Räumboots-Flottillen

 

1. Räumboots-Flottille

Die Flottille wurde im Herbst 1937 mit den Booten R 17 - R 24 aufgestellt. Bei Kriegsbeginn unterstand die Flottille dem Befehlshaber der Sicherung der Ostsee direkt, ab Mitte September dem Führer der Minensuchboote Ost. Bei der Besetzung Norwegens 1940 nahm die Flottille an der Eroberung Hortens teil, wobei R 17 verloren ging. Anschließend wurde die Flottille vor Holland eingesetzt. 1942 wurde die Flottille dann für den Rußlandfeldzug in die Ostsee verlegt, wo sie bis Kriegsende blieb.

unterstellte Boote:

R 17, R 18, R 19, R 2, R 21, R 22, R 23, R 24, R 43, R 52, R 65, R 66, R 67, R 68, R 69, R 70, R 71, R 72, R 73, R 74, R 75, R 76, R 106, R 119, R 120, R 127, R 128, R 145, R 150, R 249, R 259, R 260, R 268

Begleitschiff war die Nettelbeck, später die Nordpol

 

Flottillenchefs:

Oktober 1937 Korvettenkapitän Bergelt

Oktober 1939 Korvettenkapitän Walter Berger

Dezember 1939 Korvettenkapitän Gustav Forstmann

März 1942 Korvettenkapitän von Grumbkow

April 1942 Korvettenkapitän Klünder

September 1943 Kapitänleutnant Walter Erich Schneider

Juli 1944 Kapitänleutnant Hoff

 

2. Räumbootsflottille

Aufgestellt im Herbst 1938. Die Flottille nahm an der Besetzung der dänischen Nordseehäfen 1940 teil. Nach dem Frankreichfeldzug verlegte die Flottille über Holland nach Frankreich. Ab dem Sommer 1942 wurde die Flottille dann in der Ostsee eingesetzt und im August 1944 aufgelöst. Anfang 1945 wurde die Flottille in der Ostsee neu aufgestellt.

 

unterstellte Boote:

R 25, R 26, R 27, R 28, R 29, R 29, R 30, R 31, R 32, R 74, R 77, R 84, R 86, R 113, R 114, R 116, R 125, R 129, R 169

1945: R 412, R 413, R 414, R 415, R 416, R 417

Begleitschiff war der Tender Brommy.

 

Flottillenchefs:

November 1938 Korvettenkapitän von Kamptz

Februar 1941 Korvettenkapitän Hans John

Juni 1941 Korvettenkapitän Brökelmann

Dezember 1942 Korvettenkapitän Pinkepank

 

Januar 1945 Kapitänleutnant Hans-Joachim Merks

 

3. Räumbootsflottille

R38-1.jpg (19109 Byte)

R 38 mit dem Wappen der 3. R-Flottille am Bug, dem Elchkopf. Das Wappen erinnert an die
Herkunft der Flottille aus Pillau.
Entnommen aus"Vom Kanal zum Kaukasus - Die 3. R-Flottille - Feuerwehr an allen Fronten" von Gerd-Dietrich Schneider

Die Aufstellung der Flottille hatte im Frühjahr 1939 in Pillau als Heimathafen begonnen. Als erste Boote wurden im März / April1 939 die werftneuen Bote R 33, R 34, R 38 und R 39 in Dienst gestellt. Dazu kam das Begleitschiff "Von der Groeben" nach entsprechendem Umbau bei Schichau aus dem früheren Minensuchboot M 107. Im Laufe des Sommers 1939 kamen die Neubauten R 35, R 36 und R 40 hinzu. Bei Kriegsbeginn unterstand die Flottille dem Befehlshaber der Sicherung der Ostsee direkt, ab Mitte September dem Führer der Minensuchboote Ost. Ab dem 1. September 1939 nahm die Flottille am 2. Weltkrieg teil. Ihre erste Fahrt führte die Flottille in die Danziger Bucht. Am 5. September 1939 wurde die Flottille durch die 1. R-Flotille in der Danziger Bucht abgelöst und marschierte nach Pillau zurück. Von hier aus verlegte sie nach Kiel, wo sie die Schutzsperren gegen feindliche U-Boote gesichert wurden. Anschließend wurde die Flottille weiter in der Nordsee zu Sicherungsaufgaben eingesetzt. Im Winter 1939 / 40 war die Flottille zeitweise im Hafen von Brunsbüttel eingefroren. Das Begleitschiff und das am 13. November zuletzt in Dienst gestellte R 37 lagen in Cuxhaven fest. Erst am 22. März 1940 erfolgte wieder eine Einsatzfahrt. Während der Besetzung Dänemarks führte die 3. R-Flottille von Helgoland aus ab dem 9. April 1940 zusammen mit der 4. Minensuchflottille die Besetzung von Thyboron im Limfjord an der Nordwestküste Jütlands durch. Am 11. April wurde die Flottille nach Frederikshavn am Kattegatt beordert. Am 12. April wurde sie südwestlich der Insel Anholt bei der Sicherung des torpedierten schweren Kreuzers Lützow eingesetzt. In den folgenden Tagen folgten Geleitaufgaben für Nachschub-Geleite nach Norwegen. Inzwischen war auch R 40 in Dienst gestellt worden. Nach der Besetzung Norwegens schlossen sich Minenräum-Einsätze an.
Am 19. Juni verlegte die Flottille nach Borkum. Von hier aus operierte die Flottille erneut gegen britische Minenfelder. Am 26. Juni 1940 hatte die Flottille ihre ersten Gefallenen zu beklagen. Beim Geschützexerzieren an einer 2-cm Flak lösten sich versehentlich mehrere Schüsse und töteten und verletzten mehrere Besatzungsangehörige. Am 1. Juli 1940 verlegte die Flottille nach Den Helder in Holland und am 27. August 1940 zur Vorbereitung auf die Landung in England nach Le Havre. Von hier aus wurden Minenräum- und Geleitaufgaben wahrgenommen. Außerdem bereiteten sich die Boote auf die Landung in England vor. Die Flottille sollte einen Geleitzug von le Havre in den Raum Brighton-Beach-Head geleiten. Bis ins Frühjahr 1942 verblieb die Flottille im Westraum. Im September 1940 wurden die Boote R 34, R 37, R 39 und R 40 an die neu aufgestellte 12. Räumboots-Flottille abgegeben. Am 1. Oktober 1940 geriet die Flottille in einen britischen Luftangriff. Acht feindliche Jäger griffen die Boote der Flottille an und verursachten schwere Verluste auf den Booten. Die meisten Boote der Flottille mußten anschließend in die Werft, um ihre Schäden zu reparieren. Am 21. Januar 1942 erhielt die Flottille den Befehl, mit sich zur Verlegung ins Schwarze Meer mit acht Booten bereit zu halten. Die restlichen Boote sollten in Oystreham eine neue Flottille aufstellen. Darauf wurden für das Schwarze Meer R 33, R 35, R 39, R 163, R 164 und R 165 sowie R 166 für das Schwarze Meer ausgesucht. R 34, R 37, R 38 und R 40 wurden für die neue Flottille freigestellt. Später trat anstelle von R 39 aber R 37.
In den Etappen Dieppe, Boulogne, Rotterdam und Borkum wurde Ende März 1942, als nach einem kurzen Räumeinsatz mit vier Booten noch vor Calais und einigen weiteren Geleiten von der Seekriegsleitung aus Berlin der Befehl zur baldmöglichsten Verlegung nach Cuxhaven eintraf, die erste Etappe ins Schwarze Meer zurückgelegt. Über Hamburg wurde in die Elbe eingefahren. In Dresden-Übigau wurden die Boote auf sog. Coulemeyer-Transporter verladen und über Land an die Donau gebracht. In Ingolstadt wurden die Boote dann wieder zu Wasser gelassen. Über Wien und Belgrad wurde Otschakow östlich von Odessa in der Bug-Mündung als Stützpunkt erreicht. Als erstes trafen R 166 und R 35 hier ein.
Der erste Einsatz fand am 3. Juli 1942 statt. Ein Geleit mit einigen kleinen geschleppten Leichtern ab Sulina wurde in die Bug-Mündung eskortiert. In den folgenden Wochen folgten weitere Küstengeleite. Am 24. Juli 1942 wurden R 36, R 163, R 165 und R 166 auf die Krim verlegt, wo sie zum Ausbau der Wege von Sewastopol nach Osten eingesetzt wurden. Im gesamten Juli 1942 wurden von der Flottille 45 Handelsschiffe mit 58.000 brt sicher durch Schwarze Meer geleitet. Als letzte Boote trafen in der letzten Juli-Woche R 33 und R 64 in Konstanza ein. R 35 und R 37 verlegten daraufhin nach Balaklawa südlich von Sewastopol auf der Krim. In der Nacht zum 3. August 1942 fand das Unternehmen "Regatta" statt, der Durchbruch deutscher Marine-Fährprähme und der Hälfte der 3. R-Flottille durch die Straße von Kertsch ins Asowsche Meer statt. In der Nacht zum 8. August folgte das Unternehmen "Regatta II" und in der Nacht zum 10. August das Unternehmen "Regatta III", bei denen auch der Rest der Flottille durch die Straße von Kertsch ins Asowsche Meer brach. In der Nacht zum 19. August liefen R 36, R 37 und R 166 an die feindbesetzte Ostküste des Asowschen Meers und konnten dort zwei russische U-Jäger versenken. In der folgenden Nacht wurde für einen aus der Kertsch-Straße ins Asowsche Meer kommender Pinaß-Verband Geleit gestellt. Am 27. August brachten die R-Boote einen 60 Mann starken Stoßtrupp des Einsatzkommandos Neumann zur Erkundung an den Temjruk. Dazu hatte das Führerboot R 36 einen russischen Lotsen an Bord. Es folgten weitere Versorgungs- und Räumfahrten im Asowschen Meer.  Am 2.September wurde die 46. Infanterie-Division mit 24 MFP der 1. Landungs-Flottille, Siebelfähren, Pionierlandungs- und -sturmbooten unter dem Schutz der 3. Räumboots-Flottille und der Luftwaffe an der Nord- und Westseite der Taman-Halbinsel gelandet (Unternehmen »Blücher«). Die rumänische 3. Infanterie-Division wurde nachgeführt. Es folgten weitere Räum- und Geleit-Einsätze in den folgenden Wochen an der Krim und der Kaukasus-Küste. Im Oktober 1942 wurden von der Flottille neben zwei U-Booten und fünf Kriegsschiffen 23 Handelsschiffe mit etwa 28.500 brt geleitet. Zwei Frachter gingen verloren. Im November und Dezember 1942 waren es 18 Handelsschiffe mit 36.500 brt, auf die fünf U-Boot-Angriffe ohne Erfolg blieben. Außerdem wurden fünf Minen geräumt. Ende Februar 1943 kehrte die Flottille in den Westteil des Schwarzen Meers zurück. Am 8. Februar 1943 wurden von R 165 und R 163 im Warngebiet nördlich von Sewastopol 15 Minen geschnitten. Am Tag darauf waren es erneut sieben Minen vom Typ M 12. Im Geleitdienst wurden im Januar 1943 von der Flottille neben einem U-Boot und drei Minenschiffen sechs Frachter mit 19.900 brt gesichert. Im Februar 1943 waren es 15 Handelsschiffe mit 40.771 brt. Dabei wurden zwei Luftangriffe abgewehrt. Während des gesamten Sommers 1943 sicherte die Flottille Nachschubgeleite und säuberte die Nachschubwege von Minen. Vom 12. September bis Anfang Oktober fand das Unternehmen "Brunhild" statt. Die 17. Armee räumte in planmäßigem Zurückgehen über vorbereitete Sperrstellungen den Kuban-Brückenkopf und verhinderte dabei Durchbrüche der gleichzeitig zum Angriff angetretenen sowjetischen Nordkaukasus-Front. Unter Einsatz von MFP der 1., 3., 5. und 7. Landungs-Flottillen, Siebelfähren, Pionierfähren sowie Schleppern und Leichtern und Fluß-Zugschiffen wurden unter der Leitung des Admirals. Schwarzes Meer und des Seekommandanten Kaukasus, Kpitän zur See Grattenauer, 239.669 Mann, 16.311 Verwundete, 27.456 Zivilpersonen, 115.477 t Material, 21.230 Kraftfahrzeuge, 27.741 bespannte Fahrzeuge, 1815 Geschütze, 74 Panzer, 74.657 Pferde und 6255 Stück Vieh über die Straße von Kertsch abtransportiert. Überholende Landungen, die von sowjetischen leichten Fahrzeugen an der Süd- und an der Nordküste durchgeführt wurden, konnten die deutschen Bewegungen nicht mehr behindern. Die Sicherung der Kertsch-Straße gegen Einbrüche sowjetischer Schiffe übernehmen die 1. Schnellboots-Flottille, die 3. Räumboots-Flottille und Artillerieträger. Dabei kam es mehrfach zu Gefechten mit sowjetischen leichten Streitkräften, so am 17., 20. und 24. September. Vom 8. - 10. Oktober fand das Unternehmen »Wiking« statt: Rückverlegung von 240 zur Räumung des Kuban-Brückenkopfes eingesetzten Fahrzeugen in 4 großen Geleitzügen von der Kertsch-Straße nach Sewastopol. Die Sicherung wurde durch die 3. und 30. Räumboots-Flottille und die 23. UJ-Flottille, abgesetzt nach See durch die 1. S-Flottille übernommen. Durch Luftangriff wird Pionier-Sturmboot 229 versenkt, durch U-Angriff Marinefährprahm F 474. Vom 1. November - 12. Dezember 1943 wurde der Brückenkopf von Eltigen durch R-Boote, MFP und S-Boote unter Führung des Chefs der 3. R-Flottille, Kptlt. Klassmann blockiert. Anschließend sicherte die Flottille bis ins Jahr 1944 hinein den Geleitverkehr zwischen der abgeschnittenen Krim, Konstanza und Odessa zusammen mit der 10. Sicherungs-Division mit der 1., 3. und 23. U-Jagd-Flottille. Im Januar 1944 wurden 38 Handelsschiffe mit 67.376 brt, wobei fünf Luftangriffe abgewehrt wurden. Im Februar 1944 waren es 45 Handelsschiffe mit zusammen 70.152 brt und im März 194 53 Handelsschiffe mit 96.525 brt. Im März 1944 gehörten der Flottille die Boote R 35, R 37, R 163, R 164, R 165, R 166, R 196, R 197, R 203, R 204, R 206, R 207, R 208, R 209 und R 216 sowie die Grafenau. Am 11. April 1944 wurde R 204 auf der Pier von Feodosia durch einen russischen Luftangriff versenkt. Bis Mai 1944 nahm die Flottille dann an der Evakuierung der Krim teil. Im Zuge der Räumung wurden auf Booten der Flottille 1.318 Soldaten, darunter 338 Verwundete, geborgen. Zwei der eingesetzten R-Boote wurden dabei schwer beschädigt. Sämtliche Boote wurden durch Fliegerbeschuß beschädigt. Fünf Boote gingen daher nach Abschluß der Evakuierung nach Varna in die Werft, während jeweils zwei in Konstanza ausgebessert wurden. Am 21. August 1944 wurden die Boote der Flottille in Konstanza durch einen amerikanischen Luftangriff getroffen. Dabei sanken u.a. R 37, R 164 und R 204. Am 24. August 1944 kapitulierte Rumänien, was zu einer schwierigen Lage der deutschen Truppen im Land führte. Nach der rumänischen Kriegserklärung räumte die Flottille am 26. August Konstanza und verlegte nach Vara in Rumänien. Vor dem Hafen Varna wurden am 20. August die noch verbleibenden Boote der Flottille versenkt. Die Besatzungen machten sch auf dem Landweg auf den Weg nach Deutschland. Dabei kam es wiederholt zu Gefechten mit Partisanen.
Bereits Ende 1944 war unter Kapitänleutnant Klaßmann in Bremen mit der Neuaufstellung der 3. R-Flottille begonnen worden. Die Flottille erhielt Boote aus der Werft Abeking & Rasmussen in Lemwerder. Mit Blick auf die Frontlage wurde im Februar 1945 beschleunigt seeklar gemacht und nach Kiel-Friedrichsort verlegt. Dort erhielten die Boote im Arsenal die vollständige Bewaffnung. Ohne nochmals zum Einsatz gekommen zu sein, mußte Anfang Mai 1945 Kiel geräumt und nach Flensburg-Solitude verlegt werden. Hier kapitulierte die Flottille am 8. Mai 1945.

unterstellte Boote:

R 33, R 34, R 35, R 36, R 37, R 38, R 39, R 40, R 163, R 164, R 165, R 166 R 196, R 197, R 203, R 204, R 205, R 206, R 207, R 208, R 209, R 216, R 248

Begleitschiff war der Tender Von der Groeben

1945: R 270, R 288, R 289, R 418, R 420, R 421, R 422 R 423

Begleitschiff war die Gazelle

 

Flottillenchefs:

April 1939 Kapitänleutnant Stubbendorf (trat wg. einer Krankheit den Dienst nicht an)

April 1939 Leutnant zur See Wilhelm Anhalt (in Vertretung, Kommandant des Räumbootes R 38)

Mai 1939 Kapitänleutnant Hugo Heydel

November 1940 Kapitänleutnant Birr

Januar 1941 Kapitänleutnant Reischauer

August 1941 Kapitänleutnant Rossow

Oktober 1941 Oberleutnant zur See Halledt-Holzapfel (m.d.W.d.G.b.)

November 1941 Korvettenkapitän Hölzerkopf

April 1943 Kapitänleutnant Klassmann

 

Februar 1945 Kapitänleutnant Klassmann

 

4. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im April 1940. Die Flottille wurde zu Minenräumeinsätzen in der Nordsee und später im Westraum eingesetzt. Nach der Invasion in Frankreich im Juni 1944 wurde die Flottille in das Skagerrak und an die norwegische Südküste verlegt.

 

unterstellte Boote:

R 41, R 42, R 43, R 44, R 45, R 46, R 47, R 48, R 49, R 50, R 51, R 52, R 80, R 83, R 115, R 120, R 126, R 128, R 138, R 143, R 150, R 218, R 240, R 243, R 244, R 245, R 246, R 255, R 262, R 274, R 275, R 290, R 291

 

Flottillenchefs:

Korvettenkapitän Hagen Küster

Jul 1940 Korvettenkapitän Holst

September 1942 Korvettenkapitän Homeyer

Mai 1943 Kapitänleutnant Anhalt

 

5. Räumbootsflottille

Aufgestellt ab August 1939 nach den Mobilisierungsplänen mit kleinen Booten aus den Minenräum-Schulen. Bei Kriegsbeginn unterstand die Flottille dem Befehlshaber der Sicherung der Ostsee direkt, ab Mitte September dem Führer der Minensuchboote Ost. Im Januar 1941 unterstand sie dem Führer der Minensuchboote Nord. Ab Mitte Mai 1941 verlegten diese Boote ins Schwarze Meer zur Bildung der 6. R-Flottille, die Flottille bekam große R-Boote. Die Flottille war Anfangs in der Ostsee und ab Anfang 1941 in Nord-Norwegen stationiert. Mitte 1941 dann im Finnbusen eingesetzt, Ende 1941 bis Kriegsende dann wieder in Nord-Norwegen.

 

unterstellte Boote:

1939: R 1, R 3, R 4, R 5, R 6, R 7, R 8, R 9, R 10, R 11, R 12, R 13

1941: R 53, R 54, R 55, R 56, R 57, R 58, R 59, R 60, R 61, R 62, R 63, R 64

dazu kamen im weiteren Kriegsverlauf: R 89, R 90, R 113, R 121, R 122, R 124, R 238, R 250, R 269, R 273

Begleitschiff war die Elbe

 

Flottillenchefs:

August 1939 Kapitänleutnant Gemein

Juni 1940 Kapitänleutnant Dobberstein

März 1943 Kapitänleutnant Kleemann

Februar 1945 Kapitänleutnant Hans Alexy

 

6. Räumbootsflottille

 

Die 6. Räumbootsflottille wurde ab dem 28. Juli 1941 in Cuxhaven aus den Räumbooten R 9 bis R 16 aufgestellt. Für die Verlegung über Land nach Nordafrika gingen R 10, R 15 und R 16 in die Werft nach Königsberg, die anderen Boote in die Werft nach Cuxhaven. Am 27. September 1941 war die Aufstellung der Flottille beendet. Am 11. November 1941 landete ein erstes Vorkommando der Flottille per Flugzeug in Tripolis, um hier den Stützpunkt für die Ankunft der Räumboote vorzubereiten. Am 19. November 1941 liefen als erste Boote R 9, R 12 und R 15 aus Cuxhaven aus, am 23. November 1941 folgten R 10 und R 13, am 1. Dezember 1941 folgte der Rest der Flottille. Als Flugsicherungsboote getarnt - die Besatzungen in Zivilkleidung - erreichten die Räumboote über Rotterdam, den Rhein, den Rhein-Rhone-Kanal und den kanalisierten Doubs Verdun sur Saone. Teilweise mußte die Verlegung wegen Vereisung der Wasserstraßen unterbrochen werden. Über Lyon, Vienne und Port Saint Louis erreichten die Boote das Mittelmeer. In Port St. Louis sammelte die Flottille und verlegte dann in zwei Gruppen nach La Spezia zur Werftüberholung und zur Ausrüstung. Am 18. März 1942 verließ die Flottille La Spezia zum Marsch nach Süden. Am 20. März 1942 hatten einige Bote im Nebel vor Castel Volturno Grundberührung. R 9, R 13, R 14 und R 15 gingen daraufhin in Neapel in die Werft. Am 22. März 1942 verließen R 10, R 11, R 12 und R 16 Neapel und marschierten über Salerno, Messina und Palermo nach Trapani. Am 3. April 1942 liefen R 10, R 11, R 12 und R 16 von Trapani aus im Geleit mit dem Dampfer "Una" nach Lampedusa aus. Am 5. April 1942 erreichten R 9, R 14 und R 15 Lampedusa. Am 7. April 1942 erreichte die Flottille in zwei Gruppen Tripolis. Am 13. April 1942 wurde aus dem ersten Geleit der Boote R 10, R 11, R 14 und R 16 mit dem italienischen Torpedoboot "Perseo" von Tripolis nach Benghasi der Dampfer "Atlas" durch ein britisches U-Boot versenkt. Im Mai 1942 wurden die Boote R 10, R 11, R 14 und R 16 von Benghasi aus eingesetzt, die übrigen Boote von Tripolis aus. Mitte des Monats verlegten auch R 9, R 12, R 13 und R 15 nach Benghasi. Hier sicherten die Boote Geleite nach Derna. Am 18. Mai 1942 verlegten die in Tripolis verbliebenen Boote nach Derna. Am 22. Mai 1942 kollidierte R 15 bei Ras al Hamama mit dem Marinefährprahm MFP 149. Das beschädigte Boot wurde nach Palermo geschleppt, wo es am 30. Juni in die Werft ging. Vom 27. bis 29. Mai führten R 9, R 11 und R 16 das Unternehmen "Bomba-Bucht" durch, einen Ablenkungs-Vorstoß zur Verschleierung eines deutschen Angriffs. Nach dem Fall der Festung Tobruk liefen R 9, R 10, R 11, R 12, R 13 und R 16 am 21. Juni 1942 als erste deutsche Flotteneinheiten im Hafen Tobruk ein. Am 29. Juni1942 verlegte R 13 als erstes Boot in das soeben eroberte Marsa Matruk ein. Kurz darauf folgte R 12 mit der "Jädjör" und zwei Fähren. Im Juli wurde die Flottille dann zur Sicherung von Nachschubgeleiten nach Marsa Matruk eingesetzt. Vom 17. Mai bis zum 15. Juli hatte die Flottille 122 Schiffe geleitet. Am 11. Juli 1942 erhielt der deutsche Dampfer "Brook" im Hafen von Marsa Matruk einen Bombentreffer. Um eine Explosion zu vermeiden, wurde das Schiff durch R 10 versenkt. Am 2. August 1942 wurde R 9 in der Bucht von Bardia bei einem nächtlichen Bombenangriff versenkt. Es war der erste Totalverlust der Flottille. Am 24. August 1942 wurden R 10, R 12 und drei MFP auf dem Marsch von Tobruk nach Marsa Matruk in der Nacht erfolglos mit Bomben angegriffen. Nach dem Verlust von R 9 und R 11 verfügte die Flottille noch über fünf Boote in Nordafrika (R 10, R 12, R 13, R 14 und R 16). R 15 war in Palerno in der Werft. Da die Boote seit März ununterbrochen eingesetzt waren, machten sich Verschleißerscheinungen bemerkbar. Die Boote R 14, R 10 und R 16 wurden daher zur Werftliegezit nach Sizilien entlassen. In Palermo wurde der Flottillenstützpunkt ausgebaut. Am 2. September 1942 lief R 14 zusammen mit der "Jädjör" und fünf MFP von Derna nach Kreta aus, um über Piräus, den Kanal von Korinth und Korfu nach Palermo in die Werft zu gehen. Das Boot traf am 6. Oktober in Palermo ein. In der Nacht zum 14. September 1942 erfolgte ein britischer Handstreich auf Tobruk. R 10 erbeutete das MTB 314. Die Boote R 10, R 12, R 13 und R 16 brachten 117 britische Gefangene ein. Am 25. September liefen R 10 und R 16 von Derna über Kreta und Piräus zur Werftliegezeit nach Palermo. Das erbeutete MTB 314 wurde von der Flottille im Oktober als RA 10 in Dienst gestellt. Das Boot verlegte anschließend nach Palermo. Am 26. Oktober liefen auch R 12 und R 13 nach Palermo. Anfang November 1942 war somit nur noch R 15 in Nordafrika stationiert. R 12 und R 13 verlegten nach ihrem Eintreffen in Palermo sofort nach Biserta. Kurz darauf folgte RA 10. Am 3. November traf R 15 wieder in Tobruk ein. Das Boot sicherte bis zum 11. November Nachschubgeleite zwischen Tobruk und Barida. Am 12. November 1942 nahm R 15 als letztes Schiff in Tobruk das Restkommando der geräumten Stadt an Bord. Am gleichen Tag trafen R 12 und R 13 von Palermo kommend in Biserta ein. Am 14. November erreichte RA 10 von Palermo aus Biserta. Am 16. November 1942 erhielt der deutsche Dampfer "Hans Arp" auf der Reede von Ras el Aali einen Torpedotreffer. R 15 wurde von Betonsplittern beschädigt, als ein Torpedo auf die Anlegebrücke neben dem Boot einschlug. Am 8. Dezember 1942 wurde der Kriegshafen Biserta von Admiral Derrien übergeben. R 12, R 13 und RA 10 besetzten verschiedene Schlepper, Leichter, Wachboote und den Dampfer "Mostagama". Anschließend wurden R 12 und R 13 zur Werftliegezeit nach Palermo entlassen, wo sie am 13. Dezember eintrafen. RA 10 wurde in Ferryville für die Verlegung nach La Spezia überholt.
Im Januar 1943 standen der Flottille noch die drei Boote R 10, R 14 und R 16 zur Verfügung, die von Sizilien kommende Nachschubgeleite sicherten. Am 29. Januar 1943 wurde ein Geleit mit R 10, R 14 und R 16 durch fünf Bristol-Bomber angegriffen. Auf R 10 zerstörte ein Rohrkrepierer die vordere 2-cm Flak. R 14 schoß einen der angreifenden Bomber ab. R 16 meldete die Beteiligung an einem weiteren Abschuß. Am 16. Februar 1943 konnten die drei Boote bei Cap Bon drei Treibminen abschießen. Am 21. Februar 1943 konnten R 10, R 14 und R 16 vier britische Torpedoflugzeuge in der Bucht von Tunis abwehren. Am 23. Februar 1943 schossen R 10, R 14 und R 16 zwei Sprengbojen und zwei Minen bei Cap Zebib ab. Beim Einlaufen in Biserta kollidierte R 16 mit einer italienischen Pinasse und wurde gleichzeitig von einem französischen Schlepper achtern gerammt. Das Boot ging daraufhin nach Ferryville in die Werft. Ende Februar stieß dafür R 15 zur Flottille. Der März 1943 stand ganz im Zeichen der Minenräumung. Am 13. März 1943 wurden R 10, R 14, R 15 und R 16 mit ausgebrachtem Räumgerät von zwei englischen Schnellbooten angegriffen. Sämtliche Geräte wurden gekappt. Im Abwehrfeuer liefen die Angreifer nach Nordwesten ab. Bei R 10 war die Steuerbordmaschine in Brand geschossen worden. Das Boot lief mit Höchstfahrt auf die Küste zu, da der in Flammen stehende Maschinenraum nicht betreten werden konnte. Es gelang nach einer Stunde, den Brand zu ersticken. Kurz danach blieben die Maschinen stehen, weil die Brennstoffzufuhr unterbrochen worden war. Bei böigem Wind und Seegang 5 nahm R 14 das Boot in Schlepp. Das Boot wurde nach Biserta geschleppt. Am 24. März 1943 griffen amerikanischen Bomber Ferryville an. 200 m vor R 10 explodierte der Dampfer "Umbrino". Durch herumfliegende Schiffsteile wurde das Oberdeck des Räumbootes beschädigt. Im April 1943 wurde beschlossen, die Flottille durch die Boote R1, R 3, R 4, R 6, R 7 und R 8 aus dem Reichsgebiet zu verstärken. Diese Boote verlegten ab April 1943 auf dem gleichen Weg wie die Flottille 1941/42 ins Mittelmeer. Am 5. April 1943 räumten R 14, R 15 und R 16 mit weiteren Minensuchbooten vor Zembra Minen. Über Cap Bon wurden dabei schwere Luftkämpfe beobachtet, wobei mehrere Ju 52 abgeschossen wurden. 15 zweimotoriger Bomber griffen zusätzlich die Boote mit Bomben und Bordwaffen an. M 6611 wurde in Brand geschossen und sank eine Stunde später. Die Boote übernahmen Tote und Verwundete aus abgeschossenen alliierten und deutschen Maschinen. Anschließend lief die Maschine nach La Goulette. Knapp 3 sm vor der Hafeneinfahrt flogen 18 Spitfire die Boote im Tiefflug an. Bei R 14fielen beide Maschinen durch Beschuß aus. Nach drei Anflügen waren 13 Mann von R 14 und R 15 tot, 26 verwundet. R 15 schleppte R 14 nach La Goulette ein. Am 8. April 1943 verlegten R 14 und R 15 von Tunesien nach Sizilien. Am 30. April 1943 sank RA 10 nach einem Bombentreffer vor La Goulette. Am 4. Mai 1943 liefen R 14 und R 15 zur Werftliegezeit in Toulon ein. Am Folgetag konnte R 10 die Werft in Ferryville wieder verlassen. Am 7. Mai wird La Goulette schließlich geräumt. R 10 und R 16 liefen zusammen mit HR 6614, HR 6615, HR 6617 und drei Hafenschutzbooten aus. Die R-Boote hatten zusätzlich jeweils 72 Mann an Bord. Nach dem Auslaufen wurden die Boote von Jagdbombern angegriffen, die ein Hafenschutzboot versenken konnten. R 16 wurde schwer beschädigt. Noch am 7. Mai erreichten die Räumboote dann Trapani. Aus der Heimat trafen R 3 und R 4 in Salerno ein, R 10 und R 16 gingen nach Nettunia in die Werft. Der Hauptstützpunkt der Flottille verlegte nach Anzio. Anfang Juni gingen R 3 und R 4 in Nettunia in die Werft. R 1, R 6, R 7 und R 8 ereichten am 6. Juni bei Port St. Louis das Mittelmeer. Damit verfügte die Flottille ohne die Hilfsschiffe über zwölf Schiffe. Sie wurden zur Geleitsicherung nach La Spezia, Genua, Margherita, Lerici und Bastia eingesetzt. M 7002 nis M 7010, eine weitere Gruppe von französischen Hummerbooten, sicherten Geleite von La Maddalena (Sardinien) aus. Hierbei wurden M 7001 und M 7004 durch MG-Beschuß beschädigt. Am 21. Juni 1943 verließ R 16 die Werft von Nettunia und übernahm Geleitaufgaben. Zu Beginn des Monats Juli befanden sich R 14 und R 15 weiterhin in der Werft von Toulon. R 1, R 3, R 4 und R 10 lagen in der Werft von Nettunia. R 6, R 7, R 8, R 12 und R 13 waren für Geleitaufgaben vor allem im Seegebiet Neapel - La Spezia - Bastia eingesetzt. Die HR-Bootsgruppe operierte mit zwei Minenschiffen an der Westküste Sardiniens. Am 21. Juli 1943 griffen elf Torpedoflugzeuge vom Typ Bristol-Beaufort im Seegebiet vor Bastia ein Geleit von R 6, R 12, R 13 und R 16 mit den Frachtern "Vertuno", "Arpino" und "Imerette" an. Zwei Maschinen erhielten Treffer in Leitwerk und Kanzel. Über See wurden zwei Falschirme beobachtet. Auf den Räumbooten wurden fünf Mann verletzt, darunter der Kommandant von R 6, Obersteuermann Böhlein. R 13 wurde durch einen 4-cm Treffer im Vorschiff am schwersten betroffen. Am 22. Juli wurde das Geleit vor dem Einlaufen in Porto Ferraio nochmals von Bombern angegriffen.  Am gleichen Tag verließen die letzten deutschen Einheiten Salerno. Am 23. Juli wurde der durch R 7 und ein italienisches Torpedoboot geleitete Dampfer "Mont Apel" von einem Torpedoflugzeug versenkt. R 7 übernahm 52 Überlebende. Im August 1943 lagen R 14 und R 15 in Toulon in der Werft, R 3 und R 4 in Nettunia. R 6 ging nach den Schäden vom 21. Juli in La Grazia in die Werft, R 12 in Nettunia. Das Einsatzgebiet der anderen Boote reichte bis Toulon. Am 18. September 1943 wurde R 14 in der Werft von Toulon "K B" gemeldet. Im Laufe des Monats kamen R 16, R 3, R 4, R 1 und R 8 zur Werftliegezeit nach Toulon. R 12, R 15 und später auch R 10 und R 14 wurden in erster Linie bei der Räumung von Sardinien und Korsika eingesetzt. Der Stützpunkt Anzio wurde nach Marina di Oisa verlegt. Am 8. September 1943 kapitulierte Italien. R 1, R 7 und R 13 liefen mit vier MFP von Sapri nach Salerno. R 1 hatte westlich von La Punta Grundberührung und wurde zunächst von R 13, dann vom MFP 486 in Schlepp genommen. Am 9. September wurde das Geleit R 1 / MFP 486 in der Höhe von Nettunia von einem italienischen Flugzeug angegriffen. R 13 kam R 7, das ebenfalls Grundberührung hatte, nach dem Einlaufen des Geleits in Salerno zu Hilfe. Deutsche Pioniere sprengten die Pier von Salerno, Schiffsartillerie der alliierten Landungsflotte nahm die Stadt unter Feuer. R 7 und R 13 wurden durch je sechs Wasserbomben gesprengt. Die Besatzungen schlossen sich der Panzer-Aufklärungs-Abteilung 16 an und schlugen sich später nach Norden durch. Zwei Mann blieben vermißt. R 12 und R 15 wehrten um Mitternacht im Hafen von Piombino mit UJ 2209, KT 14 und Penichen einen Angriff von 14 italienischen Panzerwagen ab. Sämtliche deutschen Schiffe liefen gegen 1.30 Uhr nach Livorno aus. Im Morgengrauen wurden ein italienischer Schleppzug mit Benzin und mehrere Fischkutter aufgebracht und nach Livorno überführt. Ein Angriff italienischer Torpedoflugzeuge auf den Hafen wurde durch die Boote abgewehrt. R 8 wurde auf dem Marsch von Nettunia nach Livorno gegen 11.30 Uhr von einem Flugzeug mit Bordwaffen angegriffen, wobei es zwei Tote und einen Verwundeten gab. Am 10. September erreichte R 1 und MFP 486 um 7.00 Uhr Livorno. Am 11. September wurden R 12 und R 15 mit einem MFP auf dem Marsch nach Gaeta in der Straße von Piombino von Küstenbatterien beschossen. Die Boote nebelten sich ein. Am 16. September geleitete R 15 mehrere MFP nach Sardinien, die zum Abtransport von Truppen bestimmt waren. Ab dem 17. September wurde in Marina di Pisa ein neuer Flottillenstützpunkt eingerichtet. Am 24. September ging R 15 mit Maschinenschäden in die Werft von Viareggio. R 10, das von Toulon in Livorno eingetroffen war, wurde mit R 12 und KT 14 bei der Räumung Korsikas eingesetzt. Am 25. September war R 14 mit mehreren Penichen auf dem Marsch von Mentone nach Bastia. Beim Einlaufen in Savona lief eine Peniche auf die Mole auf und brach auseinander. Am 30. September wehrten R 10 und R 12 einen U-Boots-Angriff auf zwei geleitete Dampfer ab. Im Oktober 1943 lagen die Boote R 1, R 3, R 4, R 8 und R 16 in Toulon, R 15 in Viareggio in der Werft, R 10, R 12 und R 14 sowie ab Mitte Oktober R 15 wurden von Livorno bis Marseille für Geleit- und Minenaufgaben eingesetzt. Am 21. Oktober wurde R 15 im Hafen von St. Stefano bei einem Bombenangriff von Splittern beschädigt. Der Kommandant wurde verletzt. Am 24. Oktober 1943 kam es zu einem erfolglosen Torpedoangriff eines U-Bootes auf R 10, R 14 und R 15 mit dem Dampfer "Glückauf" im Seegebiet südlich von Genua. Im November waren in der Werft von Toulon R 1, R 3, R 4, R 8, R 10, R 16 und kurzfristig R 14 und R 15. R 12 war in Viareggio a.K.B. gemeldet. R 14 und R 15 erfüllten Geleitaufgaben im nördlichen thyrrenischen Meer. Sie wurden vom 21. November an durch R 4 und R 16 verstärkt. Am 24. November 1943 griffen etwa 80 viermotorige Bomber das Arsenal von Toulon an. R 1 erhielt einen Treffer und sank. Bei R 3 wurden die Aufbauten schwer beschädigt. R 8 hatte durch Luftdruckwirkung leichte Schäden am Oberdeck. Beide Maschinen von R 10, die in einer Werfthalle aufgebockt waren, wurden zerstört. Nach diesem Bombenangriff waren R 1, R 3 und R 10 außer Dienst gestellt. R 8 blieb in Toulon, R 12 in Viareggio in der Werft. Ab Mitte Dezember wurden die Boote zur Überführung in die Adria vorbereitet. Die Flottille errichtete aus diesem Grund einen Stützpunkt in Genua. R 4, R 14, R 15 und R 16 hatten bis Mitte Dezember Geleit- und Räumaufgaben. Im Januar 1944 wurden R 4, R 12, R 14, R 15 und R 16 in die Adria nach Venedig verlegt. An der Westküste Italiens gingen R 1, R 3, R 6, R 7 und R 13 verloren. R 10 verblieb zunächst noch in der Werft von Toulon. Im Februar 1944 befanden sich die Boote der Flottille zur Überholung im Arsenal in Venedig. In Abbazia wurde der neue Stützpunkt der Flottille aufgebaut. Als erstes Boot verließ R 4 im März 1944 die Werft in Venedig und wurde zum Minenräumen vor Fiume eingesetzt. Im April 1944 verließen dann R 12, R 15 und R 16 die Werft in Venedig. Die Boote nahmen an Minenunternehmungen vor Pola und Veglia teil. Am 30. April beschädigte R 12 beim Einlaufen in Pola die Schrauben und wurde kurzfristig eingedockt. Im Mai 1944 wurden die Boote der Flottille zum Schutz von Nachschubgeleiten nach Sibenik, Zara, Split und den dalmatischen Inseln eingesetzt. R 8 und R 14 beendeten ihre Werftliegezeit in Venedig. Der Flottillenstützpunkt wurde von Abbazia nach Pola verlegt. Am 19. Mai 1944 wurden R 12 und R 16 im Geleit mit drei kleinen Tankschiffen auf dem Marsch von Makarska nach Korcula in der NAcht von zwei britischen Schnellbooten angegriffen. Bei dem Gefecht wurden R 12 und R 16 sowie eines der britischen Schnellboote beschädigt. Die R-Boote hatten einen Toten, einen Vermißten und dreizehn Verwundete zu beklagen. Die Tankschiffe wurden nach Korcula entlassen. R 16 schleppte R 12 nach Makarska und wenige Tage später über Split-Sibenik zusammen mit R 15 nach Pola. Dort ließen R 12 und R 16 im Juni 1944 ihre Schäden in der Werft von Pola beseitigen. Die übrigen Boote operierten in der nördlichen Adria. Am 9. Juni 1944 wurde Triest geräumt, R 8, R 14 und R 15 verließen den Hafen. Am 16. Juni geleiteten R 8, R 14 und R 15 einen Tanker und zwei Penischen von Fiume nach Pola. In der Nacht wurde der Verband bei Punta Nera durch zwei britische Zerstörer angegriffen. Der Tanker wurde durch die Briten versenkt, alle R-Boote außer R 14 erhielten Treffer. Es gelang den R-Booten die Penischen einzunebeln und auf die Küste zuzulaufen. Während des Monats Juli 1944 befand sich R 12 in der Werft von Pola. Die übrigen Boote hatten nach Beseitigung der Schäden Räum- und Minenaufgaben mit Fährprähmen vor Pola und im Quarnero zu absolvieren. Wegen der alliierten Luftüberlegenheit wurden die Boote fast nur noch nachts eingesetzt. Anfang August 1944 wurde das Einsatzgebiet der Flottille an die dalmatische Küste um Sibenik verlegt. Ab Mitte August wurden die Boote dann wieder für Geleit- und Räumaufgaben im Seegebiet Triest - Pola - Fiume eingesetzt. R 12 ging von Pola aus in die Werft von Triest. Am 1. August 1944 sicherten R 4, R 8, R 14, R 15 und R 16 das Landungsunternehmen "Negus" auf der Insel Zirje vor Sibenik. Ab Mitte September waren R 4, R 15 und R 16 wiederum im dalmatischen Küstengebiet eingesetzt. R 12 ging durch einen Minentreffer verloren. R 8 und R 14 behoben Schäden in der Werft von Pola. Ende September 1944 wurde R 187 der Flottille unterstellt. Im Oktober 1944 begann die Räumung Griechenlands, Südalbaniens und Südmazedoniens. Mit dem Vorstoß britisch-jugoslawischer Einheiten im dalmatischen Küstengebiet verlagert sich der Einsatz der Boote wieder stärker in das Gebiet Fiume - Pola - Triest - Venedig. Insbesondere R 187 operierte zum Teil mit TA 20, TA 21, Z 220 und KT 6 zusammen. Im November 1944 nahm die Flottille Minenaufgaben in der nördlichen Adria wahr. Nach Beendigung der Räumung Griechenlands gingen weitere Häfen an der dalmatischen Küste verloren. R 10 konnte im November 1944 die Werft in Venedig verlassen und wurde am 12. November wieder in Dienst gestellt. Am 14. November 1944 liefen R 187, R 14 und R 16 mit den Dampfern "Anna Martini" und "Gofredo Mameli" von Triest nach Pola. Kurz nach Mitternacht lief die "Gofredo Mameli" querab von Pirano auf eine Mine. R 187 übernahm die Besatzung, R 14 die Verwundeten. Die Gofredo Mameli" wurde gegen Mittag vor Pirono auf Grund gesetzt und am 16. November nach Triest geschleppt. Im Dezember 1944 wurde in zunehmendem Umfang von der gegnerischen Luftwaffe die nördliche Adria-Küste vermint. Anfang des Monats waren R 4, R 8, R 14 und R 16 kurzfristig in Pola in der Werft. Am 31. Dezember 1944 wurde der Hafen von Pola durch die alliierte Luftwaffe angegriffen. Der Angriff wurde von R 8, R 10, R 14, R 15 und R 187 abgewehrt. Zu Beginn des Jahres 1945 verfügte die Flottille über die Boote R 187, R 4, R 8, R 10, R 14, R 15 und R 16, die wie bisher bei Geleiten und Minenaufgaben eingesetzt wurden. Am 20. Januar 1945 erfolgte ein weiterer alliierter Luftangriff auf Pola. R 4, R 14, R 15, R 16 und R 187 nahmen die sechs Jabos unter Feuer. Am gleichen Tag wehrten R 8 und R 10 zusammen mit der Flak an Land einen Fliegerangriff auf Triest ab. Am 2. Februar 1945 legten R 14, R 16, MFP 1043 und MFP 1153 die Minensperre "Pfau" vor Pola. Am 7. Februar 1945 geleiteten R 187, R 8, R 10, R 14 und R 16 die "Pluto" von Triest nach Pola. In der Höhe von Cittanova wurden bei dunstiger Sicht drei englische Schnellboote an Steuerbord ausgemacht. Im Sperrfeuer schossen die MTB ihre Torpedos und liefen nach Westen ab. Die "Pluto" wurde von einem Torpedo getroffen. R 8 und R 10 kollidierten und liefen nach Cittanova zurück. Die "Pluto" konnte stabilisiert werden und lief am 8. Februar in Triest ein. Vom 9. - 12. Februar wurde R 10 in Triest eingedockt. Am 22. Februar wurde R 4 vor Albona durch Raketenbomben schwer beschädigt und zunächst nach Fiume, später nach Pola überführt. Das Boot kam nicht mehr zum Einsatz. Am 9. / 10. März 1945 wurden Minenunternehmungen mit mehreren R-Booten, MFP und "Kiebitz" von Triest aus durchgeführt. Der Verband wurde in der Höhe von Umago von englischen Schnellbooten mit Torpedos angegriffen und gingen auf Gegenkurs. Ein MFP, der zu dicht unter Land fuhr, lief auf Grund. R 14 versuchte vergeblich, den Fährprahm freizuschleppen und beschädigte dabei Ruder und Schrauben. Ohne Ruder erreichte das Boot mit Hilfe beider Schrauben Triest. Der MFP kam mit auflaufendem Wasser ebenfalls frei. Am 11. März verlegte R 14 mit eigener Kraft von Triest in die Werft Monfalcone. Bei einem Luftangriff am 16. März auf die Werft erhielt R 14 einen Volltreffer am Heck. Das gerade fertig gestellte RD 115 sank im Werftkanal von Monfalcone nach einem Bombentreffer. Nach dem Verlust von R 4 und R 14 verfügte die Flottille im April 1945 noch über fünf Boote. Neubauten (RD-Boote) in Venedig und Monfalcone standen vor der Fertigstellung. Ende des Monats machten RD 116 in Monfalcone und RD 127 in Venedig Probefahrten. Am 16. April ging R 15 bei Kap Salvore durch einen Torpedotreffer verloren. Nur fünf Mann der Besatzung konnten gerettet werden. Ende April wurde der Stützpunkt Pola aufgegeben. Nach dem am 28. April 1945 erfolgten Einmarsch der Alliierten in Verona wurden die bei Celli (Venedig) im Bau befindlichen Boote zerstört. RD 128 wurde ohne Motoren im Schlepp eines S-Bootes nach Triest gebracht. Venedig wurde von der Kriegsmarine geräumt. Am 30. April wurden auch die in Monfalcone noch nicht fertig gestellten Boote gesprengt. Am 1. Mai 1945 wurde Monfalcone von den Neuseeländern eingenommen, der dortige Stützpunkt geriet in Gefangenschaft. Die noch verbleibenden Räumboote R 8, R 10, R 16, R 187 und RD 116 liefen an die Tagliamento-Mündung, wo die Boote am 2. Mai auf den Strand gesetzt wurden. Die Besatzungen kamen in britische Gefangenschaft. Von den Stützpunktbesatzungen gerieten viele Soldaten in jugoslawische Gefangenschaft, von denen heute noch viele vermißt sind. 

 

unterstellte Boote:

R 1, R 3, R 4, R 6, R 7, R 8, R 9, R 10, 115, R 187, RA 10 (ehemaliges englisches Motortorpedoboot), RD 116, RD 117, RD 118, RD 119, RD 120, RD 121, RD 122, RD 127, RD 128, RD 129, RD 130, RD 131

 

Flottillenchefs:

August 1941 Kapitänleutnant Rossow

 

August 1941 Kapitänleutnant Reichauer

Juli 1943 Kapitänleutnant Klemm

 

7. Räumboots-Flottille

 

Aufgestellt im Herbst 1940 durch die Umbenennung der 11. Räumboots-Flottille unter Verlegung an die holländische und belgische Küste. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Flottille aus den Booten "R 151" - "R 162". Im Dezember 1940 wurde die Flottille nach Drontheim verlegt. Dort absolvierten die Boote Einfahr- und Übungsfahrten im Drontheim-Fjord. Gleichzeitig wurden die Boote bereits zu Geleitaufgaben eingesetzt. Im Juni 1941 wurde die Flottille nach Kirkenes verlegt und von da ab die folgenden Monate im Wechsel mit der 5. R-Flottille an der Polarküste eingesetzt. Haupt-Einsatzgebiet war zwischen Kirkenes und Petsamo, aber auch zwischen Kirkenes und Hammerfest.

 

unterstellte Boote:

R 151, R 152, R 153, R 154, R 155, R 156, R 157, R 158, R 159, R 160, R 161, R 173, R 202, R 223, R 262, R 277

Begleitschiff war die Weser

 

Flottillenchefs:

Oktober 1940 Korvettenkapitän von Foerster

November 1942 Korvettenkapitän von Quednow

Mai 1944 Kapitänleutnant Heuser

 

8. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im Januar 1942 für den Einsatz im Kanal. Nach der Invasion in Frankreich im Juni 1944 verlegte die Flottille nach Aarhus in Dänemark.

 

unterstellte Boote:

R 92, R 93, R 94, R 95, R 96, R 97, R 98, R 99, R 100, R 101, R 113, R 117, R 118, R 130, R 146, R 147, R 257, R 258, R 409

Begleitschiff war die NAdir, später die Schwertfisch

 

Flottillenchefs:

Januar 1942 Kapitänleutnant Margner

Januar 1943 Kapitänleutnant Muser

Februar 1945 Kapitänleutnant Bross

 

9. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im Mai  und Juni 1942 in Rotterdam.

 

unterstellte Boote:

R 85, R 87, R 88, R 103, R 104, R 105, R 107, R 108, R 109, R 110, R 111, R 112, R 131, R 148, R 149, R 247, R 251, R 412, R 413, R 414, R 415, R 416, R 417

Begleitschiff war die Alders

 

Flottillenchefs:

Juni 1942 KApitänleutnant Piwowarsky

Februar 1943 Kapitänleutnant Hartrumpf

Januar 1944 Kapitänleutnant Fock

Februar 1945 Kapitänleutnant Friedrich Roll

 

10. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im Februar und März 1942 in Cuxhaven und in den Kanal verlegt. Nach der Invasion im Juni 1944 wurde die Flottille zersprengt.

 

unterstellte Boote:

R 175, R 176, R 177, R 179, R 180, R 181, R 182, R 183, R 184, R 190, R 213, R 217, R 218, R 219, R 221, R 222, R 224, R 234

Begleitschiff war die von der Lippe.

 

Flottillenchefs:

Februar 1942 Kapitänleutnant Nau

 

 

11. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt Ende 1939 aus acht Fischkuttern und einem Begleitschiff. Eingesetzt wurde die Flottille in der Ostsee an der dänischen, holländischen und belgischen Küste. Im Oktober 1940 wurde die Flottille auf echte R-Boote umgerüstet und zur 7. Räumboots-Flottille umbenannt.
Neu aufgestellt im September 1942. Die Flottille wurde anschließend über französische Flüsse und Kanäle in das Mittelmeer verlegt und dort vor der südfranzösischen Küste, in West-Italien sowie im Raum Korsika / Sardinien eingesetzt. Am 23. September 1944 wurde die Flottille aufgelöst. Die verbliebenen Boote kamen zur 22. Ujagd-Flottille und zur 13. Sicherungsflottille.

unterstellte Boote:

ab 1942: R 39, R 161, R 162, R 189, R 192, R 198, R 199, R 200, R 201, R 212, R 215, RD 102, RD 103, RD 104, RD 105, RD 109, RD 111, RD 112, RD 113, RD 114, RD 148, RD 149, RA 252, RA 253, RA 254, RA 258, RA 260, RA 261, RA 262, RA 263, RA 264, RA 267, RA 268

 

Flottillenchefs:

September 1939 Kapitänleutnant Hubert Schlüter

Dezember 1939 Kapitänleutnant von Foerster

 

30. September 1942 - 13. Mai 1944 (schwere Verwundung) Kapitänleutnant Felix Freytag

ab 14. Mai 1944 Kapitänleutnant Otto Reinhardt

September 1942 Kapitänleutnant Felix Freytag

Mai 1944 Kapitänleutnant Otto Reinhardt

 

12. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im Mai 1942 in Brügge und dann ins Mittelmeer verlegt. Im Februar 1945 aufgelöst.

 

unterstellte Boote:

R 34, R 38, R 40, R 178, R 185, R 186, R 188, R 190, R 191, R 194, R 195, R 210, R 211

Begleitschiff war die von der Groeben

 

Flottillenchefs:

Mai 1942 Korvettenkapitän Maurer

August 1943 Kapitänleutnant Mallmann

 

13. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt am 15. November 1943 und in der Deutschen Bucht eingesetzt. 1957 wurde die Flottille nach deren Einsatz beim Deutschen Minenräumdienst in die neue Bundesmarine übernommen.

 

unterstellte Boote:

R 132, R 133, R 134, R 135, R 136, R 137, R 138, R 139, R 140, R 141, R 142, R 144, R 177, R 252

Begleitschiff war die Nordsee

 

Flottillenchefs:

November 1943 KApitänleutnant Georg Schulze

April 1944 Kapitänleutnant Eizinger

 

14. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im Dezember 1943 und im Kanal eingesetzt. Nach der Invasion in Frankreich im Juni 1944 in die Deutsche Bucht und anschließend in die Ostsee verlegt.

 

unterstellte Boote:

R 18, R 214, R 219, R 225, R 226, R 227, R 227, R 228, R 229, R 230, R 231, R 232, R 233, R 235, R 236, R 237, R 242, R 259, R 263

Begleitschiff war die Barbara

 

Flottillenchefs:

Dezember 1943 Kapitänleutnant Nordt

 

 

15. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt am 1. Juli 1944 in der Ostsee. Die Flottille wurde in der Ostsee, in baltischen und finnischen Gewässern eingesetzt. Nach der Kapitulation wurde die Flottille aufgelöst.

 

unterstellte Boote:

R 239, R 240, R 241, R 243, R 244, R 245, R 254, R 255, R 256, R 409, R 410, R 411

 

Flottillenchefs:

Juli 1944 Korvettenkapitän Mergelmeyer

 

16. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im Oktober 1944 in Norwegen mit Hauptstützpunkt Haugesund. Aufgelöst am 25. November 1947.

 

unterstellte Boote:

R 264, R 266, R 267, R 401, R 402, R 403, R 404, R 405, R 406, R 407, R 408, R 424

 

Flottillenchefs:

Oktober 1944 Kapitänleutnant Duch

 

17. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im Juli 1944 unter Einbeziehung von Schul- und Ausbildungsbooten. Die Flottille führte anfänglich die Bezeichnung Räumbootsflottille z.b.V. Eingesetzt wurde sie in der Ostsee. Aufgelöst Ende 1947.

 

unterstellte Boote:

R 55, R 71, R 102, R 167, R 170, R 174, R 175, R 176, R 181, R 220, R 241, R 246, R 249, R 290

 

Flottillenchefs:

Juli 1944 Korvettenkapitän Zaage

März 1945 Kapitänleutnant Paul Voss

 

21. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im Juli 1943 und in Mittelnorwegen mit Stützpunkt in Bergen eingesetzt. Die Flottille bestand aus 12 großen Geleit-Räumbooten. Aufgelöst Anfang 1946.

 

unterstellte Boote:

R 301, R 302, R 303, R 304, R 305, R 306, R 307, R 308, R 309, R 310, R 311, R 312

 

Flottillenchefs:

Juli 1943 Kapitänleutnant Georg Schulze

November 1943 Kapitänleutnant Rössger

 

25. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im Sommer 1945 aus Einzelbooten diverser Flottillen in Dänemark für den deutschen Minenräumdienst. Anfang 1946 wieder aufgelöst.

 

unterstellte Boote:

R 18, R 23, R 65, R 234, R 254, R 257, R 258, R 409, R 410, R 411

Begleitschiff war die Riegel

 

Flottillenchefs:

Sommer 1945 Kapitänleutnant Rixeter

 

30. Räumbootsflottille

 

Aufgestellt im Juni 1943 aus kleinen holländischen Räumbooten und im schwarzen Meer eingesetzt. Aufgelöst im August 1944.

 

unterstellte Boote:

RA 51, RA 52, RA 54, RA 56, R 30

 

Flottillenchefs:

Juni 1943 Korvettenkapitän von Helleparth (m.W.d.G.b.)

Juli 1943 Fregattenkapitän Paul Schröder

 

Literatur und Quellen:

Akten aus dem Bundesarchiv: RM 61/II 129, RM 20/1818, RM 20/1819, RM 20/1820, RM 20/1821
"Die deutsche Kriegsmarine 1939 - 1945", W. Lohmann, H.H. Hildebrand, Podzun-Verlag