Abt, Alexander
| * 14. März 1892, Danzig † 1. März 1970, St. Wendel |
Alexander Abt trat am 16. März 1911 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum Telegraphen-Bataillon Nr. 2. Am 18. August 1912 wurde er zum Leutnant befördert. Das Patent wurde dabei auf den 23. August 1910 datiert. 1913 wurde er zur Festungs-Fernsprech-Kompanie 5 versetzt. Bei Beginn des 1. Weltkrieges war Abt Führer des Fernsprechzuges der Landwehr-Division Königsberg. Den ganzen Krieg wurde er bei Fernsprech-Einheiten eingesetzt. Am 27. Januar 1916 wurde er zum Oberleutnant befördert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm beide Eisernen Kreuze und andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde in das Reichsheer übernommen. Bei 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er als Offizier der Nachrichtentruppen zum Stab der Reichswehr-Brigade 10. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er in den Stab der 3. (Preuß.) Nachrichten-Abteilung nach Potsdam versetzt. Am 1. Oktober 1921 wurde er als Kompaniechef zur 6. (Preuß.) Nachrichten-Abteilung nach Hannover versetzt. In dieser Funktion wurde er dann die nächsten Jahre eingesetzt. Ende Juli 1922 wurde er zum Hauptmann befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. April 1922 festgelegt. Spätestens im Frühjahr 1924 wurde er in den Stab der 6. (Preuß.) Nachrichten-Abteilung in Hannover versetzt. Im Frühjahr 1925 war er dann Chef der 1. Kompanie der 6. (Preuß.) Nachrichten-Abteilung in Hannover. Am 1. April 1927 wurde er in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt. Dort wurde er jetzt zum Leiter der Nachrichtenbetriebsleitung (NB) ernannt. Spätestens ab dem Frühjahr 1928 gehörte er mehrere Jahre zum Heeres-Waffen-Amt (WaA). Im Frühjahr 1931 gehörte er zur Nachrichtenabteilung (Wa Prw 7) im Heeres-Waffenamt. Am 1. April 1932 wurde er zur 1. Eskadron vom 10. (Preuß.) Reiter-Regiment nach Torgau versetzt. Am 1. Februar 1933 wurde Alexander Abt zum Major befördert. Als solcher wurde er am 1. Mai 1933 zum Stab der 4. Division der Reichswehr nach Dresden versetzt. Dort wurde er als Nachrichten-Offizier eingesetzt. Bei der Erweiterung der Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur der Nachrichten-Abteilung Münster ernannt. Am 1. September 1935 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Bei der Enttarnung der Verbände wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur der Nachrichten-Abteilung 16 in Münster ernannt. Am 12. Oktober 1937 gab er sein Kommando ab. Er wurde dafür an diesem Tag zum Kommandeur der Nachrichtentruppen IX ernannt. Am 1. März 1938 folgte seine Beförderung zum Oberst. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg am 26. August 1939 wurde sein Stab aufgelöst und zur Bildung vom Führungs-Nachrichten-Regiment 40 verwendet. Er wurde dann auch zu dessen ersten Kommandeur ernannt. Bei Kriegsbeginn am 1. September 1939 gab er sein Kommando wieder ab und wurde dafür zum Kommandeur vom Armee-Nachrichten-Regiment 537 ernannt. Am 14. April 1940 wurde er zum Armee-Nachrichtenführer z.b.V. 555 ernannt. Am 3. August 1940 wurde er zum Nachrichtenführer des Befehlshabers in Belgien-Nordfrankreich ernannt. Am 27. November 1940 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führer-Reserve versetzt. Am 13. Mai 1941 wurde er dann Nachrichten-Offizier beim Stab vom Wehrmachtsbefehlshaber in den Niederlanden ernannt. Am 1. April 1942 folgte die Beförderung zum Generalmajor. Am 15. Mai 1942 wurde er zum Nachrichtenführer der Landbefestigungen beim OB West ernannt. Am 26. August 1944 wurde Generalmajor Abt zum Höherer Nachrichtenführer der Befestigungen im Bereich des OB West ernannt. Am 18. März 1945 wurde er noch zum General z.b.V. beim Chef des Nachrichtenwesens im OKW ernannt, bevor er am 7. Mai 1945 in Gefangenschaft geriet. Aus dieser wurde er erst am 26. Juni 1947 entlassen.