Pionier-Bataillon 751

Feldpostnummern:

Einheit Feldpostnummer Nummer ab Okt/44
Stab 36296 48770
1. Kompanie 36324 26655
2. Kompanie 37195 22043
3. Kompanie 38634 31894
Kolonne 44526 gestr. Feb/44 -

 

Das Bataillon wurde 1941 aufgestellt. Dies geschah durch Umgliederung des Pionier-Bataillons z.b.V. 751. Es wurde als bespanntes Pionier-Bataillon der Heerestruppe mit 3 Kompanien aufgestellt. 1942 wurde das Bataillon bei der 4. Armee unter der Heeresgruppe Mitte eingesetzt. Im Juni 1944 wurde das Bataillon bei der Heeresgruppe Mitte vernichtet und am 29. August 1944 aufgelöst. Einsatzbericht vom 24. Juni bis 5. Juli 1944

 

Wiederaufgestellt wurde das Bataillon ab Oktober 1944 aus dem Reserve-Pionier-Bataillon 14. Gegen Kriegsende kämpfte das Bataillon bei der 6. Armee in Ungarn.

 

Die Ersatzgestellung kam vom Pionier-Ersatz-Bataillon 26 in Höxter, Wehrkreis VI. Ab 1944 war der Wehrkreis IV für diese Aufgabe zuständig.  

 

Kommandeure:

 

Hauptmann Schwenker

 

 

 

 

Einsatzbericht vom Pionier-Bataillon 751 vom 24. Juni  bis zu seiner Zerschlagung am 5. Juli 1944

 

Am 24.6. befinden sich 1. u. 2./ Pionier-Bataillon 751 im infanteristischen Einsatz als Reserve im Einsatzraum der 267.I.D., die 3.Kompanie mit 1 Zug in Mogilew als Sprengkommando an der General Müller-Brücke, mit 2 Zügen in Stary-Bychoff und Borkolakowo.

Im Zuge der Absetzbewegung sprengt 3./751 um 23:00 Uhr am 24.6.; 1820 lfdm Dnejepr-Brücken von Stary-Bychoff und Borkolakowo. Sprengerfolg: Völlige Zerstörung. Anerkennung durch den General Drescher im Div. Befehl. Pionier-Bataillon 751 sammelt in Poglawschina und ruht bis Mittag des 25.6.. Auf Befehl des Korps-Pionier-Führers bildet Pionier-Bataillon 751 die Pionier-Spitze des XII.A.K. unter folgender Gliederung: 3. Kompanie als Infanterie-Spitze, 1. und weitere Kompanien als Bauspitze. Daran schließen sich im Fußmarsch die Feldstrafgefangen- Abteilung 15 zur Wegeausbesserung und 2.Kompanie des Bau-Pionier-Bataillon 580. Die 1.Kompanie baut am 25.6. mittags in Sapotoschje eine Brücke. Während des Baues überholt die 3.Kompanie zu Fuß und erkämpft bei Gorodischtsche den Pruth-Übergang gegen starke Partisanenkräfte und beginnt mit 1 Zug sofort mit dem Bau einer 24 to Brücke. Die nach vorn auflaufenden freigewordenen Pionier-Kräfte 1. und 2. Kompanie Pionierbataillon 751 übernehmen den Weiterbau während der Nacht. Am 26.6. 4 Uhr morgens, Fertigstellung der 52 m langen 24 to Brücke. In der Nacht vom 25. zum 26.6. Eintreffen eines Zuges der 1./Pionier-Bataillon 267. Das von Nordosten an der Bahnlinie Mogilew-Ossipowitschi zur Pionier-Spitze. Stossende Grenadier-Regiment 17 (31. Infanterie-Division) übernimmt als Vorhut die Sicherung der Pionier-Spitze. Weitermarsch am 26.6., 3./Pionier-Bataillon 751 beseitigt zwischen Gorodischtsche und Akssenkowitschi 600 m Baumsperren. 2./Pionier-Bataillon 751 baut Kurzbrücken in Akssenkowitschi. Bei dem Weitermarsch stößt die 3./Pionier-Bataillon 751 in Rubesch und Drutschany auf heftigen Feindwiderstand (Partisanen). Nach erfolgtem Angriff, Rast etwa 5 km nordwestlich von Drutschany. Am 27.6. um 2 Uhr Weitermarsch. Im Waldgebiet, ca. 3 km ostwärts Dulebo Angriff der 3./Pionier-Bataillon 751 gegen Partisanenstellung und Entminung der Rückmarschstraße. Um 10 Uhr Erzwingung des Dulepka-Überganges in Dulebo. 1./Pionier-Bataillon 751 baut Übergang in Dulebo.

2./Pionier-Bataillon 751 räumt Baumsperre zwischen Dulebo und Libuschany gegen sehr starken Feind mit anschließender Sicherung für den gesamten 28.6.44. 1. und 2./ Pionier-Bataillon 751 bauen eine 24 to Brücke (80 lfdm) in Libuschany. Am 29.6. Weitermarsch in Richtung Pogost. 3./Pionier-Bataillon 751 räumt innerhalb 1 Stunde und 15 Minuten eine 400 m Baumsperre und stellt 6 Notübergänge her. Schärfste Anerkennung im Tagesbefehl XII.A.K. durch Generalleutnant Müller. Um 17 Uhr Erreichen von Pogost und Sicherung nach Südwest beiderseits Pogost – Kluptscha. Nach Eintreffen von Grenadier-Regiment 17 Angriff gegen Kluptscha. 1. und weitere/Pionier-Bataillon 751 ziehen über Pogost an der Rollbahnbrücke von Beresino vor und bessern die durch Artillerie-Beschuss in den Unterstützungen beschädigte Beresina-Brücke aus. Wiederaufnahme des Verkehrs am 30.6. mittags 14 Uhr. 3./ Pionier-Bataillon 751 setzt am 30.6., 2 km südlich Shonowka über die Beresina und erkämpft gegen feindliche Partisanen Übergangsstellen für Schützen und Bespannfahrzeuge. Vom 29.6. anhaltende Tiefflieger- und Bombenangriffe. Erhebliche Ausfälle an Fahrzeugen und Pionier-Gerät. Am 1.7. morgens 8 Uhr 4 Strecken der Beresina-Brücke durch Bombenvolltreffer zerstört. 1./Pionier-Bataillon 751 baut südlich Rollbahn einen Schützensteg. 3./ Pionier-Bataillon 751 baut Höhe Sägewerk Beresino eine 2 to Floss-Brücke und 2 Schützenstege für die Zurücknahme des Beresino-Brückenkopfes. Am 1.7. marschiert Tross Pionier-Bataillon 751 auf der Rollbahn in Richtung Tscherwen weiter, seitdem vermisst. Am 2.7. abends 8 Uhr Sprengung der Beresina-Brücke durch 1./Pionier-Bataillon 751, Sprengerfolg: Zerstörung von zweidrittel der Beresina-Brücke. 3./Pionier-Bataillon 751 sprengt und fährt Flossbrücke aus um 23 Uhr und setzt bis 3 Uhr morgens am 3.7. Versprengte der Nachhut mit Flosssäcken über. Die Pionier-Spitze sammelt in Beresino-Nord und zieht sofort in Richtung Nordwest über Kalinina – Jursdyka – Samostotschje, nördlich davon Rast bis 4.7. morgens. Am 4.7. morgens 5 Uhr Angriff gegen Kurganje gegen von Norden auf LKW verlastete russische Infanterie. In Rudnja Eingliederung des Pionier-Bataillon 751 in die Kampfgruppe 110. Infanterie-Division unter Generaleutnantl von Kurowski. Pionier-Bataillon 110 und Pionier-Bataillon 751 bilden die Spitze der 110. Infanterie-Division für welche der Generalleutnant von Kurowski den Befehl zum Durchschlagen gegeben hat. Am 5.7. erreichen von Wolma, dort Mittagsrast. 1./ Pionier-Bataillon 751 baut Kurzbrücke in Wolma. Sämtliche Fahrzeuge der Kampfgruppe werden vernichtet mit Ausnahme der Personen Fahrzeuge. Verwundete verblieben auf Zugkraftwagen. Am Nachmittag nach Neugliederung der Kampfgruppe Weitermarsch nach Süden über Kalita über Rollbahn Minsk – Ssmilowitschi, bei Ssinela anhaltende heftige Tiefflieger- und Bombenangriffe, das Gros wird von Panzern gejagt. Im Raum von Ssinela endgültige Zerschlagung des Pionier-Bataillon 751 und 110. Infanterie-Division. Weitermarsch beider Bataillone als Pionier-Spitze über die Rollbahn Minsk – Sluzk. Das Pionier-Bataillon 751 verliert hier seine letzten Fahrzeuge und wird in den schweren Nachtkämpfen vom 5. zum 6. Juli vollends aufgerieben und versprengt.