36. Volksgrenadierdivision

 

1.  Einsatz und Unterstellung

Die 36. Volksgrenadier-Division ist am  9. Oktober 1944 durch Umbenennung der 36. Grenadierdivision entstanden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Division an der Maas dicht nördlich von Metz. Die anschließenden Rückzugskämpfe brachten die Division in die Saarpfalz, wo sie im Warndt-Wald Stellung bezog, die bis Januar 1945 gehalten wurden. Bei Beginn der alliierten Offensive gegen das Rheinland mußte der Raum südlich von Saarlautern aufgegeben werden. Es folgte der Rückzug an den Rhein nördlich von Worms und durch Nord-Württemberg bis nach Aschaffenburg. Dort wurde eine letzte Widerstandslinie aufgebaut. Im April 1945 mußten sich die Reste der Division nach Oberbayern zurückziehen. Bei Traunstein und Teisendorf gerieten diese Reste dann in amerikanische Gefangenschaft.

 

1944

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Oktober LXXX 7. Armee B Trier,  Südeifel
Dezember XIII. SS 1. Armee G Saarpfalz

1945

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar z. Vfg. 1.  Armee G Saarpfalz
Februar LXXXX 1. Armee G Saarpfalz
April LXXXII 7. Armee G Bergstraße, Franken

 

2. Divisionskommandeure

9. Oktober 1944 Generalmajor August Wellm

März 1945 Generalmajor Helmut Kleikamp

 

3. Gliederung

Grenadier-Regiment 87

Grenadier-Regiment 118

Grenadier-Regiment 165

Artillerie-Regiment 268

Divisions-Füsilier-Bataillon 36

Panzerjäger-Abteilung 36

Flak-Kompanie 36

Pionier-Kompanie 36

Nachrichten-Abteilung 36

 

4. Literatur und Quellen:

Das Infanterie-Regiment 213 / Grenadier-Regiment 70, Gruber, A., Kameradschaft ehemaliges Infanterie-Regiment 213, 1963
Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, Band 5: Die Landstreitkräfte. Nr. 31–70. 2. Auflage, Osnabrück 1977
Werner Haupt: Die deutschen Infanterie-Divisionen, 3 Bände, Podzun-Verlag
Schematische Kriegsgliederungen 1939 - 1945 BA/MA RH 2/348 bis RH 2/355; RH 2/356K und R 2/769
Kriegstagebücher und sonstige Unterlagen BA/MA RH 26-36/
Kriegsgliederungen der 1. Armee RH 20-1/