Schützen-Regiment 1

 

Feldpostnummern ab der Mobilmachung: Die Einheiten wurden alle als Teil des Schützen-Regiment 1 in der Feldpostübersicht eingetragen. 1940 wurde das III. Bataillon durch Umbenennung des III. Bataillons vom Infanterie-Regiment 69 eingetragen. 1940/41 kam es dann zu größeren Umbenennungen und Nummerntauschs beim Regiment. Außerdem wurde jetzt auch eine Stabskompanie eingetragen. 1941 wurde der Eintrag der Kolonne in 11. kleine Kraftwagen-Kolonne Panzer-Divisions-Kolonne 81 geändert. 1942 bzw. 1942/43 wurden die Einheiten in Panzergrenadier-Regiment 1 umbenannt.

Einheit Feldpostnummer
Regimentsstab 03886 bis 42/43
Stabskompanie ab 40/41 44061 bis 1942
Stab I. Bataillon 03105 bis 42/43
1. Kompanie 03792 bis 40/41

ab 40/41 12463 bis 42/43

2. Kompanie 12939 bis 42/43
3. Kompanie 08502 bis 42/43
4. Kompanie 26983 bis 1942
5. Kompanie 02670 bis 42/43
Stab II. Bataillon 03142 bis 1941

ab 1941 25491 bis 1942

6. Kompanie 02370 bis 40/41

ab 40/41 20428 bis 1941

ab 1941 41462 bis 1942

7. Kompanie 28850 bis 1941

ab 1941 06211 bis 42/43

8. Kompanie 26708 bis 1941

ab 1941 43882 bis 1942

9. Kompanie 10763 bis 1941

ab 1941 25899 bis 1942

10. Kompanie 26348 bis 1941

ab 1941 00982 bis 42/43

Stab III. Bataillon ab 1940 25491 bis 40/41
11. Kompanie ab 1940 20428 bis 40/41
12. Kompanie ab 1940 01635 bis 40/41
13. Kompanie ab 1940 12463 bis 40/41
14. Kompanie ab 1940 25899 bis 40/41
15. Kompanie ab 1940 00982 bis 40/41
11. s.I.G. Kompanie ab 40/41 32328 bis 1942
Kolonne 02331 bis 1941

Das Schützen-Regiment 1 wurde Anfang Oktober 1935 in Gera, im Wehrkreis IV, aufgestellt. Das II. Bataillon wurde ab dem 3. Oktober 1935 in einer neuen Kaserne am Südhang des Ettersberg in Weimar, ebenfalls Wehrkreis IV, stationiert. Das Regiment entstand durch die Umbenennung der Reiter-Regiments Gera (11. Preußisches Reiterregiment). Dazu kamen noch Abgaben vom Reiter-Regiment 18 (3. Schwadron) und vom ehemaligen I. Bataillon vom Infanterie-Regiment 14, jetzt Infanterie-Regiment Meiningen. Das Regiment wurde nach der Aufstellung in die neue 1. Panzer-Division unter eingegliedert. Taktisch wurde das Regiment der 1. Schützen-Brigade unter Oberst von Vietinghoff genannt Scheel unterstellt. Am 15. Oktober 1935 legten die ehemaligen Reiter ihre gelbe Waffenfarbe ab und erhielten dafür das Rosa der Kraftfahrtruppe.

1936 wurde festgelegt, das Gera auch für das I. Bataillon nur ein vorläufiger Standort war. In den nächsten Jahren machte das Regiment regelmäßig Abgaben zur Aufstellung neuer Verbände der Panzertruppe.

1937 wurde beim Regiment vorrangig Ausbildung betrieben. Im folgenden Jahr absolvierte das Regiment zwei große Übungen auf dem Truppenübungsplatz Groß Born, im Wehrkreis II, bei denen es seinen Ausbildungsstand vorzeigte.

Während der Sudetenkrise im September 1938 wurde das Regiment auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr, im Wehrkreis XIII, bereitgehalten. Nach dem Einmarsch in das Sudetenland wurde das Regiment in Karlsbad, Komotau, Postelberg im Saazer Hopfenland untergebracht. Bei der Rückkehr im Herbst 1938 wurde das I. Bataillon vorläufig auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf stationiert.

Als endgültigen Standort bezog das I. Bataillon Anfang 1939 ebenfalls neue Kasernen im Ortsteil Lützendorf der Stadt Weimar ausgesucht. Damit war das gesamte Regiment in neuen Kasernen in Weimar stationiert. Das Regiment wurde jetzt auch mit SPW ausgerüstet. Mitte März 1939 rückte das Regiment wieder aus. Es wurde im Raum Oppeln, im Wehrkreis VIII, bereitgestellt, während andere Divisionen Böhmen und Mähren besetzten. Am 20. April 1939 nahm das Regiment an der großen Parade in Berlin teil. Danach folgten noch kleinere Übungen bis zur Mobilmachung. Am 21. August 1939 verließ das Regiment seinen Standort und verlegte nach Mittelschlesien. In der Nacht vom 24. zum 25. August 1939 erreichte das Regiment mit der Division einen Unterkunftsraum zwischen Rosenberg und Oppeln. Am 1. September 1939 kommt das Regiment zügig voran. Bis ca. 5:30 Uhr hatte seine Masse die Liswarte bei Panki überschritten. Um 11:45 Uhr trat das Regiment aus der Linie Panki - Pyri an. Das Regiment ging durch den Wald auf Klobuck-Süd vor. Etwa um 20:30 Uhr war Klobuck in deutscher Hand. Am 2. September 1939 erhielt das Regiment den Befehl Radomsko zu besetzen, was bereits vor 8 Uhr erledigt wurde. Am Abend wurde das Regiment auf die Höhen nördlich der brennenden Kamiensk nachgezogen, da das Panzer-Regiment 1 dort auf größeren Widerstand gestoßen war. Die Gegner zogen sich aber zurück. Am 4. September 1939 stieß das Regiment mit der Division weiter nach Osten vor. Gegen 14 Uhr stieß das Regiment bei Laski auf Widerstand. Beim Versuch nach dem Bau einer Behelfsbrücke weiter vorzustoßen, erlitt die 2. Kompanie vom Regiment schwere Verluste. Der Gegner konnte trotzdem bis in den Wald bei Wygoda zurückgedrängt werden. Bei Einbruch der Dunkelheit löste sich das Regiment vom Gegner und bildete bei Jezow einen Brückenkopf. Am 5. September 1939 griff das Regiment weiter auf Petrikau an. Am Abend drangen die ersten Soldaten des Regiments, I. Bataillon, in Petrikau ein. Erst am späten Abend konnte der Ort endgültig vom Gegner gesäubert werden. Das Regiment übernahm nun die Sicherung der Stadt. Am nächsten Tag musste sich das Regiment, wie auch die restliche Division, heftiger Angriffe erwehren. Der Vormarsch ging die nächsten Tage dennoch weiter. Am 10. September 1939 wurde das I. Bataillon vom Regiment, unter Major von Studnitz, nach Norden angesetzt, wobei es am Mittag durch einen überlegenen Feindangriff zurückgedrängt wurde und starke eigene Verluste zu verzeichnen hatte. Es konnte sich nur mit Hilfe der 6. Batterie vom Artillerie-Regiment 73 noch halten. Das II. Bataillon vom Regiment versuchte gegen Mittag eine Brücke bei Opacz im Handstreich zu nehmen, welche durch den Gegner bereits angezündet war. Der Versuch misslang trotz Unterstützung durch die I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73. Am 18. September 1939 machte das II. Bataillon vom Regiment, durch Panzer unterstützt, einen entscheidenden Gegenangriff auf das Straßenkreuz D. Ruszki. Am 19. September 1939 verlegte das Regiment mit der Division über Blonin in Richtung Warschau. Ab dem 23. September 1939 verlegte das Regiment mit der Division in den Raum Tomaszow. Am 3. Oktober 1939 erhielt das Regiment den Befehl mit der Division wieder in die Heimat zu verlegen. Bis zum 12. Oktober 1939 erreichten alle Einheiten ihren Friedenstandort. Im Oktober 1939 erhielt das Regiment das III. Bataillon vom Infanterie-Regiment (mot) 69 unter Major Richter zugeteilt. Ende November 1939 verlegte das Regiment mit der Division in den Raum um Dortmund.

Ende Februar 1940 wurde das Regiment mit der Division auf das linksrheinische Ufer verlegt. Am 1. April 1940 wurde das zugeteilte III. Bataillon vom Infanterie-Regiment (mot) 69 in III. Bataillon vom Regiment umbenannt. Dann nahm das Regiment im Rahmen der Division am Frankreichfeldzug teil. Aus Teilen des Regiments wurde anfangs eine Radfahr-Abteilung Fischer gebildet, welche am 10. Mai 1940 die Our durch eine Furt überquerte. Am 10. Mai 1940 ist das III. Bataillon dann in Fauvillers verzeichnet. Am 12. Mai 1940 befand sich der Gefechtsstand des Regiments bei Sugny (Ardennes). Am 12. Mai 1940 gegen 15 Uhr hatte das III. Bataillon vom Regiment, mit Unterstützung durch die II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 56 unter Hauptmann Söth, Neuenberg eingenommen und traf bei Brechen auf örtlichen Widerstand. Am gleichen Tag nahm das I. Bataillon vom Regiment, unterstützt durch zwei Züge vom Panzer-Regiment 1 und der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73, die Semois bei Bouillon. Es säuberte die Stadt und bildete bis zum Nachmittag einen Brückenkopf auf den südlichen Uferhöhen. Danach nahm das III. Bataillon vom Regiment im Rücken der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 2 den Ort Corbion. Das Bataillon ging weiter nach Süden vor und nahm die Gegend von Fleigneux ein. Dem II. Bataillon vom Regiment, unter Major von Jagow, gelang es am gleichen Tag gegen 18 Uhr St. Menges zu besetzen. In der Nacht war dann auch die Stadt Fleigneux fest in deutscher Hand. In der Folge griff die Division am 13. Mai 1940 über die Mass auf Sedan an. Bis 6 Uhr gewann das II. Bataillon vom Regiment den Ort Floing. Hinter dem Ort auf den Höhen wird jetzt der Regimentsgefechtsstand eingerichtet. Am Nachmittag des 13. Mai 1940 überwindet das Regiment in der Mitte der Division in Schlauchbooten die Maas. Das vollzieht sich südlich von Fleigneux. Vorn sind dabei rechts das II. Bataillon und links das III. Bataillon vom Regiment im Einsatz. Das II. Bataillon vom Regiment erreicht bis zum Nachmittag die Gegend nördlich des Canal de L'Est. Rechts rückwärts davon schließt sich das Kradschützen-Bataillon 1 an. Gegen 17:30 Uhr überschreiten die vordersten Teile des Regiments die Bahnlinie Donchery - Sedan und kämpfte sich weiter durch die westlichen Außenanlagen der Festung Sedan hindurch. Bis 18:30 Uhr erreicht das Regiment die Straße Sedan - Bellevue. Bei Frenois brechen die Schützen in die französische Hauptkampflinie südwestlich der Stadt ein. Es gelingt dem Regiment noch die Höhen nördlich Cheveuges, 5 Kilometer südwestlich des Stadtkernes, zu nehmen. Bis 20:30 Uhr befinden sich insgesamt 5 Bataillone vom Regiment und vom Infanterie-Regiment Großdeutschland auf dem Südufer der Maas. Bei beginnender Dunkelheit drangen die vordersten Teile in den Bois de la Marfée ein. Bis um 0 Uhr hat das Regiment mit zwei Kompanien bei und westlich Chéhéry den Südrand des die Maasniederungen beherrschenden Bois de la Marfée besetzt. Dreieinhalb Kilometer südwestlich Wadelincourt drang das II. Bataillon vom Regiment in Cheveuges ein. Am 14. Mai 1940 gelang dem Regiment um 11:30 Uhr der Übergang über den Ardennen-Kanal westlich von Omicourt. Das II. Bataillon vom Regiment rückte hinter einigen Panzern auf die beherrschenden Höhen um Vendresse und richtete sich dort zur Verteidigung ein. Ab 16 Uhr ließen die französischen Angriffe nach und das Regiment konnte weiter vorrücken. Mit dem I. Bataillon vom Regiment an der Spitze ging es weiter. Das III. Bataillon vom Regiment stieß dann auf das Tagesziel Singly weiter vor, das I. Bataillon vom Regiment dagegen auf Villers le Tilleul. Auch am 15. Mai 1940 stieß das Regiment weiter vor. Durch starken Widerstand kam der Vorstoß nach Westen aber kaum voran. Vom Straßenknoten Poix - Terron - La Bascule stieß das Regiment weiter nach Süden bzw. Südwesten vor. Vor dem abgekämpften Regiment tauchte nun der Ort Bouvellemont auf, welcher den Abschluss der französischen darstellte. Noch in dieser Nacht wurde auch dieser Ort unter persönlicher Führung des Regimentskommandeurs genommen. Beim Angriff der Panzer-Brigade 1 auf Chagny, welches durch die Schützen genommen wurde, fielen vom II. Bataillon des Regiments die Leutnante Hellmich und Wessel. Damit war der Durchbruch bei Sedan gelungen. Das Regiment ging mit dem I. und III. Bataillon jetzt unter der 1. Schützen-Brigade weiter vor. Bei Le Plain und Jonval stieß man auf Gegenwehr, welche aber bald gebrochen wurde. Über Wignycourt, Saulces-Monclin wurde Hauteville erreicht und genommen. Das Regiment bog jetzt in der 1. Schützen-Brigade nach Norden ab und erreichte Adon. Am 16. Mai 1940 wurde auch Fraillicourt genommen. Am 17. Mai 1940 wurde Dercy beim Vormarsch auf St. Quentin erreicht. Das Regiment errichtete noch in der Nacht einen Brückenkopf über die Oise. In der Nacht zum 18. Mai 1940 vergrößerte man den Brückenkopf nach Norden bis über Thenelles hinaus. Am Mittag stieß das Regiment unter der 1. Schützen-Brigade auf Vermand vor und nahm im Laufe des Nachmittages Hancourt. Das II. Bataillon vom Regiment überschritt am 19. Mai 1940 die Somme und bildete ohne Feindberührung einen Brückenkopf, der noch nach Süden und Südwesten erweitert werden konnte. Am 20. Mai 1940 war das I. Bataillon des Regiment als Vorhut der 1. Schützen-Brigade im Einsatz. Zuerst erreichte diese Vorhut St. Albert und gegen 15 Uhr dann La Chausée - Tirancourt die Somme. Das durch Teile vom Panzer-Regiment 2, I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73, II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 45 und Artillerie-Abteilung 616 verstärkte Regiment erreichte unter schwachen feindlichen Widerstand den Übergang über den Fluss. Bis zum späten Nachmittag wurde mit dem I. und III. Bataillon südlich von Piequigny ein Brückenkopf gebildet. Das II. Bataillon vom Regiment wehrte mittags mit Unterstützung der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73 mehrere Angriffe bei Camon, östlich von Amiens ab. Danach löste das II. Bataillon bis 17:15 Uhr die II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 aus ihren Sicherungen bei Dury heraus. Gegen 19:30 Uhr setzten englische Angriffe bei Salouél an der Naht zwischen dem Regiment und dem Kradschützen-Bataillon 1 an. Diese Angriffe wurden abgeschlagen. Am 21. Mai 1940 hatte das Regiment den ersten Ruhetag, der zur Pflege der Technik und zur Ruhe genutzt wurde. Am Spätnachmittag des 22. Mai 1940 erreichten Einheiten vom Regiment im Rahmen der 1. Schützen-Brigade den Ort Samer. Der Ort wurde genommen und man ging weiter auf Wirwignes vor. Von dort drehte das II. Bataillon vom Regiment auf das umkämpfte Desvres ein. Dort fiel an diesem Tag der Bataillonskommandeur Major von Jagow. Der Ort konnte trotzdem genommen werden. Noch in der Nacht wurde weiter auf Bellebrune vormarschiert. Dann wurde die Vormarschrichtung geändert. Am Nachmittag des 23. Mai 1940 wurden Hermelinghen und Landrethun genommen. Das Regiment stieß mit der Division am Kanal de Calais auf starken britischen Widerstand. Erst nachdem dieser überwunden wurde, drehte die Division von Südosten gegen Calais ein. Das II. Bataillon wurde bei der Panzer-Brigade 1 als Vorhut eingesetzt. Über Ardres versuchte es die wichtige Brücke bei Pontsans-pareil zu nehmen. Im kühnen Vorstoß gelang es die Brücke unzerstört in die Hand zu bekommen. Der weitere Vorstoß auf die Aa-Kanal-Brücke bei St. Folquin scheiterte an der starken Panzerabwehr. Am linken Flügel der Division nahm die 1. Schützen-Brigade den Vorort Coulogne. Ein weiterer Handstreich gegen Calais lag aber nicht im Bereich des möglichen. Am Morgen des 24. Mai 1940 löst sich die verstärkte 1. Schützen-Brigade vom Gegner bei Calais. Sie gliedert sich neu in zwei Kampfgruppen. Die südlichere setzt sie sich unter Oberstleutnant Breusing aus einer Abteilung vom Panzer-Regiment 2, dem III. Bataillon vom Regiment und der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 45 zusammen. Die nördliche Kampfgruppe unter Major von Studnitz bestand aus dem I. Bataillon vom Regiment, einer Kompanie vom Panzer-Regiment 2 und der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 56. Diese nördlichere lag ab ca. 11 Uhr vor Gravelines in heftigen Kämpfen fest. Die südlichere Gruppe stieß ebenfalls 11 Uhr bei Hartevent auf starken Gegner und drehte daraufhin noch vor Mittag nach Norden ab. Dem II. Bataillon gelang gegen 17 Uhr die Überwindung der kanalisierten Aa. Dann erreichte die Truppe der umstrittene Halt-Befehl vor Dünkirchen. Die folgende Zeit wurde zur Instandsetzung der Technik genutzt. Am 28. Mai 1940 kam der Befehl erneut von Westen gegen Dünkirchen vorzugehen. Das III. Bataillon vom Regiment, unter Major Richter, nahm dabei St. Nicolas. In der Nacht zum 29. Mai 1940 besetzte die 13. Kompanie vom Regiment zusammen mit der Panzer-Pionier-Kompanie der 1. Panzer-Division den Nordrand von Gravelines und les Huttes. Teile der Kompanie stießen gegen den Westrand von Gravelines vor, beseitigten im Ort Barrikaden und Minenriegel und brachten die ausgeschwenkte Kanalbrücke wieder in Ordnung. Dort trafen sie dann auf das I. Bataillon vom Regiment das zur Inbesitznahme von Gravelines angetreten war. Am 2. Juni 1940 begann der Abmarsch des Regiments mit der 1. Panzer-Division nach Süden in den Raum östlich Hirson. Am 9. Juni 1940 trat die 1. Panzer-Division zum Angriff an. Sie gliederte sich jetzt in 3 Kampfgruppen. Erste als "Gefechtsgruppe Krüger" mit Stab 1. Schützen-Brigade, III. Bataillon vom Regiment, I. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 und Kradschützen-Bataillon 1 stand am Ablaufpunkt La Fère. Zweitere als "Gefechtsgruppe Balck" mit Stab und II. Bataillon vom Regiment, der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 und 1. Kompanie vom Panzer-Pionier-Bataillon 37 stand am Ablaufpunkt Logny-Bogny. Die dritte Gruppe war die Panzer-Brigade 1 mit dem Panzer-Regiment 2, dem I. Bataillon vom Regiment und der 2. gepanzerten Kompanie vom Panzer-Pionier-Bataillon 37. Die dritte Gruppe wurde weiter rückwärts für den Aisne-Übergang bereitgehalten. Erst am Abend rasselte der erste Panzer der Division über eine fertig gestellte Brücke von Chateau-Porcien. Während der Nacht rollte die Panzer-Brigade 1 über die Brücke von Chateau-Porcien und Teile der "Gefechtsgruppe Balck" über die Brücke bei Barby, westlich von Rethel. Am 10. Juni 1940 stellte sich die Panzer-Brigade 1 südöstlich von Taizy hinter der 17. Infanterie-Division bereit. Die "Gefechtsgruppe Balck" stellte sich hart südlich Nanteuil bereit und die "Gefechtsgruppe Krüger" hinter der Panzer-Brigade 1 um Taizy. Am 10. Juni 1940 sollte der Ort Juniville genommen werden. Um 15 Uhr erreichte die "Gefechtsgruppe Balck" Juniville. Der französische Widerstand versteifte sich dort. Das Kradschützen-Bataillon 1 griff von Norden, das II. Bataillon vom Regiment Regiment griff von Nordwesten an. Den ganzen Nachmittag und Abend wurde erbittert um Juniville gekämpft. Dem Kradschützen-Bataillon 1 gelang es um 19 Uhr in den Nordteil von Juniville einzudringen. Dem II. Bataillon vom Regiment, unter Hauptmann Freiherr Dr. Eckinger, gelang es gegen 21:30 Uhr den Südwestrand von Juniville zu nehmen. Um 22 Uhr brach der Widerstand der Verteidiger zusammen. Von den beiden Bataillonen wurden 500 Gefangene gemacht. Die "Gefechtsgruppe Krüger" hatte um 18 Uhr 3 Kilometer südwestlich von Juniville die Straße Aussonce - Juniville überschritten. Am 11. Juni 1940 ging die 1. Schützen-Brigade gegen die Höhen nördlich La Neuville vor. Dabei wurde die Brigade durch die gesamte Artillerie des Arko 101 unterstützt. Erst gegen Mittag wurde der Ort erreicht. Das Regiment umfasste mit dem I. Bataillon den Ort von West, mit dem II. Bataillon von Ost, während das III. Bataillon als Reserve folgte. Hinter dem I. und II. Bataillon folgte jeweils ein Regiment der Panzer-Brigade 1. Kurz nach 15 Uhr fiel die Verteidigung von La Neuville unter dem Druck der Angreifer zusammen. Danach ging es zügig weiter, bis das Regiment gegen Mittag an die Straße St. Etienne - Suippes gelangte. An der großen Straße nach Chalons bei der Ferme de Piémont stieß die Division auf starken Widerstand. Das nachfolgende I. Bataillon vom Regiment wurde nach Osten abgedreht und auf Bussy-le-Chateau angesetzt. Das I. Bataillon unter Major von Studnitz fuhr aufgesessen gegen den Gegner und gelangte bis kurz vor den Ort. Das III. Bataillon, unter Major Richter, vom Regiment lag inzwischen noch immer im Kampf um die Ferme de Piemont. Es konnte sich erst nach mehreren Stunden vom Gegner lösen. Das Artillerie-Regiment 49 mit unterstellter schweren Artillerie-Abteilung 643 und I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 697 unterstützte dabei das Bataillon. Das Artillerie-Regiment 73 unterstützte mit seinem Feuer dagegen den Angriff des I. Bataillons vom Regiment auf Bussy-le-Chateau und es gelang den Ort gemeinsam mit der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 den Ort zu nehmen. Jetzt wurde das Regiment mit der 1. Schützen-Brigade auf den Rhein-Marne-Kanal angesetzt, um die Übergänge bei Bignicourt und Etrépy zu nehmen. Die Vorhut der Brigade mit dem II. Bataillon vom Regiment und der I. Abteilung vom Panzer-Regiment 2 trat am 13. Juni 1940 um 6 Uhr an. Sie traf bei Poix auf schwachen Widerstand, der leicht überwunden wurde. Danach stieß man südlich von Moivre auf vereinzelten Gegner. Dort konnte auch ein großes Munitionslager unversehrt eingenommen werden. Die aufgesessene Vorhut setzte einer in Richtung des Rhein-Marne-Kanal fliehenden Kolonne nach und vernichtete diese. Dann ging es weiter über Vanault le Chatel und Vanault les-Dames auf Sogny-en-l'Angle, welches um 13 Uhr genommen wurde. Die Vorhut strebte jetzt weiter auf die Brücke bei Etrépy zu. Die Vorhut ging über den Chée, einen Bach etwa 2 Kilometer parallel zum Kanal, etwa 3 Kilometer nördlich von Etrepy. Dabei flammte beiderseits des Dorfes Jussecourt gegnerisches Feuer auf. Der Widerstand wurde gebrochen und der Ort mit Hilfe des aufgeschlossenen Kradschützen-Bataillon 1 gesäubert. Mit dem II. Bataillon vom Regiment und der 2. Kompanie vom Panzer-Regiment 2 stieß der Regimentskommandeur, Oberstleutnant Balck, sofort weiter nach Südosten vor. Die 8. Kompanie vom Regiment, unter Oberleutnant Feig, stieß mit einem unterstellten Zug Pioniere auf die Kanalbrücke vor. Die Brücke war zur Sprengung vorbereitet. Die ersten Gruppen der 8. Kompanie setzten in Schlauchbooten über den Kanal. Der Zugführer der Pioniere, Leutnant Weber, durchschnitt während dessen die Zündkabel. So erfolgte nur eine Teilsprengung der Brücke, welche keinen großen Schaden anrichtete. Um 14 Uhr ging das verstärkte II. Bataillon vom Regiment mit Teilen vom Panzer-Pionier-Bataillon 37 beiderseits umfassend gegen Etrépy vor. Das Gros der verstärkten 1. Schützen-Brigade drehte gegen 13 Uhr bei Vanault le Chatel nach Süden ein. Es griff um 18 Uhr mit dem I. Bataillon vom Regiment unterstützt von der I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73 über Vavray-le-Grand, mit dem III. Bataillon vom Regiment über Doncey Heiltz an, das vom I. Bataillon um 19:30 Uhr erreicht wurde. Der Gegner wich auf Le Buisson nach Süden zurück. Da die Vorhut bereits Blesme, 6 Kilometer südwestlich Etrepy, durchschritten hatte, wurde der Angriff auf Heiltz abgebrochen. Die 1. Schützen-Brigade folgte über Jussecourt und Etrepy der Vorhut. Um 18 Uhr war die Vorhut, verstärktes II. Bataillon vom Regiment mit der 2. Kompanie vom Panzer-Regiment 2 und Teilen vom Panzer-Pionier-Bataillon 37, über Etrepy nach Süden angetreten. Sie ging zunächst auf St. Dizier vor. Der Frontalangriff auf St. Dizier blieb in erheblichen Abwehrfeuer liegen. Noch im Laufe der Nacht konnten die restlichen Einheiten der Division über Etrepy nachgezogen werden. Das I. Bataillon vom Regiment erreichte gegen Mitternacht St. Dizier. Am 14. Juni 1940 um 6:45 Uhr ging das II. Bataillon vom Regiment mit der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 2 von Nordosten gegen St. Dizier vor. Bis 7:30 Uhr gelangte es an die Marne-Brücke. Das II. Bataillon sicherte zwei Stunden später 4 Kilometer östlich der Stadt in einer Linie Ancerville - Chancenay. Am Nachmittag erging der Befehl zum weiteren Vorstoß nach Süden. Die Vorhut stellte das verstärkte Regiment. Gegen 16 Uhr wurde Sommeville erreicht. Gegen 17 Uhr wurde dann der Rand von Joinville erreicht. Es ging immer weiter über Mussey, Villiers-sur-Marne nach Chaumont, welches gegen 22 Uhr erreicht wurde. Der Ort wurde im Handstreich durch das II. Bataillon vom Regiment genommen. Dann folgte eine Rast auf der Vormarschstraße. Am 15. Juni 1940 ging es beim ersten Tageslicht weiter. Die Vorhut erreichte das feindbesetzte Langres. Das II. Bataillon vom Regiment wurde aus der Bewegung heraus von Norden gegen die Stadt eingesetzt, das III. Bataillon vom Regiment wurde westlich umfassend von Süden gegen die Stadt angesetzt. Auch Langres konnte vom Regiment genommen werden. Dann wurde eine Rast eingelegt, um die eigenen Kräfte wieder enger zusammen zu ziehen. Um 13 Uhr sollte die Vorausabteilung weiter vorstoßen, das Ziel war jetzt Besancon. Südlich von Piemont wurden weitere feindliche Kräfte überrannt. Um 16 Uhr öffnete sich das Tal der Saonne vor der Vorhut. Bevor man die Brücke von Gray erreichte flog diese in die Luft. Jetzt sollte das III. Bataillon vom Regiment, unter Major Richter, den Fluss überwinden. Am Abend setzten die Schützen mit Floßsäcken über den Fluss und errichteten einen Brückenkopf. Da der Brückenschlag durch das Panzer-Pionier-Bataillon 37 eine Weile dauern würde, wurde die dringend notwendige Rast befohlen. Bei Quitteur, ca. 18 Kilometer oberhalb von Gray, wurde durch das Kradschützen-Bataillon 1 eine intakte Brücke festgestellt und diese auch in Besitz genommen. Inzwischen hatte das Panzer-Pionier-Bataillon 37 in Gray einen Fährbetrieb aufgenommen. Das III. Bataillon vom Regiment musste seine Fahrzeuge über die Brücke bei Quitteur nachziehen. Es erreichte dann den Nordwesteingang von Besancon. Dort musste das Bataillon heftigen Feindwiderstand überwinden. Bis zum Abend war die Stadt genommen. Am 17. Juni 1940 wurde das Regiment zur Sperrung der Straßen im Raum Gray eingesetzt, welche von Nordosten in den Divisionsbereich führten. Um 17 Uhr trat das Regiment mit der Division zum Angriff auf Montbéllard an. Kurz vor 19 Uhr erreichte die "Gefechtsgruppe Krüger" Baumes-Les-Dames. Die Panzer-Brigade 1, mit dem I. Bataillon vom Regiment, hatte Oiselay durchschritten. Die Division entschloss sich eigenmächtig die Einnahme von Belfort zu befehlen. Mit Teilen des II. und III. Bataillons vom Regiment wurde Montbéllard gesäubert. Beim Eintritt der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 nach Belfort folgte das II. Bataillon vom Regiment direkt den Panzern in die Stadtmitte. Bis 8 Uhr war die Stadt bis auf die äußeren Forts und die Zitadelle in der Hand der Division. Das II. Bataillon vom Regiment wurde gegen die Zitadelle angesetzt, blieb aber im Abwehrfeuer liegen. Um 14 Uhr ging das II. Bataillon vom Regiment mit Unterstützung der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73 zum Angriff auf die Ostwerke des Innenforts über. Die Schützen stürmten das Fort des Hautes Perches und nahmen bis zum Abend auch das Fort de la Justice und das Fort de la Miotte. Rechts vom II. Bataillon war die 1. Kompanie vom Panzer-Pionier-Bataillon 37 auf Perouse vorgegangen. Das I. Bataillon vom Regiment gehörte zur Vorausgruppe Breusing der Panzer-Brigade 1. Diese griff Belfort von Nordosten an. Beim Vorgehen auf Giromagny erhielt die Gruppe Artilleriefeuer aus Forts nördlich und südlich von Giromagny. Ein Spähtrupp der 1. Kompanie vom Regiment drang nach Giromagny ein und überrumpelte die 900 Mann Besatzung. Um kurz nach 16 Uhr war die Reichskriegsflagge auf der Zitadelle Belfort gehisst. Major von Studnitz hatte am 19. Juni 1940 mit dem I. Bataillon vom Regiment und der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73 über Plancher-BAS und Plancher-les-Mines sich zum Fort du Ballon-de-Sevrance auf den Weg gemacht. Dieses wurde dann mit Hilfe der Pioniere vom Gebirgs-Pionier-Bataillon 85, unter Oberst Richter, gestürmt. Das III. Bataillon vom Regiment ging in schwierigsten Waldgelände gegen das Fort Chateau-Lambert und die Marienhöhe vor. Ab Mittag des 20. Juni 1940 ging das III. Bataillon vom Regiment über eine vom Panzer-Pionier-Bataillon 37 gebaute 16-Tonnen-Kriegsbrücke über die Mosel um der Vorausabteilung der Gefechtsgruppe Krüger, mit dem II. Bataillon vom Regiment und Teilen der I. Abteilung vom Panzer-Regiment 1, zu folgen. Das I. Bataillon vom Regiment sicherte an diesem Tag die Gegend um Ballon-de-Sevrance. Am 23. Juni 1940 marschierte das Regiment mit der Division in den Raum um Bugny - Morteau. Dort wurde mit der Instandsetzung von Waffen, Fahrzeugen und Gerät begonnen. Für die Erfolge im Frankreichfeldzug wurden vom Regiment der Kommandeur, Oberstleutnant Balck, und der Bataillonskommandeur vom II. Bataillon, Major Dr. Eckinger, mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Die nächste Zeit verblieb die ganze Division im Raum um Beaugency. Am 28. August 1940 traf der Befehl zur Verlegung der 1. Panzer-Division nach Ostpreußen ein. Ab dem 5. September 1940 rollten die Eisenbahntransport in das Reich. Die Division wurde mit der Masse im Masurenland untergebracht. Das Regiment kam dabei in Allenstein, im Wehrkreis I, unter. Am 23. Oktober 1940 wurde der Regimentskommandeur Oberst Balck als Kommandeur zum Panzer-Regiment 3 versetzt. Seine Position übernahm der bisherige Referent im OKH/HPA Oberst Westhoven. Am 6. November 1940 wurde das III. Bataillon zusammen mit der 1., 6., 14. und 15. Kompanie als I. Bataillon an das neu aufzustellende Schützen-Regiment 113 abgegeben. Am 29. November 1940 wurde beim Regiment die 11. (s. IG.) Kompanie aufgestellt.

Am 27. Februar 1941 wurde auch das II. Bataillon vom Regiment, unter Major Dr. Eckinger, an das Schützen-Regiment 113 abgegeben, im Tausch kam dafür als das bisherige I. Bataillon vom Schützen-Regiment 113, unter Major Richter, als neues II. Bataillon zum Regiment. Damit bestanden beide Regimenter aus je einem SPW- und einem Schützen-Bataillon. Die Kolonne vom Regiment bildete 1941 die 11. kleine Kraftwagen-Kolonne beim Panzer-Divisions-Nachschubführer 81. Im Frühjahr 1941 verließ auch der Bataillonskommandeur des I. Bataillon, Major von Studnitz, das Regiment, seine Stelle übernahm Hauptmann Freiherr von Richthofen. Aus dem Raum Tauroggen sollte das Regiment mit der 1. Panzer-Division den Ostfeldzug beim XXXXI. Armeekorps unter der Panzergruppe 4 beginnen. Diese sollte gegen die Düna vorgehend, bei und stromaufwärts von Jakobstadt Brückenköpfe über den Fluss gewinnen. Ab dem 17. Juni 1941 wurde das Regiment mit der ganzen 1. Panzer-Division näher an die Grenze geschoben. Bis zum 20. Juni 1941 nachts war die ganze Division im Raum um Tilsit, ebenfalls Wehrkreis I, versammelt. Dort war bereits ab dem 18. Juni 1941 eine Abteilung von Wietersheim mit dem Kradschützen-Bataillon 1 und dem II. Bataillon vom Regiment mit der Grenzsicherung beauftragt wurden. Getarnt wurde so auch die Grenze aufgeklärt. Die Division gliederte sich jetzt in zwei Kampfgruppen. Die erste Kampfgruppe Krüger bestand aus dem Stab 1. Schützen-Brigade, dem Panzer-Regiment 1 (ohne 1 Kompanie), dem Schützen-Regiment 113, die schwere Infanterie-Geschütz-Kompanie 702 (sf), das Panzer-Pionier-Bataillon 37 (ohne 3. Kompanie), dem Artillerie-Regiment 73 (ohne I. Abteilung), 1 Kompanie der Panzerjäger-Abteilung 37, einer Batterie der leichten Flak-Abteilung 83 und einem leichten Zug der 1. Sanitäts-Kompanie 81. Die zweite Kampfgruppe Westhoven gliederte sich in den Regimentsstab Schützen-Regiment 1, einer Kompanie vom Panzer-Regiment 1, dem kompletten Schützen-Regiment 1, der 3. Kompanie vom Panzer-Pionier-Bataillon 37, die I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73, der 2. Kompanie vom Fla-Bataillon 59 und einem Zug der 2. Sanitäts-Kompanie 81. Das Kradschützen-Bataillon 1 und die Panzer-Aufklärungs-Abteilung 4 waren bei den beiden Kampfgruppen als Divisionsreserve eingesetzt. Die Kampfgruppe Westhoven durchstieß mit dem II. Bataillon vom Regiment an der Spitze mehrere stark befestigte sowjetische Stellungen. Die Kampfgruppe gewann unter schwerem Beschuss die Jura am Südrand von Tauroggen. Einer gepanzerten Gruppe des I. Bataillons vom Regiment, unter Oberleutnant Krieg, gelang es noch vor 12 Uhr im kühnen Handstreich mehrere Brücken und Übergänge unbeschädigt in die Hand zu bekommen. Der Chef der 4. Kompanie vom Regiment erhielt dafür das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Die Stadt Tauroggen war schwer umkämpft. Widerstandsnester mussten immer wieder einzeln niedergerungen werden. Dabei zeichnete sich besonders die 6. Kompanie vom Regiment aus, deren Chef, Oberleutnant Ritz, war bei der Einnahme der Jura-Straßenbrücke schwer verwundet wurden. Er wurde am 6. Juli 1941 im Wehrmachtsbericht genannt. Um 21 Uhr standen bereits die vordersten Teile der Gruppe Westhoven in und bei Lapurvis, ca. 10 Kilometer nordöstlich von Tauroggen an der Straße nach Schaulen. Gegen Mitternacht erreichte die Gruppe den Ort Bataikiai, wo man dann zur Rast übergehen konnte. Die Kampfgruppe Westhoven erhielt am nächsten Tag den Befehl nach Osten abzudrehen um bei Lydavenai den Dubysa-Übergang in die Hand zu bekommen. Unter Oberleutnant Wichmann wurde ein verstärkter Spähtrupp gebildet. Dieser Spähtrupp aus 2 Panzerspähwagen, 4 SPW, mit Teilen des Einsatztrupps Fw. Werner der Wachkompanie z.b.V. 800. Der Spährtrupp kam ohne Probleme in die Nähe der Brücke. Die Brücke konnte am frühen Abend ohne Gegenwehr und unzerstört in Besitz genommen werden. Die Brücke wurde dann bis zum Eintreffen der 3. Kompanie vom Regiment behauptet. Am 24. Juni 1941 sollte die Gruppe Westhoven auf Ponjewitsch vorgehen. Als Marschstraße wurde der Gruppe erst die Straße Tituvenai - Schadow - Ponjewitsch befohlen, aber nachts auf die Straße Siluwa - Saukotas - Beisogala geändert. Um 10:30 Uhr wurde von der Gruppe Beisogala fast kampflos eingenommen. Kurz vor 14 Uhr wurde der Gruppe Westhoven befohlen Grinkiskis zu nehmen und weiter Beisogala zu sichern. Gegen 23 Uhr wurde Grinkiskis genommen. Am 25. Juni 1941 wurden vom Regiment leichte Sicherungen in Grinkiskis belassen, während der Rest der Gruppe Westhoven, wegen einer feindlichen Bereitstellung nach Saukotas herangezogen wurde. Die Kampfgruppe stellt sich dann um 14 Uhr bei Saukotas hinter dem Kradschützen-Bataillon 1 bereit. Der folgende feindliche Panzerangriff blieb im zusammengefassten Feuer der eigenen Kräfte liegen. Die Kampfgruppe stößt daraufhin mit dem, durch die 2. Batterie vom Artillerie-Regiment 73, verstärkten II. Bataillon vom Regiment an der Spitze in den zurückweichenden Gegner hinein. Bis 19:15 Uhr erkämpft die Kampfgruppe den Dubsya-Übergang südwestlich von Zaiginis, wo man Verbindung zur 6. Panzer-Division herstellen konnte. Im Laufe der Nacht wurde die Kampfgruppe bei Zaiginis öfter angegriffen. Am 26. Juni 1941 erhielt die Kampfgruppe Westhoven den Befehl, über Saukotas, Beisogala auf Ponjewitsch anzutreten. Um 15 Uhr trat die Kampfgruppe Westhoven an und erreichte bis in die Nacht das Ziel Ponjewitsch. Am 27. Juni 1941 sollte die Kampfgruppe Westhoven Jakobstadt an der Düna erreichen. Um 5 Uhr trat die Kampfgruppe Westhoven zum Marsch über schlechte Straßen an. Ohne größere Gegenwehr steht die Kampfgruppe Westhoven um 23 Uhr ca. 10 Kilometer südwestlich von Jakobstadt. Am Morgen des 28. Juni 1941 schloss die Kampfgruppe Westhoven bei Tiltenieki zur Düna auf. Sie fand beide Dünabrücken zerstört vor und schob daraufhin Sicherungen in Richtung Stockmannshof nach Norden und weitere nach Nordwesten heraus. Außerdem säuberte sie das Gelände von feindlichen Truppen. Auch am 28. Juni 1941 sicherte die Kampfgruppe Westhoven die Nordflanke der 1. Panzer-Division bei Jaunstpils. Die nächsten Tage verbrachten die nicht zur Sicherung eingesetzten Kräfte mit der Pflege und Instandsetzung. Das II. Bataillon vom Regiment hatte bis zum 30. Juni 1941 als Brückenkopfbesatzung zahlreiche Gegenangriffe abzuweisen. Nach dem Erreichen von Jakobstadt trat die gemischte Panzer-Kompanie, unter Leutnant Fromme, von der Kampfgruppe Westhoven wieder zum Panzer-Regiment 1 zurück. Ab dem 2. Juli 1941 schützte die Kampfgruppe Westhoven die nördliche Flanke des Korps. Bis zum Abend des 4. Juli 1941 erreicht die Kampfgruppe Vilaki. Bis zum späten Abend des 6. Juli 1941 wurde die Kampfgruppe Westhoven bis nach Ostrow vorgezogen. Am 7. Juli 1941 stößt die Kampfgruppe Westhoven weiter vor. Ihre Vorausabteilung Kopp bestand jetzt aus dem Stab und der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1, sowie dem I. Bataillon vom Regiment. Die ging südlich Zinitso an den Sicherungen vom Schützen-Regiment 4 der 6. Panzer-Division vorbei und stieß nach 4 Kilometern auf ernsthaften Widerstand. Dort wurden dann zwei Feindbatterien und mehrere Pak vernichtet. Erst zum Nachmittag kommt der Angriff dann schneller voran. Als Flankensicherung der Kampfgruppe wurde eine verstärkte SPW-Kompanie nach Nordwesten angesetzt. Die Vorausabteilung kommt trotz Behinderungen durch das sumpfige Gelände bis Solovji. Die an der Spitze rollenden 7. Kompanie vom Panzer-Regiment 1 und die 2. Kompanie vom Regiment wurden wegen gemeldeten Feinkräften aus Richtung Pleskau angehalten und bezogen um ein Straßenkreuz nördlich von Letovo Sicherungen. Dann greifen auch schon feindliche Kräfte mit Panzern an. Die 2. Kompanie vom Regiment bezog dann beiderseits der gesprengten Straßenbrücke mit der 6. und 7. Kompanie vom Panzer-Regiment 1 eine Feuerfront nach Norden. Alle Gegenstöße konnten dort abgewiesen werden. Die Lage blieb aber weiter brenzlig. Der Versuch einer Kompanie vom Regiment den Wald vom Gegner zu säubern scheiterte unter größeren Verlusten. Ein weiteres Vorgehen war nicht mehr möglich. Daher wurde befohlen die eroberten Stellungen bei Letovo zu halten. Die Masse der Kampfgruppe Westhoven war inzwischen nach Nordosten auf Budnik abgedreht um den Gegner bei Solovji zu umgehen. Nachdem die Vorausabteilung abgelöst wurde wurde die Abteilung am 8. Juli 1941 in einen Bereitstellungsraum nördlich Budnik vorgezogen. Bei der Vorausabteilung wurde jetzt auch eine neu unterstellte Artillerie-Abteilung eingesetzt. Das I. Bataillon vom Regiment wurde am frühen Abend des 8. Juli 1941 für den Angriff auf das Straßenkreuz von Kresty dem Panzer-Regiment 1 (Vorausabteilung Kopp) unterstellt. Das Bataillon, ohne 1. Kompanie, wurde am rechten Flügel dieser Kampfgruppe eingesetzt. Dort sollte die Straße nach Nordosten gesperrt werden um das Vorgehen der Masse der Kampfgruppe Westhoven auf Pleskau abzuschirmen. Die Kampfgruppe um das Panzer-Regiment 1 kam bis ca. 20 Uhr gut voran und erreichte ihr Angriffsziel. Danach wurde das I. Bataillon wieder der Kampfgruppe Westhoven eingegliedert. Die Vorausabteilung Kopp sammelte zur Verfügung der Kampfgruppe Westhoven in den Waldstücken um Kresty. Die Schützen bauten Sicherungen um den Flugplatz Pleskau und die Straßengabel bei Kresty. Am 9. Juli 1941 wurde die Kampfgruppe Westhoven zur Verfolgung des weichenden Gegners angesetzt. Dabei bildeten das I. Bataillon vom Regiment und die 3. Kompanie vom Panzer-Regiment 1 die Spitze. Die Kampfgruppe erreichte die Waldränder nördlich Maramorotschka. In den nächsten Tagen kam die Kampfgruppe Westhoven auf der Straße Pleskau - Luga - Krasnogwardelsk - Leningrad nur langsam voran. Am 10. und 11. Juli 1941 stieß die Kampfgruppe Westhoven bei sich verschlechternden Wegeverhältnissen gegen den Pljussa-Abschnitt über Pog Gora bis in den Raum nordöstlich Nikolajewo vor. Am Nachmittag des 10. Juli 1941 griffen ausgewichene Feindkräfte die nachfolgenden motorisierten Kolonnen der Kampfgruppe Westhoven am Straßenkreuz südlich Ugly an, nachdem sie die gepanzerten Verbände der Kampfgruppe Westhoven unbehelligt vorbei ziehen ließen. Der Gegner wurde durch das nachrollende Kradschützen-Bataillon 1 sofort im Gegenstoß geworfen. Am 11. Juli 1941 wurde der Angriff der Kampfgruppe Westhoven entlang der Rollbahn auf Nowossjelje - Ludonka mit dem Kradschützen-Bataillon 1 links und dem I. Bataillon vom Regiment rechts fortgesetzt. Während das Kradschützen-Bataillon 1 bis 10 Uhr in den Wald nördlich Kamarino eindringen konnte, blieb das I. Bataillon vom Regiment zunächst vor dem stark befestigten Bjelaja-Abschnitt bei Kamarino liegen. Das Kradschützen-Bataillon 1 konnte sich durch mehrere Feldstellungen durchkämpfen und die Hauptstraße von Norden in der Gegend südwestlich Ludonja gewinnen. Gegen 13:45 Uhr hat das Kradschützen-Bataillon 1 östlich Nowossjelje die Straße nach Luga abgeriegelt. Dort treffen sie auf die 3. Kompanie vom Panzer-Regiment 1, welche an der Spitze der Schützen die Rollbahn entlang angegriffen hatte. Von Südwesten kam um 14:30 Uhr auch das II. Bataillon vom Regiment von Südwesten heran. Das I. Bataillon vom Regiment nahm inzwischen Nowossjelje unter Feuer. Das Kradschützen-Bataillon 1 erlitt beim folgenden Angriff auf Nowossjelje schwere Verluste, unter anderem fällt der Führer, außerdem werden alle Kompanieführer verwundet. Auch die Verstärkung für einen weiteren Angriff um 19 Uhr durch einen Zug der Panzerjäger-Abteilung 37 und der 11. (IG) Kompanie des Regiments brachte keinen Erfolg. Daraufhin wird dem Kradschützen-Bataillon 1 befohlen neben dem II. Bataillon vom Regiment Sicherungslinien zu beziehen. Es hat sich daraufhin nördlich der Rollbahn eingegraben. In der Nacht nimmt das Regiment Nowossjelje in Besitz. Das Kradschützen-Bataillon 1 musste morgens mehrere Angriffe überstehen, trat aber kurz nach 9 Uhr zur Fortsetzung seines Angriffs an und gewann die Waldränder nördlich Nowossjelje und drang bis zu 500 Meter tief in die Waldstücke ein. Es sorgte damit dafür, dass das verstärkte I. Bataillon vom Regiment aufgesessen auf der Hauptsraße nach Luga weiter vorstoßen konnte. Bis zum Abend des 12. Juli 1941 stand die Kampfgruppe Westhoven mit der ganzen 1. Panzer-Division nur noch ca. 30 Kilometer südwestlich der Stadt Luga. An der Spitze der Kampfgruppe Westhoven hatte das Kradschützen-Bataillon 1 bis 21:30 Uhr den Pljus-Abschnitt am Nordostausgang des Waldes nördlich Nikolajewo gewonnen, bis Mitternacht stand es mit den Spitzen am Waldrand südwestlich Miljutino. Die Kampfgruppe Westhoven erhielt am 13. Juli 1941 den Befehl die Straßengabel östlich von Sapolje zu erkämpfen und in der Linie Samoshe - Sapljussje - Gorodischtsche eine Abwehrflanke einzunehmen, damit die 1. Panzer-Division den Weg Sapolje - Pljussa zum Abdrehen in die neue Richtung benutzen konnte. Dazu sollte die Kampfgruppe anfangs sogar durch die Kampfgruppe Krüger unterstützt werden. Als Angriffsbeginn wird der Kampfgruppe Westhoven der Tagesbeginn befohlen, woraufhin diese dann um 5 Uhr antritt. Um 11 Uhr stellte dann das I. Bataillon vom Schützen-Regiment 113 bei Miljutino den Kontakt zum I. Bataillon vom Regiment herstellen. Bis 18 Uhr wird dann gemeinsam Sapolje besetzt. Am 14. Juli 1941 um 5:35 Uhr wurde die Kampfgruppe Westhoven von drei russischen Infanterie-Regimentern mit starker Artillerie- und Panzerunterstützung angegriffen. Das bringt das II. Bataillon vom Regiment in harte Bedrängnis. Mit Unterstützung des Panzer-Regiment 1 kann der Gegner bei Swagino den Gegner zurückwerfen. Sapolje kann gehalten werden. Nachdem dieser Gegenangriff Entlastung brachte, traten die ersten Teile der Kampfgruppe Westhoven gegen 10:30 Uhr in Richtung Pljussa an. Ab Mittag wurde die Kampfgruppe bis zur endgültigen Herauslösung der 269. Infanterie-Division unterstellt. Ab 14 Uhr tritt die Kampfgruppe Westhoven mit der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 zum Angriff nach Nordwesten an. Bis in die Nacht zum 15. Juli 1941 dauerte es, bis die letzten Einheiten der Kampfgruppe Westhoven bei der 269. Infanterie-Division in Sapolje abgelöst wurden. Am 15. Juli 1941 wurden die Kräfte der 1. Panzer-Division bei  Pljussa durch gegnerische Infanterie bis auf die Brückenstellen zurückgedrängt. Die bis um 5 Uhr eingetroffene Kampfgruppe Westhoven griff mit dem verstärkten I. Bataillon des Regiments und der 3. Kompanie vom Panzer-Regiment 1 den Gegner in den Waldstücken nördlich Pljussa an und warf ihn nach Norden und Nordwesten zurück. Die Kampfgruppe Westhoven ging dann mit der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 und dem II. Bataillon vom Regiment weiter nach Norden vor, um das Gelände nördlich und nordöstlich von Pljussa zu säubern, um so die Ostflanke der Kampfgruppe Krüger zu sichern. Nachdem das I. Bataillon vom Regiment durch links umfassenden Vorstoß auf Ljeschewitzy die Feindkräfte nordöstlich Pljussa zurückwerfen und weitgehend zerschlagen konnte war die Lage in Pljussa wiederhergestellt. Die Kampfgruppe hatte unterdessen Sicherungen bei Lischnitzy besetzt und einen Brückenkopf auf dem Pljussa-Nordufer gebildet. Das I. Bataillon vom Regiment rollte am Abend über Lischnitzy nach Nordwesten und erreichte gegen 21 Uhr als erstes Bataillon des Regiments Ljady. Am späten Abend des 16. Juli 1941 erreicht das Regiment die Nachricht, dass Oberleutnant Krieg von der 4. Kompanie des Regiments das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen wurde. Die Kampfgruppe Krüger wurde wegen Führerwechsels jetzt in Kampfgruppe von Wietersheim umbenannt. Ab dem 17. Juli 1941 bis zum 22. Juli 1941 wurde die Kampfgruppe Westhoven zur Sicherung nördlich Bobrowo und Ljady eingesetzt. Die Kampfgruppe war dem XXXXI. Armeekorps direkt unterstellt wurden. Ab Mitternacht des 22. Juli 1941 trat die Kampfgruppe Westhofen wieder unter das Kommando der 1. Panzer-Division. Bis zum Morgen des 23. Juni 1941 gelangte die Kampfgruppe Westhoven in den Raum Osmino. Die Kampfgruppe wartete dort bis zum Aufschließen von eigenen Infanteriekräften zur Ablösung, was sich bis zum 8. August 1941 hinzog. Bei strömenden Regen traten die Kampfgruppe Westhoven und die Kampfgruppe von Wietersheim an diesem Tag wieder zum Angriff an. Die Kampfgruppe Westhoven bestand an diesem Tag aus dem II. Bataillon vom Regiment, dem II. Bataillon vom Schützen-Regiment 113 sowie einem Infanteriebataillon der 36. Infanterie-Division und sollte die ausgebauten feindlichen Stellungen durchstoßen. Die Kampfgruppe von Wietersheim mit den beiden (SPW) Bataillonen der beiden Regimenter und einer Panzer-Kompanie sollte in die dann entstehende Lücke hineinstoßen und in die Tiefe des gegnerischen Stellungssystems östlich von Ssabsk vorstoßen. Um 9 Uhr stürmten dann die Bataillone der Kampfgruppe Westhoven los und konnten die ersten Stellungen des Gegners nehmen, bevor von der feindlichen Artillerie der Angriff erkannt wurde. Das Sperrfeuer durch diese riegelte die Kampfgruppe Westhoven allerdings nach hinten ab, während sich diese durch den Wald weiter nach Nordosten vorarbeitete. In die geschaffene Bresche drang dann wie geplant die Kampfgruppe von Wietersheim ein. Hinter den der Kampfgruppe Westhoven gegenüberliegenden Stellungen wurde das II. Bataillon vom Schützen-Regiment 113 eingedreht und fiel damit dem Gegner in den Rücken. Kurz vor Mitternacht des 8. August 1941 erhielt die 1. Panzer-Division wegen der Gefahr abgeschnitten zu werden, das eroberte Gelände wieder aufzugeben und in die Ausgangsstellungen zurückzukehren. Dies wurde durch die beiden Führer der Kampfgruppen verweigert. Sie verblieben in den gewonnenen Stellungen Am 9. August 1941 griff die Kampfgruppe Westhoven in verlustreichen Kämpfen weiter an und nahm Iswos. Am 10. August 1941 erzwangen sich das Kradschützen-Bataillon 1 und das I. Bataillon vom Regiment eine Sicherungslinie nordwestlich der Straße Jablonitzy - Ssumsk. Auch am 11. August 1941 ging es weiter vorwärts. Das Panzer-Regiment 1 mit unterstelltem I. Bataillon vom Regiment wurde westlich der Straße nach Jablonitzy zum Angriff auf Sirkovitzy bereitgestellt. Die Kampfgruppe von Wietersheim stieß über Ssumsk auf Volpi vor. Auch am 12. August 1941 hielten die Kämpfe weiter an. Am Mittag des 12. August 1941 wurden der Stab und die II. Abteilung des Panzer-Regiment 1 der Kampfgruppe Westhoven unterstellt. Deren Vorausabteilung Kopp mit dem Stab, der II. Abteilung des Panzer-Regiment 1 und dem I. Bataillon vom Regiment war mit der I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73 und der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 67 auf Zusammenarbeit angewiesen. Sie sollte durch den Wald nördlich Alexandrowo vorgehen und sich in den Besitz der wichtigen Höhe 105,0 nördlich Kotino bringen. Ihre Versammlung verzögerte sich aber durch anderweitige Bindung eines Teiles der II. Abteilung des Panzer-Regiment 1. Daraufhin wurden vorerst nur Teile des I. Bataillons vom Regiment mit der 6. Kompanie des Panzer-Regiment 1 verstärkt und der Vorausabteilung bereitgestellt. Um 18 Uhr griff dann die Vorausabteilung Kopp mit II. und III. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73 an. Der Angriff blieb vor dem stark feindbesetzten Ort Nerewizy liegen und wurde um 21 Uhr abgebrochen. Auch ein Vorstoß der verstärkten 1. Kompanie vom Regiment, unter Oberleutnant Berndt, über Gegend nördlich Nerewitzy auf St. Smolegovitzky schlug wegen verstärkter gegnerischer Riegelstellungen trotz schwerer Verluste beim unterstellten Zug der 6. Kompanie vom Panzer-Regiment 1 nicht durch. Das I. Bataillon vom Regiment bezog mit Teilen der II. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73 Igelstellungen an der Eisenbahn, 800 Meter südwestlich des Ortes Nerewitzy bezogen. Um 23 Uhr traf als dort als Verstärkung die II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 ein. Die Vorausabteilung Kopp trat am frühen Morgen des 13. August 1941 mit der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 an der Spitze auf Nerewitzy an. Bei den folgenden Kämpfen hatte die Vorausabteilung schwere Verluste hinzunehmen. Es gelang aber den Ort zu nehmen, in den nordwestlichen Wald einzudringen und diesen unter weiteren Verlusten zu durchstoßen. Dann wurde der Ort Alexandrowo genommen und im schnellen Vorstoß die zur Eisenbahnlinie Leningrad - Narwa führende Straße Ragulovo - Smolegowizy gesperrt, wodurch den vor der Kampfgruppe von Wietersheim zurückweichenden Gegnern der Rückweg nach Norden verlegt wurde. Die Kampfgruppe Westhoven besetzte mit Unterstützung der 3. Kompanie vom Panzer-Regiment 1 den Ort Besada, wodurch die große Eisenbahnlinie erreicht wurde. Die Kampfgruppe Westhoven, jetzt bestehend aus dem verstärkten Schützen-Regiment 1, schloss in der Nacht vom 15. zum 16. August 1941 bis nördlich Gorja zur Vorausabteilung von Wietersheim auf. Bis zum Abend des 18. August 1941 erreichte die Kampfgruppe Westhoven über Terpilizy und Konochowitzy die Einnahme von Torossowo. Am 19. August 1941 gelang es der Kampfgruppe Westhoven Nikowizy zu nehmen um danach den Raum südlich und westlich Krasnogwardeisk zu erreichen. Am 20. August 1941 drehte die 1. Panzer-Division beide Kampfgruppen nach Südosten ein. Am Spätnachmittag des 20. August 1941 gelang es den beiden Kampfgruppen das große Straßenkreuz südwestlich von Tschernizy und den Bahndamm der Eisenbahn nach Luga, westlich von Nikolskoje, zu nehmen. Diese Stellungen wurden bis zum 23. August 1941 behauptet. Am 23. August 1941 trat die Kampfgruppe Westhoven weiter zum Angriff an. Es gelang ihr mit dem Regiment noch an diesem Tag Paritzy, südwestlich von Krasnogwardeisk, und mit dem Kradschützen-Bataillon 1 die Höhen südwestlich Kolpnowo zu nehmen. Am 24. August 1941 ging die 1. Panzer-Division in den eroberten Abschnitten zur Abwehr über. Anfang September 1941 begann die Verlegung der 1. Panzer-Division. Am 2. September 1941 machte die Kampfgruppe Westhoven den Anfang, als die Panzer-Aufklärungs-Abteilung 57 das Kradschützen-Bataillon 1 ablöste. Die komplette Division wurde im Raum Volgovo - Ovintsevo - Terpilitzy - Muratovo versammelt. Dort stand die Division zur Bereitschaft des XXXXI. Armeekorps und nutzte die Tage zur Instandsetzung und Auffrischung. Auch Ersatz traf Anfang September bei der Division ein. Ab dem 9. September 1941 ging die Division im XXXXI. Armeekorps hinter der 36. Infanterie-Division weiter nach vorn. Am 10. September 1941 geht es über Novopurskova nach Nishnjaja. Das Regiment bewegt sich dabei an der Spitze der 1. Panzer-Division. Da die Stäbe der 1. Panzer-Division und der 1. Schützen-Brigade aufgehalten wurden, unterstellte sich der Regimentskommandeur Oberst Westhoven das Schützen-Regiment 113, das Panzer-Regiment 1 und Teile vom Artillerie-Regiment 73 am Morgen des 11. September 1941 bei Tifinka für einen Angriff auf die stark befestigte Höhe "Punkt 167", südöstlich von Duderhof. Das I. Bataillon vom Regiment sollte mit einer verstärkten Kompanie der I. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 rechts rückwärts gestaffelt zum, durch eine verstärkte Kompanie der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1, verstärkten I. Bataillon vom Schützen-Regiment 113 zur Säuberung des Panzergrabens südwestlich von Nistinka. Nachdem das I. Bataillon vom Schützen-Regiment 113 die Höhe 167 genommen hatte, sollte das I. Bataillon vom Regiment auf die Höhe folgen. Danach ging die Kampfgruppe Westhoven gegen die stark befestigten Dörfer Taizy und Alexandrowskoje, 15 Kilometer westlich von Leningrad vor. In verlustreichen Kämpfen blieb die Kampfgruppe vor Alexandrowskoje, konnte aber Taizy nehmen. Am 12. September 1941 gelangte die Kampfgruppe Westhoven mit der I. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 bis 1 Kilometer vor Lamjulja. Am 13. September 1941 gelang es der Kampfgruppe Westhoven die Bunkerlinie bei Alexandrowa von Südwesten zu durchstoßen. Am 17. September 1941 traf der Befehl ein, die 1. Panzer-Division mit dem kompletten XXXXI. Armeekorps, aus der Front vor Leningrad herauszuziehen und der Panzergruppe 3 bei der Heeresgruppe Mitte zuzuführen. Am 19. September 1941 war es dann soweit. Die Kampfgruppe Westhoven mit dem verstärkten I. Bataillon vom Schützen-Regiment 113 stand bei Rechkolowo an der großen Straße nach Leningrad, die Kampfgruppe Heydebrand mit dem Regiment hielt Riegelstellungen um Puschkin. Vom 21. bis zum 26. September 1941 rollte die Division über Nowossjelje - Ostrow - Opotschka - Newel in den neuen Einsatzraum östlich von Witebsk nach Süden. Ab Ostrow standen den Räderteilen nur noch katastrophale Wege zur Verfügung. Die Kettenteile verlegten im Bahntransport in den neuen Einsatzraum. Zu dieser Zeit übernahm Hauptmann Freiherr von Bülow das II. Bataillon vom Regiment. Die 1. Panzer-Division bildete auch im neuen Einsatzraum wieder drei Kampfgruppen. Dabei bestand die Kampfgruppe Westhoven jetzt aus dem Regimentsstab und II. Bataillon vom Regiment, dem II. Bataillon vom Schützen-Regiment 113, der 2. Kompanie der Panzerjäger-Abteilung 37 und dem Infanterie-Regiment 18. Das I. Bataillon vom Regiment war mit Teilen der II. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 und der I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73, unter Major Born, in der Vorausabteilung von Wietersheim zusammengefasst. Die Division stellte sich im Kusselgelände bei Zerkowischtsche bereit. Am 2. Oktober 1941 griff die Division um 6:30 Uhr nach einem 15-minütigem Feuerschlag der Artillerie an. Der Kampfgruppe Westhoven gelang es bis zum Mittag Jerchowo zu erobern und den Durchbruch durch die Ossontja-Stellungen zu erzwingen. Dann folgte die Kampfgruppe Westhoven der Kampfgruppe Heydebrand über Baturino und nahm mit dem Kradschützen-Bataillon 1 die Windmühlenhöhe südöstlich Storoshok und igelte sich dort ein. Am 3. Oktober 1941 drang die Kampfgruppe Westhoven auf Belyi vor. Dabei geht es über Glinkowo nach Beresowka vorwärts, was bei Dunkelheit am Abend erobert wird. Ein Teil der Kampfgruppe Westhoven wurde am 5. Oktober 1941 zur Flankensicherung eingesetzt. Die Kampfgruppe von Wietersheim erreichte bis zum Abend des 6. Oktober 1941 Kusnezowo. Bis zum Abend des 7. Oktober 1941 gelang es dann die russische Dnjepr-Stellung von Süden her aufzurollen. Die Vorausgruppe von Wietersheim ging am nächsten Tag über Tjuchowo und Novo Dugino vor und erreichte bis zum Abend des 8. Oktober 1941 Ssyrokorenje, südlich von Szytschewka. Am Abend des 9. Oktober 1941 gelang es ihr dann das wichtige Straßenkreuz bei Podsossonje, 3 Kilometer südlich Szytschewka, zu besetzten. Am 10. Oktober 1941 befand sich die Kampfgruppe Westhoven beiderseits der Straße Bubnowo - Szytschewka im Angriff auf Szytschewka. In schweren Gefechten, besonders für das II. Bataillon vom Regiment gelang den Ort noch am 10. Oktober 1941 in die Hand zu bekommen. Am Nachmittag des 11. Oktober 1941 schloss die Kampfgruppe von Wietersheim nach Iwaschko auf und übernahm Sicherungen nach Norden. Am 12. Oktober 1941 übernahm die Kampfgruppe Westhoven den Befehl über den Wolga-Brückenkopf Staritza. Die nächsten Tagen geht der Vorstoß der 1. Panzer-Division auf Kalinin weiter. Die Kampfgruppe Westhoven übernahm bis Mitte Oktober 1941 die Abschirmung der linken Flanke und der Nachschubstraße der 1. Panzer-Division im Brückenkopf. Ab dem 15. Oktober 1941 wurde die Kampfgruppe Westhoven abgelöst und versuchte wieder Anschluss an die vorausgeeilten Teile der Division zu finden. Die Reste des I. Bataillons vom Regiment wurden mit Oktober in einer SPW-Kompanie zusammengelegt. Diese wurde in der Kampfgruppe Heydebrand, mit dem I. Bataillon vom Schützen-Regiment 113, Teilen vom Panzer-Regiment 1 und unterstellter Lehr-Brigade 900 eingesetzt. Auf Zusammenarbeit mit dieser Gruppe waren die II. und III. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73 angewiesen. Sie sollte nach Torshok vorstoßen um die Infanteriedivisionen der Heeresgruppe Nord zu unterstützen. Am 17. Oktober 1941 kam der Angriff der Kampfgruppe Heydebrand gut voran, bis der Angriff vor Palustowo aufgehalten wurde und die Kampfgruppe dann um Mednoje zur Abwehr überging. Am 18. Oktober 1941 traf die Kampfgruppe Westhoven im Raum um Kalinin ein. Mit den II. Bataillonen der Schützen-Regimenter, Teilen vom Panzer-Regiment 1 und Teilen der I. und III. Abteilung vom Artillerie-Regiment 73 hatte sie dort schwere Kämpfe zu bestehen. Bis Mitte November 1941 zogen sich die Kämpfe um Kalinin hin. Am 16. November 1941 wird das I. Bataillon mit dem I. Bataillon vom Schützen-Regiment 113 zusammengelegt. Als letzte Einheit der Division wurde am 17. November 1941 das II. Bataillon vom Regiment durch die 161. Infanterie-Division abgelöst. Die Division wurde zum Angriff auf Moskau in einen neuen Verfügungsraum nordwestlich von Klin verlegt. Die 1. Panzer-Division wurde wieder in zwei Kampfgruppen aufgeteilt. Das II. Bataillon vom Regiment kam wieder in die Kampfgruppe Westhoven, zusammen mit dem II. Bataillon vom Schützen-Regiment 113 und Teilen der Panzerjäger-Abteilung 37 und des Panzer-Pionier-Bataillon 37. Am Mittag des 26. November 1941 nahm die Kampfgruppe Westhoven den Ort Rjabinki ein. Sie war für diesen Angriff durch das Kradschützen-Bataillon 1 und die 2. Batterie der leichten Flak-Abteilung 83 verstärkt wurden. Am 27. November 1941 besetzte die Kampfgruppe weiter südwestlich neue Sicherungsstellungen. Am 3. Dezember 1941 befand sich der Gefechtsstand der Kampfgruppe Westhoven in Nikolskoje. Am 4. Dezember 1941 stieß die Kampfgruppe Westhoven weiter nach Osten auf Trutnewa vor. Das II. Bataillon vom Regiment wurde bei diesem von einem Zug der I. Abteilung vom Panzer-Regiment 1 unterstützt und konnte in den Abendstunden Trutnewa und Saramuschi besetzen. Am Mittag des 5. Dezember 1941 trat das II. Bataillon vom Regiment, unterstützt durch die 2. Kompanie vom Panzer-Regiment 1, wieder von Saramuschi auf Kusjaewo an. Es konnte zwar den Südwestteil des Ortes nehmen, wurde dann aber mit der Masse auf Nikolskoje zurückgenommen. Schwache Teile vom II. Bataillon igelten sich am Abend in Kusjaewo und Saramuschi ein, nachdem ersteres vom Kradschützen-Bataillon 1 eingenommen wurde. In der Nacht zum 6. Dezember 1941 stand die Kampfgruppe Westhoven kurz vor dem Moskwa-Wolga-Kanal als der Befehl zum Halten eintraf. Am 6. Dezember 1941 musste sich die Kampfgruppe Westhofen auf eine Sehnenstellung bei Nikolskoje zurückziehen. Damit deckte sie den Abzug des XXXXI. Armeekorps. Am späten Vormittag des 7. Dezember 1941 trat das Regiment weitere Absetzbewegungen an. Es ging in Richtung Woronino nach Westen. Am späten Abend des 7. Dezember 1941 erreichte der Stab vom Regiment den Gefechtsstand des LVI. Armeekorps. östlich von Klin. Die nördlich von Klin kämpfende 36. Infanterie-Division war geworfen wurden und dadurch der Gegner auf dem Vormarsch nach Westen. Die Masse vom II. Bataillon des Regiments wurde noch in der Nacht an den Stab herangezogen. Am Morgen des 8. Dezember 1941 rollten hart nördlich des Gefechtsstandes der Kampfgruppe Westhofen größere russische Verbände nach Westen, während die letzten Teile des II. Bataillons vom Regiment noch im Anmarsch waren. Um 8 Uhr trafen die vordersten Teile des Panzer-Regiment 25 der 7. Panzer-Division beim Regiment ein. Gegen 8:30 Uhr griff der Gegner Mal. Schtschapowo an und bedrohte die wichtige Rollbahn Klin - Woronino. Die bisher eingetroffenen Teile der Kampfgruppe wurden zum sofortigen Gegenstoß von Gubino auf Mal. Schtschapowo angesetzt. Der Gegenstoß gelang und die Kampfgruppe sicherte dann die Straße östlich von Klin. Um 9 Uhr traf der Divisionskommandeur der 1. Panzer-Division, Generalmajor Krüger, zur Orientierung bei der Kampfgruppe Westhoven ein. Der Gegner war über den Nordrand von Mal. Schtschapowo und bis hinter die Höhe 138,7 zurückgedrückt wurden. Der Regimentskommandeur, Oberst Westhoven, meldete das Mal. Schtschapowo und Gubino gehalten werden können, aber ein Angriff auf Bol. Birewo wäre aussichtslos, da vom II. Bataillon des Regiments erst 12 Gruppen vorhanden waren. In der rechten Flanke der Kampfgruppe Westhoven deckte sie auch noch Pljuskowo und Selchino ab. Die im letzten Ort stehenden schwache Sicherungen des II. Bataillon vom Regiment mussten einige Angriffe abwehren. Nach rechts fand die Kampfgruppe Westhoven Anschluss an die nördlich von Woronino sichernden Teile vom Infanterie-Regiment 118 und dem II. Bataillon vom Schützen-Regiment 113, welche der 7. Schützen-Brigade unter Oberst Helmuth Schlömer unterstanden. Bis zum Nachmittag hatte die Kampfgruppe Westhoven den Gegner weiter nach Norden an und über die Sestra zurückgedrückt, sowie die Sestra-Brücke in Besitz genommen. Am Vormittag des 9. Dezember 1941 wurde bei der Kampfgruppe Westhoven beobachtet, wie der Gegner von Mal. Birewo nach Südwesten vorging. Die Kampfgruppe Westhoven hatte an diesem 9. Dezember 1941 schwerste Angriffe auf die von ihr gesicherten Stellen abzuwehren. Am Nachmittag wurde die Kampfgruppe durch eine Kompanie vom Pionier-Bataillon 630 und die Zuführung weiterer 5 Panzer vom Panzer-Regiment 25 verstärkt. In der Nacht zum 10. Dezember 1941 wurde das II. Bataillon vom Schützen-Regiment 113 wieder der Kampfgruppe Westhoven unterstellt. Auch in den ersten Stunden des 10. Dezember 1941 wurde die Kampfgruppe Westhoven mehrmals von starkem Gegner angegriffen. Bis 10 Uhr gelang es ihr aber sämtlich Angriffe abzuweisen. Am 11. Dezember 1941 war geplant, die Kampfgruppe Westhoven abzulösen und noch in der Nach nach Sselino zu verlegen. Von dort sollte die Kampfgruppe antreten und die Linie Timonio - Olisowo nehmen. Außerdem sollte die Kampfgruppe Westhoven Verbindung zu einem Schützen-Bataillon der 5. Panzer-Division aufnehmen, welches von Westen her Kolossowo erreicht hatte. Die Ablösung der Kampfgruppe Westhoven verzögerte sich aber, so dass vorläufig nur das II. Bataillon vom Schützen-Regiment 113 herausgelöst wurde und bis zum Morgen des 11. Dezember 1941 den befohlenen Raum erreichen konnte. Es wurde dort dann der Kampfgruppe Caspar, bestehend aus der Masse vom Infanterie-Regiment 118, dem I. Bataillon vom Schützen-Regiment 2, der I. Abteilung vom Flak-Regiment 29, der 1. Kompanie der Panzer-Aufklärungs-Abteilung 4 und 5 Panzern der 2. Panzer-Division, unterstellt. Bis zum Mittag wurde dann auch die restliche Kampfgruppe Westhoven abgelöst und sie verlegte am Nachmittag mit der Masse in den Raum Perschutino - Teterino. Dort musste die Kampfgruppe Westhoven weitere Angriffe abwehren. In der Nacht zum 12. Dezember 1941 wurde das II. Bataillon vom Regiment nach Nekrassino in Marsch gesetzt und dort von der 2. Panzer-Division eingewiesen. Am 14. Dezember 1941 befand sich das II. Bataillon vom Regiment auf dem Marsch nach Kopylowo und fand die Straße Tretjakowo - Nassiljewo feindbesetzt vor. Am 16. Dezember 1941 musste das II. Bataillon vom Regiment Angriffe auf Stepanzewo abwehren. Ab dem 19. Dezember 1941 setzte sich die ganze 1. Panzer-Division in eine Winterstellung beiderseits von Krugloje ab. Ende Dezember 1941 verließ der Regimentskommandeur, Oberst Westhoven, das Regiment, um mit Wirkung vom 1. Februar 1942 das Kommando über die 3. Schützen-Brigade zu übernehmen. Die Einheiten des Regiments wurden einzeln den neuen Gruppen der 1. Panzer-Division unterstellt, da noch kein neuer Regimentskommandeur eingetroffen war. Der Stab des Regiments, unter Adjutant Hauptmann Freiherr von Hammerstein, erhielt vorerst Bauaufträge.

Am 10. Januar 1942 wurde die gesamte 1. Panzer-Division herausgezogen und über Subzoff in den Raum westlich Rshew zu verlegen und einen Einruch bei der 9. Armee abzuriegeln. Ab Nachmittag des 12. Januar 1942 trafen die ersten Einheiten der Division in Szytschewka ein. Am Morgen des 14. Januar 1942 traf das II. Bataillon vom Regiment, unter Hauptmann Berndt, ein. Es gewann sofort die Orte Sucharewo und Stepankowo zurück. Am Abend des 22. Januar 1942 befand sich das II. Bataillon vom Regiment zusammen mit dem Kradschützen-Bataillon 1 in Gamolino. Am 5. Februar 1942 sicherte das II. Bataillon vom Regiment in Sortino. Am 9. Februar 1942 nahm das II. Bataillon vom Regiment in schweren Häuserkämpfen die Orte Owsjaniki, Jakowlewo und Morosowo. Das Bataillon gehörte zum Kampfgruppe von Wietersheim. Anfang Februar 1942 wurde Oberst Karl-Friedrich von der Meden zum neuen Kommandeur des Regiments bestimmt. Da er aber noch ein Kavalleriekommando für die 9. Armee aufstellen musste, übernahm im März 1942 der neue Kommandeur der Schützen-Brigade 1, Oberst Oswin Grolig, bei seinem Eintreffen stellvertretend diese Position. Das II. Bataillon vom Regiment blieb auch Ende Februar 1942 noch als Bestand der Kampfgruppe von Wietersheim unterstellt. Am 23. Februar 1942 hielt das Bataillon den Ort Biteli gegen mehrere Angriffe des Gegners. Anfang März 1942 gehörte das Regiment zur Kampfgruppe Koll. Diese ging ab dem 5. März 1942 in Richtung Süden vor. Der Vorstoß der Kampfgruppe Koll kam bis Petrowskije gut voran. Der Gegner griff in diesen Tagen ebenfalls nach Norden an und konnte die Bahnlinie Rshew - Olenin gewinnen. Erst die Gegenstöße des Regiments stellten die alte Lage wieder her. Ab dem 27. März 1942 wurde das Regiment in der Kampfgruppe Grolig, gemeinsam mit Teilen vom Schützen-Regiment 113 und Teilen der Panzerjäger-Abteilung 37 zum Schutz von Olenin bereitgehalten. Am 30. März 1942 trat die Kampfgruppe Koll zum Gegenangriff an, dessen Schwerpunkt sie auch bildete. Sie war an diesem Tag auf Medscheno und Medwediza angesetzt. Anscheinend wurde in diesen Tagen das bisherige II. Bataillon in I. Bataillon vom Regiment umbenannt. Am 9. April 1942 nahm das I. Bataillon vom Regiment mit der Kampfgruppe Koll die Orte Nachrotowka und Beresun ein. Am 11. April 1942 lehnte Oberst Koll die Fortführung des Angriffs der Kampfgruppe bei Beresun wegen der vorhandenen Geländeschwierigkeiten ab. Am 13. April 1942 gab Oberst Koll die Führung der Kampfgruppe an Major Wesche, Kommandeur des Infanterie-Regiment 430, ab. Wenige Tage später übernahm Oberst Knopff die Führung der Kampfgruppe, der schon im Januar und Februar 1942 vertretungsweise das Regiment geführt hatte. Am 24. Mai 1942 wurde offiziell ein neues I. Bataillon aufgestellt, das bisherige I. wieder in II. Bataillon umbenannt und das ganze Regiment zu Bataillonen mit 4 Kompanien umgegliedert. Im Juni 1942 lag die Kampfgruppe Grolig mit dem Regiment in der Mitte der 1. Panzer-Division. Am 2. Juli 1942 begann für das Regiment das Unternehmen Seydlitz. Kampfgruppe Grolig griff zunächst zu Fuß in Richtung Iwanowka an. Der vor dem Brückenkopf Tarchowo liegende Gegner konnte vom verstärkten II. Bataillon des Regiments nur stellenweise gebrochen werden. Vor Trawino und Staruchi blieb die Kampfgruppe Grolig dann liegen. Unter hohen Feinddruck musste der Kommandeur des II. Bataillons vom Regiment, Major Eschenbach, sein Bataillon abends vom Gegner lösen und auf die Ausgangsstellungen zurückgehen. Das ganze Unternehmen Seydlitz litt unter dem Regenwetter, welches die Wege aufweichte. Das II. Bataillon hatte an diesem Tag schwere Verluste hinnehmen müssen, unter anderem fielen der Chef der 7. Kompanie, Hauptmann von Bernhardt und Leutnant Brühauf, fast alle Zugführer wurden schwer verwundet. Am Abend wurde das Kradschützen-Bataillon 1 der Kampfgruppe Grolig unterstellt. In der Nacht zum 3. Juli 1942 rückte das I. Bataillon vom Regiment, unter Major Bentele, mit dem II. Bataillon vom Schützen-Regiment 113, unter Hauptmann Knieling, die 2. Kompanie vom Panzer-Regiment 1, unter Hauptmann Gilow, und die 2. Kompanie der Panzerjäger-Abteilung 37, unter Hauptmann Draeger, in den Bereitstellungsraum um Tarchowo vor. Der Stab vom Regiment war inzwischen mit der Verkehrsregelung beauftragt wurden. Am 3. Juli 1942 erschwerte erneut das Wetter die Bemühungen der Kampfgruppe Golig, welche trotzdem mit der Erweiterung des Brückenkopfes Tarchowo Erfolg hatte. Die Kampfgruppe konnte an diesem Tag die Orte Staruchi, Trawino und Dunino, woraufhin der gegnerische Druck etwas nachließ. Am Nachmittag des 4. Juli 1942 sicherte das II. Bataillon vom Regiment den Ort Buschilowka. Die Kampfgruppe musste wieder aus der Luft versorgt werden, da es durch die schlechten Wege nicht möglich war, den Nachschub nach vorn zu bringen. In der Nacht vom 4. zum 5. Juli 1942 sicherte das Regiment die Ost- und Südostflanke der Kampfgruppe von Wietersheim. Am 5. Juli 1942 wurde das II. Bataillon vom Regiment zur Fortsetzung des Angriffes nach Wyssokino herangezogen. Um 5 Uhr stieß das II. Bataillon vom Regiment auf Schleino vor und nahm es bis um 7 Uhr in Besitz. Dort wurde das II. Bataillon vom Regiment wieder der Kampfgruppe Grolig unterstellt. Am 5. Juli 1942 erfolgte die Umbenennung des Regiments in Panzer-Grenadier-Regiment 1.

Für die Ersatzgestellung des Regiments war das Schützen-Ersatz-Bataillon 1 zuständig.

Regimentskommandeure:

Oberst Friedrich Kirchner Aufstellung - 1938

Oberst Hans Freiherr von Boineburg-Lengsfeld 10. November 1938 - 23. Oktober 1939

Oberst Hermann Balck 23. Oktober 1939 - 15. Dezember 1940

Oberst Franz Westhoven 1. Januar 1941 - Ende Dezember 1941

Oberst Knopff Januar 1942 - Februar 1942 (vertretungsweise)

Oberst Karl-Friedrich von der Meden 1. Februar 1942 - Umbenennung

Oberst Oswin Grolig Anfang März 1942 - (stellvertretende Führung)