Sturzkampfgeschwader 77

 

1. Lebenslauf:

Das Sturzkampfgeschwader 77 entstand am 1. Mai 1939 durch die Umbenennung des Sturzkampfgeschwaders 165 mit Stab und zwei Gruppen. Es war damit das einzige Sturzkampfgeschwader, das zum Polenfeldzug aus einem Stab und zwei Gruppen bestand.
Der Stab des Sturzkampfgeschwaders 77 entstand am 1. Mai 1939 in Breslau-Schängarten durch die Umbenennung des Stabes des Sturzkampfgeschwaders 165. Ausgerüstet mit der Junkers Ju 87 B, verlegte der Stab am 31. August 1939 nach Neudorf und nahm anschließend beim Fliegerführer z.b.V. am Polenfeldzug teil. Einsatzraum am 1. September 1939 war der Raum vor der 10. Infanterie-Division sowie Kolonnen im Raum Wielun. Es folgten Einsätze gegen Eisenbahnanlagen im Raum Warschau, Eisenbahnbrücken, Truppenansammlungen, Feindbewegungen und Bereitstellungen im Weichselbogen und an der Bzura. Außerdem flog der Stab Einsätze gegen Warschau, Brest-Litowsk und Modlin.  Am 8. September wurde die III. / Sturzkampfgeschwader 51 dem Stab unterstellt, ab dem 24. September zusätzlich die IV. (St) / Lehrgeschwader 1. Am 29. September kehrte der Stab nach Breslau-Schöngarten zurück und verlegte anschließend nach Köln-Butzweilerhof.
Die I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 77 entstand am 1. Mai 1939 in Brieg durch die Umbenennung der I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 165. Ausgerüstet mit der Junkers Ju 87 B, verlegte die Gruppe am 31. August 1939 nach Neudorf und nahm anschließend unter dem Geschwaderstab beim Fliegerführer z.b.V. am Polenfeldzug teil. Einsatzraum am 1. September 1939 war der Raum vor der 10. Infanterie-Division sowie Kolonnen im Raum Wielun. Es folgten Einsätze gegen Eisenbahnanlagen im Raum Warschau, Eisenbahnbrücken, Truppenansammlungen, Feindbewegungen und Bereitstellungen im Weichselbogen und an der Bzura. Außerdem flog die Gruppe Einsätze gegen Warschau, Brest-Litowsk und Modlin. Am 29. September kehrte die Gruppe nach Brieg zurück und verlegte anschließend nach Köln-Butzweilerhof.
Die II. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 77 entstand am 1. Mai 1939 in Breslau-Schöngarten durch die Umbenennung der II. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 165. Ausgerüstet mit der Junkers Ju 87 B, verlegte die Gruppe am 31. August 1939 nach Neudorf und nahm anschließend unter dem Geschwaderstab beim Fliegerführer z.b.V. am Polenfeldzug teil. Einsatzraum am 1. September 1939 war der Raum vor der 10. Infanterie-Division sowie Kolonnen im Raum Wielun. Es folgten Einsätze gegen Eisenbahnanlagen im Raum Warschau, Eisenbahnbrücken, Truppenansammlungen, Feindbewegungen und Bereitstellungen im Weichselbogen und an der Bzura. Außerdem flog die Gruppe Einsätze gegen Warschau, Brest-Litowsk und Modlin. Am 29. September kehrte die Gruppe nach Breslau-Schöngarten zurück und verlegte anschließend nach Köln-Butzweilerhof.

Stab I. Gruppe II. Gruppe
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Mai 1939 Breslau-Schöngarten 1. Mai 1939 Brieg 1. Mai 1939 Breslau-Schöngarten
31. August Neudorf 31. August Neudorf 31. August Neudorf
29. September Breslau-Schöngarten 8. September Tschentstochau 8. September Tschentstocherau
Oktober Köln-Butzweilerhof 29. September Brieg 29. September Breslau-Schöngarten
    Oktober Köln-Butzweilerhof Oktober Köln-Butzweilerhof

 

Zu Beginn des Jahres 1940 lag der Stab des Sturzkampfgeschwaders 77 in Köln-Butzweilerhof, wo er dem VII. Fliegerkorps unterstand. Ab dem 10. Mai 1940 beteiligte sich der Geschwaderstab am Westfeldzug und flog Einsätze gegen Maastricht und Eben-Emael und unterstützte anschließend den Maas-Übergang der 6. Armee. Es folgten Angriffe zur Heeresunterstützung bei Lüttich und Namur und die Unterstützung der Panzergruppen über die Oise bis zur Küste. Dort flog der Stab Einsätze gegen die britisch-französischen Evakuierungen bei Calais, Boulogne und Dünkirchen. Bei der Schlacht um Frankreich unterstützte der Stab mit den unterstellten Gruppen die 6. und 9. Armee beim Somme-Durchbruch und beim Stoß auf die Marne, Seine, Yonne und Loire. Nach Beendigung der Kämpfe in Frankreich verlegte der Geschwaderstab nach Brugy in Nordfrankreich, um von dort aus Geleitzüge im Kanal und küstennahe Ziele in England anzugreifen. Die Einsätze zur "Luftschlacht um England" dauerten bis Jahresende an.
Zu Jahresbeginn 1940 lag die I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 77 in Köln-Butzweilerhof, wo sie dem Stab des Sturzkampfgeschwaders  3 beim VII. Fliegerkorps unterstand. Ab dem 10. Mai 1940 beteiligte sich die Gruppe am Westfeldzug und flog Einsätze gegen Maastricht und Eben-Emael und unterstützte anschließend den Maas-Übergang der 6. Armee. Es folgten Angriffe zur Heeresunterstützung bei Lüttich und Namur und die Unterstützung der Panzergruppen über die Oise bis zur Küste. Dort flog die Gruppe Einsätze gegen die britisch-französischen Evakuierungen bei Calais, Boulogne und Dünkirchen. Bei der Schlacht um Frankreich unterstützte die Gruppe mit den unterstellten Gruppen die 6. und 9. Armee beim Somme-Durchbruch und beim Stoß auf die Marne, Seine, Yonne und Loire. Nach Beendigung der Kämpfe in Frankreich verlegte die Gruppe nach Maltot in Nordfrankreich, um von dort aus Geleitzüge im Kanal und küstennahe Ziele in England anzugreifen. Die Einsätze zur "Luftschlacht um England" dauerten bis Jahresende an.
Zu Jahresbeginn 1940 lag die II. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 77 in Köln-Butzweilerhof, wo sie dem Stab des Sturzkampfgeschwaders  3 beim VII. Fliegerkorps unterstand. Ab dem 10. Mai 1940 beteiligte sich die Gruppe am Westfeldzug und flog Einsätze gegen Maastricht und Eben-Emael und unterstützte anschließend den Maas-Übergang der 6. Armee. Es folgten Angriffe zur Heeresunterstützung bei Lüttich und Namur und die Unterstützung der Panzergruppen über die Oise bis zur Küste. Dort flog die Gruppe Einsätze gegen die britisch-französischen Evakuierungen bei Calais, Boulogne und Dünkirchen. Bei der Schlacht um Frankreich unterstützte die Gruppe mit den unterstellten Gruppen die 6. und 9. Armee beim Somme-Durchbruch und beim Stoß auf die Marne, Seine, Yonne und Loire. Nach Beendigung der Kämpfe in Frankreich verlegte die Gruppe nach Brugy in Nordfrankreich, um von dort aus Geleitzüge im Kanal und küstennahe Ziele in England anzugreifen. Die Einsätze zur "Luftschlacht um England" dauerten bis Jahresende an.
Am 9. Juli 1940 wurde in Argentan die II. Gruppe des Kampfgeschwaders 76 in III. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 3 umbenannt. Die Gruppe war mit der Junkers Ju 87 B ausgerüstet und wurde in Argentan stationiert, m von dort aus Geleitzüge im Kanal und küstennahe Ziele in England anzugreifen. Die Einsätze zur "Luftschlacht um England" dauerten bis Jahresende an.
 

Stab I. Gruppe II. Gruppe III. Gruppe
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar 1940 Köln-Butzweilerhof 1. Januar 1940 Köln-Butzweilerhof 1. Januar 1940 Köln-Butzweilerhof 9. Juli 1940 Argentan
11. Mai Aachen 11. Mai Aachen 11. Mai Aachen    
16. Mai St. Trond 16. Mai St. Trond 16. Mai St. Trond    
Juni Auxerre 19. Mai Rocroi Juni Auxerre    
Juni Brugy 5. Juni Crupilby Juni Brugy    
Dezember Toussus-le-Noble 7. Juni Noyon Dezember Toussus-le-Noble    
    9. Juni Contescourt        
    11. Juni Maast        
    14. Juni Courgivyuse        
    18. Juni Auxerre        
    Juni Maltot        

 

Der Stab des Sturzkampfgeschwaders 3 lag zu Beginn des Jahres 1941 in Toussus-le-Noble bei Paris. Nach der Luftschlacht um England wurde der Stab hier aufgefrischt. Im April 1941 wurde der Stab während des Balkanfeldzuges eingesetzt. Als "Fliegerführer Arad" unterstanden dem Stab neben der I. und III. Gruppe des Stabes noch 3 1/2 Jagdgruppen und eine Zerstörergruppe. Im Juni 1941 unterstand der Geschwaderstab dem II. Fliegerkorps und führte die I. - III. Gruppe des Geschwaders im Mittelabschnitt der Ostfront. Der Stab flog Einsätze zur Heeresunterstützung bei der Doppelschlacht von Bialystok - Minsk, dem Durchbruch durch die Dnjepr- und die Düna-Linie sowie bei der Umfassungsschlacht von Smolensk. Ab dem 26. Juli unterstand der Geschwaderstab mit der II. und III. Gruppe dem V. Fliegerkorps und wurde bei der Kesselschlacht von Uman eingesetzt. Es folgten Einsätze bei den Kämpfen um die Brückenköpfe Dnjepropetrowsk und Krementschug unter dem V. Fliegerkorps und der Schlacht um Kiew. Im Oktober 1941 war der Geschwaderstab beim II. Fliegerkorps in der Doppelschlacht von Brjansk-Wjasma eingesetzt. Ab November flog der Stab mit der I. und III. Gruppe beim IV. Fliegerkorps Einsätze im Südabschnitt der Ostfront auf der Krim, bei den Kämpfen um Rostow und am Mius.
Die I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 3 lag zu Beginn des Jahres 1941 in Maltot in der Nähe von Caen. Noch immer flog die Gruppe von hier aus Einsätze über dem Kanal und Süd-England. Im April 1941 wurde die Gruppe während des Balkanfeldzuges eingesetzt. Sie unterstand dabei dem "Fliegerführer Arad", dem Stab des Sturzkampfgeschwaders 3. Im Juni 1941 unterstand die Gruppe dem Geschwaderstab beim II. Fliegerkorps im Mittelabschnitt der Ostfront. Die Gruppe flog Einsätze zur Heeresunterstützung bei der Doppelschlacht von Bialystok - Minsk, dem Durchbruch durch die Dnjepr- und die Düna-Linie sowie bei der Umfassungsschlacht von Smolensk. Ab dem 26. Juli unterstand die Gruppe dem IV. Fliegerkorps und wurde bei der Kesselschlacht von Uman eingesetzt. Es folgten Einsätze bei den Kämpfen um die Brückenköpfe Dnjepropetrowsk und Krementschug unter dem V. Fliegerkorps und der Schlacht um Kiew. Im Oktober 1941 war die Gruppe unter dem Geschwaderstab beim II. Fliegerkorps in der Doppelschlacht von Brjansk-Wjasma eingesetzt. Ab November flog die I. Gruppe beim IV. Fliegerkorps Einsätze im Südabschnitt der Ostfront auf der Krim, bei den Kämpfen um Rostow und am Mius.
Die II. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 3 lag zu Beginn des Jahres 1941 in Toussus-le-Noble bei Paris. Nach der Luftschlacht um England wurde die Gruppe hier aufgefrischt. Im April 1941 wurde die Gruppe während des Balkanfeldzuges eingesetzt. Sie unterstand dabei dem "Fliegerführer Graz". Im Juni 1941 unterstand die Gruppe dem Geschwaderstab beim II. Fliegerkorps im Mittelabschnitt der Ostfront. Die Gruppe flog Einsätze zur Heeresunterstützung bei der Doppelschlacht von Bialystok - Minsk, dem Durchbruch durch die Dnjepr- und die Düna-Linie sowie bei der Umfassungsschlacht von Smolensk. Ab dem 26. Juli unterstand die Gruppe dem Geschwaderstab beim V. Fliegerkorps und wurde bei der Kesselschlacht von Uman eingesetzt. Es folgten Einsätze bei den Kämpfen um die Brückenköpfe Dnjepropetrowsk und Krementschug unter dem V. Fliegerkorps und der Schlacht um Kiew. Im Oktober 1941 war die Gruppe unter dem Geschwaderstab beim II. Fliegerkorps in der Doppelschlacht von Brjansk-Wjasma eingesetzt. Ab November flog die II. Gruppe beim VIII. Fliegerkorps Einsätze beim Vorstoß des Heeres auf Moskau. Im Dezember 1941 wurde die Gruppe zur Auffrischung nach Krakau verlegt und so aus dem Einsatz gezogen.
Die III. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 3 lag zu Beginn des Jahres 1941 in Argentan in der Nähe von Caen. Noch immer flog die Gruppe von hier aus Einsätze über dem Kanal und Süd-England. Im April 1941 wurde die Gruppe während des Balkanfeldzuges eingesetzt. Sie unterstand dabei dem "Fliegerführer Arad", dem Stab des Sturzkampfgeschwaders 3. Ab dem 30. März war die Gruppe beim VIII. Fliegerkorps eingesetzt. Im Juni 1941 unterstand die Gruppe dem Geschwaderstab beim II. Fliegerkorps im Mittelabschnitt der Ostfront. Die Gruppe flog Einsätze zur Heeresunterstützung bei der Doppelschlacht von Bialystok - Minsk, dem Durchbruch durch die Dnjepr- und die Düna-Linie sowie bei der Umfassungsschlacht von Smolensk. Ab dem 26. Juli unterstand die Gruppe dem IV. Fliegerkorps und wurde bei der Kesselschlacht von Uman eingesetzt. Es folgten Einsätze bei den Kämpfen um die Brückenköpfe Dnjepropetrowsk und Krementschug unter dem V. Fliegerkorps und der Schlacht um Kiew. Im Oktober 1941 war die Gruppe unter dem Geschwaderstab beim II. Fliegerkorps in der Doppelschlacht von Brjansk-Wjasma eingesetzt. Ab November flog die III. Gruppe beim IV. Fliegerkorps Einsätze im Südabschnitt der Ostfront auf der Krim, bei den Kämpfen um Rostow und am Mius.
Im März 1941 wurde in Schweinfurt aus der Ergänzungsstaffel des VIII. Fliegerkorps die Ergänzungsstaffel des Sturzkampfgeschwaders 3 gebildet.

Stab I. Gruppe II. Gruppe III. Gruppe Ergänzungsstaffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar 1941 Toussus-le-Noble 1. Januar 1941 Maltot 1. Januar 1941 Toussus-le-Noble 1. Januar 1941 Argentan März 1941 Schweinfurt
31. März Arad 31. März Arad 31. März Graz-Thalerhof 31. März Arad    
15. April Bijeljina 15. April Bijeljina April Agram 15. April Bijeljina    
19. April Belgrad-Semlin 19. April Belgrad-Semlin Mai Argos 19. April Belgrad-Semlin    
Mai Argos Mai Gygea Juni Woskrzenice Mai Argos    
Juni Woskrzenice 4. Juni Sprottau Juli Jassy Juni Woskrenice    
Juli Jassy 19. Juni Deblin Juli Balti Juli Balti    
Juli Balti 20. Juni Biala Podlaska Juli Bjelaja-Zerkow Juli Bjelaja-Zerkow    
Juli Bjelaja-Zerkow 3. Juli Bukarest August Stschastliwaja August Stschastliwaja    
August Stschastliwaja 4. Juli Tudora September Orel September Miranowka    
September Orel 6. Juli Jassy Dezember Stalino Oktober Siwerskaya    
Dezember Stalino Juli Balti     Oktober Spat    
    Juli Bjelaja-Zerkow     Dezember Sarabus-Süd    
    August Stschasliwaja            
    September Orel            
    Oktober Spat            
    November Charkow            

 

Zu Beginn des Jahres 1942 war der Stab des Sturzkampfgeschwaders 3 in Stalino stationiert. Der Stab unterstand dem IV. Fliegerkorps und unterstützte das Heer bei den Abwehrkämpfen im Südabschnitt der Ostfront. Im April 1942 beteiligte sich die Gruppe an der Schlacht um Charkow und im Mai an den Kämpfen um Kertsch. Im Juni wurde der Stab bei der Eroberung der russischen Seefestung Sewastopol eingesetzt. Im August 1942 unterstand er dem "Gefechtsverband Nord" beim IV. Fliegerkorps und unterstützte die Kämpfe der 2. Armee. Ende August verlegte der Stab zur Auffrischung nach Taganrog. Ab Ende September ist er dann wieder im Südabschnitt der Ostfront im Einsatz und unterstütze die deutsche Offensive gegen Stalingrad. Am 15. Juli 1942 flog das Geschwader seinen 30.000 Feindflug! Im Dezember verlegte der Stab zur Auffrischung nach Nikolajew.
Zu Jahresbeginn 1942 war die I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 3 in Charkow stationiert. Die Gruppe unterstand dem Geschwaderstab beim IV. Fliegerkorps und unterstützte das Heer bei den Abwehrkämpfen im Südabschnitt der Ostfront. Im März 1942 wurde die Gruppe in Böblingen aufgefrischt. Im April 1942 beteiligte sich die Gruppe an der Schlacht um Charkow und im Mai an den Kämpfen um Kertsch. Im Juni wurde der Stab bei der Eroberung der russischen Seefestung Sewastopol eingesetzt. Im August 1942 unterstand die Gruppe dem Stab beim "Gefechtsverband Nord" beim IV. Fliegerkorps und unterstützte die Kämpfe der 2. Armee. Ab Ende September war die Gruppe im Südabschnitt der Ostfront im Einsatz und unterstütze die deutsche Offensive gegen Stalingrad. Dabei unterstand die Gruppe dem Stab des Sturzkampfgeschwaders 2. Im Dezember verlegte die Gruppe zur Auffrischung nach Nikolajew.
Die II. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 3 war zu Beginn des Jahres 1942 in Stalino stationiert. Die Gruppe unterstand dem Geschwaderstab beim IV. Fliegerkorps und unterstützte das Heer bei den Abwehrkämpfen im Südabschnitt der Ostfront. Im April 1942 beteiligte sich die Gruppe an der Schlacht um Charkow und im Mai an den Kämpfen um Kertsch. Im Juni wurde der Stab bei der Eroberung der russischen Seefestung Sewastopol eingesetzt. Im August 1942 unterstand die Gruppe dem Stab beim "Gefechtsverband Nord" beim IV. Fliegerkorps und unterstützte die Kämpfe der 2. Armee. Ende August verlegte die Gruppe zur Auffrischung nach Breslau-Schöngarten. Ab Anfang Oktober ist sie dann wieder im Südabschnitt der Ostfront im Einsatz und unterstütze die deutsche Offensive gegen Stalingrad. Im Dezember verlegte die Gruppe zur Auffrischung nach Nikolajew.
Die III. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 3 war zu Beginn des Jahres 1942 in Stalino stationiert. Die Gruppe unterstand dem Geschwaderstab beim IV. Fliegerkorps und unterstützte das Heer bei den Abwehrkämpfen im Südabschnitt der Ostfront. Im April 1942 beteiligte sich die Gruppe an der Schlacht um Charkow und im Mai an den Kämpfen um Kertsch. Im Juni wurde der Stab bei der Eroberung der russischen Seefestung Sewastopol eingesetzt. Im August 1942 unterstand die Gruppe dem Stab beim "Gefechtsverband Nord" beim IV. Fliegerkorps und unterstützte die Kämpfe der 2. Armee. Ab Ende September ist sie dann im Südabschnitt der Ostfront im Einsatz und unterstütze die deutsche Offensive gegen Stalingrad. Ende 1942 wurde die III. Gruppe aus dem Einsatz gezogen und zur Auffrischung nach Würzburg verlegt. Hier wurde die Gruppe auf die Junkers Ju 87 D umgerüstet.
Die Ergänzungsstaffel des Sturzkampfgeschwaders 3 lag zu Beginn des Jahres 1942 in Schweinfurt und verlegte am 25. Juni 1942 nach Sarabus.

Stab I. Gruppe II. Gruppe III. Gruppe Ergänzungsstaffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar 1942 Stalino 1. Januar 1942 Charkow 1. Januar 1942 Stalino 1. Januar 1942 Sarabus-Süd 1. Januar 1942 Schweinfurt
April Sarabus-Süd März Böblingen April Sarabus-Süd 13. Mai Charkow-Rogan 25. Juni Sarabus
13. Mai Charkow-Rogan April Sarabus-Süd 13. Mai Charkow-Rogan 1. Juni Gorlowka    
31. Mai Sarabus 13. Mai Charkow-Regan 31. Mai Sarabus September Witebsk    
9. Juli Kastornoje 31. Mai Sarabus 9. Juli Chazepetowka Dezember Würzburg    
21. Juli Lakedemonowka 9. Juli Chazepetowka 21. Juli Lakedemonowka        
29. Juli Rostow 21. Juli Lakedemonowka 29. Juli Rostow        
5. August Bielaja-Glina 29. Juli Rostow 5. August Bielaja-Glina        
August Armawir 5. August Bielaja-Glina August Melitopol        
August Obliwskaya August Melitopol August Obliwskaya        
September Beloretschenkaja 20. August Obliwskaya September Beloretschenkaja        
November Kotelnikowo 26. August Breslau-Schöngarten Oktober Soldatskaja        
Dezember Nikolajew 8. Oktober Beloretschenkaja November Kotelnikowo        
    Oktober Karpowka Dezember Nikolajew        
    Dezember Nikolajew            

 

Zu Jahresbeginn 1943 lag der Geschwaderstab zur Auffrischung in Nikolajew. Bereits im Januar 1943 wurde der Geschwaderstab wieder im Südabschnitt der Ostfront eingesetzt. Im Juli 1943 unterstützte der Stab mit allen drei Gruppen des Geschwaders beim VIII. Fliegerkorps die deutsche Offensive von Süden gegen den Frontbogen von Kursk und anschließend den Abwehrkampf des Heeres nach Beginn der russischen Gegenoffensive im Südabschnitt der Ostfront. Am 18. Oktober 1943 wurde der Stab zum Stab des Schlachtgeschwaders 77 umbenannt.
Zu Beginn des Jahres 1943 lag die I. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 77 zur Auffrischung in Nikolajew. Bereits im Januar 1943 wurde die Gruppe wieder im Südabschnitt der Ostfront eingesetzt. Im Juli 1943 unterstützte sie beim VIII. Fliegerkorps die deutsche Offensive von Süden gegen den Frontbogen von Kursk und anschließend den Abwehrkampf des Heeres nach Beginn der russischen Gegenoffensive im Südabschnitt der Ostfront. Am 18. Oktober 1943 wurde die Gruppe zur I. / Schlachtgeschwaders 77 umbenannt.
Zu Beginn des Jahres 1943 lag die II. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 77 zur Auffrischung in Nikolajew. Bereits im Januar 1943 wurde die Gruppe wieder im Südabschnitt der Ostfront eingesetzt. Im Juli 1943 unterstützte sie beim VIII. Fliegerkorps die deutsche Offensive von Süden gegen den Frontbogen von Kursk und anschließend den Abwehrkampf des Heeres nach Beginn der russischen Gegenoffensive im Südabschnitt der Ostfront. Am 18. Oktober 1943 wurde die Gruppe zur II. / Schlachtgeschwaders 77 umbenannt.
Zu Jahresbeginn 1943 lag die III. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 77 zur Auffrischung und Umrüstung auf die Junkers Ju 87 D in Würzburg. Hier wurde das Personal der 8. Staffel zur Aufstellung der 3. / Schlachtgruppe 10 abgegeben und die Staffel dann neu aufgestellt. Ab April 1943 war die Gruppe wieder im Südabschnitt der Ostfront eingesetzt. Im Juli 1943 unterstützte sie beim VIII. Fliegerkorps die deutsche Offensive von Süden gegen den Frontbogen von Kursk und anschließend den Abwehrkampf des Heeres nach Beginn der russischen Gegenoffensive im Südabschnitt der Ostfront. Am 18. Oktober 1943 wurde die Gruppe zur III. / Schlachtgeschwaders 77 umbenannt.
Die Ergänzungsstaffel des Geschwaders lag zu Beginn des Jahres 1943 in Sarabus. Im Januar 1943 verlegte sie erst nach Nikolayew-Ost und dann nach Wertheim, wo sie zur IV. (Ergänzungs-) Gruppe des Geschwaders mit Stab und zwei Staffeln aufgestockt wurde. Am 16. Mai 1943 wurde die Gruppe zur IV. / Sturzkampfgeschwader 151 und schied aus dem Geschwaderverband aus.

Stab I. Gruppe II. Gruppe III. Gruppe Ergänzungsstaffel / IV. (Ergänzungs-) Gruppe
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar 1943 Nikolajew 1. Januar 1943 Nikolajew 1. Januar 1943 Nikolajew 1. Januar 1943 Würzburg 1. Januar 1943 Sarabus
6. Januar Gigant 6. Januar Gigant 6. Januar Gigant April Kertsch Januar Nikolayew-Ost
Januar Signat Januar Signat Januar Signat Mai Kramatorskaja Januar Wertheim
25. Januar Rostow-Nord 25. Januar Rostow-Nord 25. Januar Rostow-Nord Juli Dmitrijewka    
1. Februar Stalino 1. Februar Stalino 1. Februar Stalino 10. August Poltawa    
9. Februar Kotelnikowo 9. Februar Kotelnikowo 9. Februar Kotelnikowo September Kirowograd    
20. Februar Dnjepropetrowsk-Süd 20. Februar Dnjepropetrowsk-Süd 20. Februar Dnjepropetrowsk-Süd        
März Charkow-Nord März Charkow-Nord März Charkow-Nord        
Juli Tolokonnoje Juli Tolokonnoje Juli Tolokonnoje        
29. Juli Kirteimkowo-Süd 29. Juli Kirteimkowo-Süd 29. Juli Kirteimkowo-Süd        
3. August Tolokonnoje 3. August Tolokonnoje 3. August Tolokonnoje        
5. August Charkow-Nord 5. August Charkow-Nord 5. August Charkow-Nord        
10. August Poltawa 10. August Poltawa 10. August Poltawa        
September Wassilkow 30. August Krima September Wassilkow        
    10. September Poltawa            
    16. September Wassilkow            
    30. September Beresowka            
    12. Oktober Wassilkow            
    16. Oktober Lemberg            

 

2. Kommandeure:

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Stab / SG 77

Geschwaderkommodore:

Oberst Günther Schwartzkopff, 1. Juni 1939

Major Graf Clemens von Schönborn-Wiesentheid, 15. Mai 1940

Major Alfons Orthofer, 25. Juli 1942

Major Walter Ennecerus, 13. Oktober 1942

Major Helmut Bruck, 20. Februar 1943 

 

I. Gruppe:

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Stab I. Gruppe                     1. Staffel / SG 77                        2. Staffel / SG 77                     3. Staffel / SG 77

Gruppenkommandeure:

Hauptmann Friedrich-Karl Freiherr von Dalwigk zu Lichtenfels, 1. Mai 1939

Hauptmann Meisel, 14. Juli 1940

Hauptmann Helmut Bruck, 20. August 1940

Major Werner Roell, 20. Februar 1943

 

II. Gruppe:

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Stab II. Gruppe                 4. Staffel /SG 77                 5. Staffel / SG 77            5. Staffel / SG 77            6. Staffel / SG 77

Gruppenkommandeure:

Hauptmann Graf Clemens von Schönborn-Wiesentheid, 1. Mai 1939

Hauptmann Waldemar Plewig, 15. Mai 1940

Major Kurt Huhn, 1. Juli 1942

Hauptmann Helmut Leicht, 1. April 1943

 

III. Gruppe:

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Stab III. Gruppe                                         7. Staffel / SG 77                                 8. Staffel /SG 77            9. Staffel /SG 77

Gruppenkommandeure:

Hauptmann Helmut Bode, 9. Juli 1940

Hauptmann Georg Jakob, 26. August 1942

Hauptmann Franz Kieslich, 1. Januar 1943

 

3. Literatur und Quellen:

Wolfgang Dierich: Die Verbände der Luftwaffe, 1935-1945, Motorbuch Verlag, 1976

John Weal: Junkers Ju 87 Stukageschwader 1937-41, Osprey Combat Aircraft

Bundesarchiv / Militärarchiv Freiburg, Signatur RL 10/347: Kriegstagebuch I. Gruppe 25.08.1939 - 29.09.1939, RL 10/345: Kriegstagebuch des Stabes 25.08.1939 - 01.10.1939, RL 10/474: Anlagen zum Kriegstagebuch 23.09.1942 - 01.02.1943

http://www.ww2.dk/air/attack/stg77.htm