Alt, Erich

 

* 26. Juni 1887, Nicolai in Schlesien

+ 22. August 1966, Oberstedten im Taunus

 

 

Erich Alt trat am 10. März 1907 als Fahnenjunker in das Grenadier-Regiment König Friedrich Wilhelm II (1. Schlesisches) Nr. 10 ein, in dem er am 18. Oktober 1907 zum Fähnrich und am 18. August 1908 zum Leutnant befördert wurde. Am 1. September 1913 wurde er an die Luftschiffer-Lehranstalt kommandiert und am 2. August 1914 in das Luftschiffer-Ersatz-Bataillon 1 versetzt. Am 11. August 1914 wurde er als Kompanie-Führer in das Grenadier-Regiment König Friedrich Wilhelm IV (1. Pommersches) Nr. 2 versetzt, bis er am 5. November 1914 in das Luftschiffer-Ersatz-Bataillon 2 versetzt wurde. Ab dem 17. Dezember 1914 diente er als Beobachter bei der Luftschiffer-Abteilung 9, wo er am 25. Februar 1915 zum Oberleutnant befördert wurde. Am 12. April 1915 wurde er Beobachter bei der Feldflieger-Abteilung 27, später bei der Feldflieger-Abteilung A 266. Ab dem 4. Oktober 1917 wat er dann stellvertretender Führer der Feldflieger-Abteilung A 253. Am 28. November 1917 zum Hauptmann befördert, war er am 1. Februar 1918 zum Stab des Kommandeurs der Flieger in der Heimat kommandiert wurde. Am 31. Mai 1918 folgte die Kommandierung zum Armeeflugpark 17 und am 26. August 1918 die Ernennung zum Führer der Flieger-Abteilung 37. Ab dem 1. Februar 1919 war er Führer der Flieger-Abteilung des Ostpreußischen Freiwilligenkorps Memel und ab dem 1. Juli 1919 Kommandeur der Flieger-Abteilung 1 der Baltischen Landwehr. Vom 10. August 1919 bis 5. März 1920 war er schließlich Führer des Fliegerkorps Kurland. Im Anschluß wurde er aus dem Militärdienst entlassen.

Am 5. März 1934 wurde er als E-Offizier* und Major reaktiviert und Ib beim Luftkreis-Kommando IV in Münster. Am 1. Oktober 1937 zum Oberstleutnant befördert, wurde Erich Alt am am 1. November 1937 Referent im Reichsluftfahrtministerium. Ab dem 1. Juli 1938 diente er als Ib im Generalstab des Luftwaffen-Kommandos Österreich, ab dem 1. Februar 1939 des Luftwaffen-Kommandos Ostmark. Am 18. März 1939 wurde er Ia im Generalstab der Luftflotte 4. Am 1. August 1940 zum Oberst befördert, wurde er am gleichen Tag Quartiermeister beim Luftgau-Kommando XVII in Wien. Hier wurde er am 1. Februar 1944 zum Generalmajor befördert. Am 14. Januar 1945 als Offizier z.V der Flieger-Ersatz-Division zugeteilt, geriet Erich Alt bei Kriegsende in Gefangenschaft, aus der er im April 1947 entlassen wurde.

 

*Ausgeschiedene ehemalige Offiziere wurden oft als zivile Angestellte der (schwarzen) Reichswehr in "Landesschutzangelegenheiten" beschäftigt (L-Angestellte). Ab dem 1. Oktober 1933 taten diese als sog. L-Offiziere (L = Landsschutz; nicht Landwehr) Dienst in Kommandostellen der Reichswehr, trugen weiterhin Zivil und hatten an ihrem Rang ein "a.D." Das war wie eine eigene Laufbahn mit eigener Besoldung neben dem aktiven Offizierskorps. Am 5. März 1935 erfolgte die Umbenennung in E-Offiziere für Ergänzungsoffizierskorps. Hier trugen die Ränge dann ein (E) als Zusatz. Diese Offiziere wurden nur in bestimmten Bereichen, meist Innendienst eingesetzt und machten während der Aufrüstung aktive Offiziere frei für andere Verwendungen.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Dermot Bradley (Hrsg.), Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935-1945. Band 1: A-G. Biblio Verlag. Osnabrück 1991.
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalmajor/ALT_ERICH.html