericht genannt: "Die westfälische 16. Panzerdivision unter Führung von Oberst unter Führung des Generalmajors Back und ein unter der Führung des Oberstleutnants Bäke stehendes schweres Panzerregiment haben sich hier besonders bewährt." Am 1. Februar 1944 wurde er zum Generalmajor befördert und damit zum Kommandeur der 16. Panzer-Division ernannt. Mitte August 1944 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Anfang September 1944 wurde er dann für einen Monat zum Kommandeur der Panzertruppen X in Hamburg ernannt. Am 9. Oktober 1944 wurde zum Kommandeur der 178. Panzer-Division ernannt. Am 1. Januar 1945 wurde er zum Kommandeur der Panzer-Division Tatra ernannt. Mit deren Umbenennung wurde zum Kommandeur der 232. Panzer-Division. Am 28. März 1945 wurde er an der Raab in Ungarn schwer verwundet. Nach seiner Genesung wurde er von den Besatzungstruppen nicht mehr verhaftet.

 

Ritterkreuz (5. August 1940)