3. Torpedobootshalbflottille 1914-1918
3. Torpedobootsflottille 1935-1937
3. Torpedobootsflottille 1938
3. Torpedobootsflottille 1941

 

III. Torpedobootsflottille 1914-1918

Die III. Torpedobootsflottille bestand während des I. Weltkrieges bis zum Ende aus der 5. und 6. Torpedoboots-Halbflottille. Sie wurde am 17. Dezember 1918 in die Reserve überführt

und am 20. November 1919 aufgelöst. Boote sind derzeit nicht bekannt.

Flottillenchef:

Korvettenkapitän Heinrich Schuur

3. November 1913

30. Mai 1914

Fregattenkapitän Heinrich Schuur

1. September 1914

31. Juli 1916

Korvettenkapitän Oskar Heinicke

1. August 1916

1. Dezember 1918

Korvettenkapitän Kurt Nieden

1. Dezember 1918

17. März 1919

teilweise in die Reserve überführt

17. Dezember 1918

 

aufgelöst

20. November 1919

 

3. Torpedobootshalbflottille 1914-1918

siehe II. Torpedobootsflottille 1914-1918

 

3. Torpedobootsflottille 1935-1937

Durch Umbenennung der 3. Torpedobootshalbflottille der aufgelösten II. Torpedobootsflottille wurde die neue 3. Torpedobootsflottille am 1. Oktober 1935 gebildet. Sie wurde am 04. Mai 1937 aufgelöst. Das Flottillenkommando stellte die Ausbildungsabteilung der 1. Zerstörer-Division in Swinemünde auf.

Flottillenchef:

Korvettenkapitän Günther Gumprich 1. Oktober 1935 4. Mai 1937

3. Torpedobootsflottille 1938

Erneut wurde die 3. Torpedobootsflottille am 1. Februar 1938 in Swinemünde aufgestellt, die jedoch am 1. Juli 1938 in 6. Torpedobootsflottille umbenannt wurde.

Flottillenchef :

Korvettenkapitän Hans Henigst 1. Februar 1938 1.Juli 1938

 

3. Torpedobootsflottille 1941-1945

Eine dritte Aufstellung der Flottille erfolgte am 31. März 1941 (Geh. OTB 47/1941) als 3. Torpedobootsflottille in Elbing. Dort formierte sich der Verband und wurde am 1.September 1941

nach Gotenhafen verlegt.

Flottillenchef:

Kapitänleutnant Werner Gotzmann m.d.W.G.b 31. März1941 12. Mai 1941
Korvettenkapitän Hans Wilcke 13. Mai1941 13. Oktober 1942
Kapitänleutnant Koppenhagen 14. Oktober 1942 5. November 1942
Korvettenkapitän Heinrich Schuur 5. November 1942 26. Juni 1943
Korvettenkapitän Franz Kohlauf 27. Juni 1943 12. September 1943
Kapitänleutnant Werner Gotzmann 13. September 1943 1. November 1943
Korvettenkapitän Wilhelm Verlohr 8. November 1943 Dezember 1944
Korvettenkapitän August Hoepner Dezember  Dezember 1944 8. Mai 1945
    

Standorte:

Swinemünde

Elbing

Gotenhafen

Einsatzgebiete:

Nach Beendigung der Ausbildung erfolgte ab Anfang 1942 bis Frühjahr 1943 der Einsatz der Flottille im Westraum und in der Nordsee im Geleitdienst, zu defensiven Minenunternehmungen und zu Stichfahrten.
Während ein Teil der Boote im Westraum verblieb, verlegte der andere Teil im Frühjahr und Sommer 1943 in den Nordraum und wurde zur Sicherung schwerer Seestreitkräfte herangezogen. Im Herbst 1943 nahm
die Flottille an der Entwaffnung der dänischen Kriegsmarine teil und wurde anschließend zu Ausbildungszwecken bei der Torpedoschule und den Unterseebootsflottillen herangezogen. Diese Tätigkeit wurde für einige
Boote im Frühjahr 1944 durch kurzfristigen Einsatz in der Ostsee unterbrochen. Im Sommer 1944 führte die Flottille Geleitdienst im Skagerrak durch und übernahm im Herbst 1944 Bewachungs-, Geleit- und Sicherungs-

aufgaben im Finnenbusen, später in der östlichen Ostsee. Im Winter 1944 bis Kriegsende wurde die Flottille wieder im Skagerrak eingesetzt und zwar für defensive Minenaufgaben.

Unterstellung:

Marinestation der Nordsee Wilhelmshaven
Führer der Torpedoboote (F.d.T.)

Unterstellte Boote und Bootsführer (1941):

Es gehörten zur 3. Torpedobootsflottille: „T 13", „T 14", „T 15", „T 16", „T 17", „T 18", „T 19", „T 20" und „T 21".

 

Literatur/Quellen:

  1. Lohmann/Hildebrand, Die Deutsche Kriegsmarine 1939-1945,  Bd.1-3
  2. Gröner, Die Deutschen Kriegschiffe 1815-1945, Bd. 1-2
  3. H. Hildebrand, Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848-1945,  Bd.1-3
  4. Tessin G. «Deutsche Verbände und Truppen 1918-1939», Biblo-Verlag, Osnabrück, 1974
  5. Stellenbesetzung der Kriegsmarine 1938, MDv 2, OKM 1938

  6. Korvettenkapitän Fritz Otto Busch, Die Kriegsmarine 1919-1939, Brunnen-Verlag, 1939
  7. Robert Spiering, Deutsches Soldatenjahrbuch 1985, Schild-Verlag, „Die Kriegs- und Marineminister deutscher Staaten Teil V“,  S. 296-299
  8. Harald Fock, Flottenchronik, Kohler-Verlag Hamburg, Jhrg. 2000
  9. Gerhard P. Groß (Werner Sohn), „Der Krieg zur See“, UT: Der Krieg in der Nordsee 1917-1918, E&S Mittler Verlag Hamburg, MGFA,  Bd. 7
  10. Norbert Kannapin, Die deutsche Feldpostübersicht 1939-1945, Biblo-Verlag, Jhg. 1982, Bd. 1-3
  11. Gerhard Koop/Klaus-Peter Schmolke, Kleine Kreuzer 1903-1918, Bremen- bis Cöln-Klasse, Band 12 Schiffsklassen und Schiffstypen der deutschen Marine, Bernard & Graefe Verlag München, 2004,
  12. Jochen Brennecke, Herbert Hader: Panzerschiffe und Linienschiffe 1860–1910. Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford 1987
  13. Robert Gardiner: Conway’s All the world’s fighting ships 1860–1905. Conway Maritime Press, London 1979
  14. Erich Gröner: Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945. Band 1 und 2. Panzerschiffe, Linienschiffe, Schlachtschiffe, Flugzeugträger, Kreuzer, Kanonenboote. Bernard & Graefe, Bonn 1998
  15. Gerhard Koop, Klaus-Peter Schmolke: Die Linienschiffe der Brandenburg- bis Deutschland-Klasse. Bernard & Graefe, Bonn 2001, (Schiffsklassen und Schiffstypen der deutschen Marine. Band 10).

Verf.: A.M. (alias Gorch Fock) 10.03.2010