Fliegerhorst Dornstadt

 

Im Jahr 1916 begann der Staat mit dem Aufkauf von etwa 100 Hektar Land zum Bau eines Militärflugplatzes bei Dornstadt. Der Platz wurde bereits 1917 in Betrieb genommen. Das Ende des Ersten Weltkrieges beendete die Nutzung des Platzes vorerst.
1936 wurde der Horst wieder in betrieb genommen. Es wurde mit der Modernisierung und dem Ausbau begonnen und bereits am 1. Oktober 1938 verlegte die 8. / Sturzkampfgeschwader 165 mit Hs 123 auf den Platz. Ihr folgte im gleichen Jahr die Flugzeugführerschule (FFS) A/B 33, die bis zum 1. November 1939 auf dem Platz schulte. Auf dem Platz gab es zu Kriegsbeginn vier Hallen, eine Feuerwache, ein Peilhaus, Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude, eine Kraftwagenkolonne und eine Anzahl von Wohnbaracken. Am 28. Oktober 1939 verlegte die 2. / Reserve-Festungs-Flak-Abteilung 341 zum Schutz des Platzes auf den Horst. Die Batterie wurde aber bereits am 1. Mai 1940 wieder abgezogen. Am 1. April1 940 wurde die Ausbildungsstaffel/KG55 auf dem Platz errichtet, die aber am 10. Mai 1940 wieder aufgelöst wurde. Ab dem Sommer 1940 war der Platz verlassen, er wurde nur noch für gelegentliche Starts und Landungen genutzt. Am 31. Dezember 1940 wurde die 4. (H) Aufklärungsgruppe 21 auf den Platz verlegt und blieb hier bis zum 24. Januar 1941. Am 24. Januar 1941 wurde in Dornstadt die 7. Staffel / (H) Aufklärungsgruppe 21 aufgestellt, bis diese am 3. April 1941 nach Stolp verlegt wurde. Am 6. Februar 1941 kam zudem die 5. / (H) Aufklärungsgruppe 41 auf den Platz. Diese blieb bis zum 26. April 1941 in Dornstadt. Nach dem Abzug der Aufklärungsgruppen kehrte wieder Ruhe in Dornstadt ein. Erst am 22. November 1941 kam wieder Leben auf den Platz. Die Flughafen-Betriebskompanie 8 kam auf den Platz, um Verladeübungen mit der Me 321 zu unterstützen. Diese Übungen begannen am 1. März 1942 und dauerten bis Ende März 1942. Im Mai 1942 wurde mit der Aufstellung des Lehr- und Ausbildungskommandos 323 begonnen, das bis zum Juni 1943 den Lastensegler Me 323 testete.
Im Oktober 1942 kam zudem das Institut für Hochfrequenztechnik auf den Platz. Es verblieb bis Kriegsende auf dem Platz. Mehr und mehr entwickelte sich der Platz zu einer Erprobungsstelle der Luftwaffe. Am 19. Juli 1944 verlegten zwei Hubschrauber Fa 223 auf den Platz.
Nach Kriegsende wurde auf dem Platz ein Lager für Displaced Persons errichtet, die Gebäude wurden anschließend als Altersheim genutzt.